Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
bei gutem magen durchaus unterhaltsam !, 22. August 2007
robert arbeitet bei einer firma die nach unfällen für die entsorgung der leichen zuständig ist.
so gelingt es ihm immer wieder leichenteile zu stehlen und zur freude seiner freundin beatrice nach hause mitzunehmen. die leichentrümmer werden sorgsam in alk konserviert und bereichern das "liebesleben" der beiden.
eines tages gelingt es robert einen kompletten , allerdings schon recht verwesten, leichnam mit nach haus zu nehmen - daraus ergibt sich ein flotter dreier, bei dem einer nichtmehr ganz lebendig ist...
robert verliert leider bald darauf seinen job (er kommt halt seinen arbeitskollegen auch irgendwie komisch vor...). - also es gibt keinen leichennachschub mehr für beatrice, die robert kurzerhand verlässt.
der arme robert, der an keine gratisleichen mehr kommt, ist gezwungen, sich ab nun seine leichen selber zu machen...
na ja
die tristesse seiner situation zwingt ihn bald zum harakiri, aber macht ja nix - beatrice steht schon vor seinem grab - mit der schaufel in der hand..
wie gesagt, nur für leute mit ausgprägtem hang zum makabren....
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Völlig losgelöst., 16. April 2009
Der nekrophil veranlagte Robert Schmadtke arbeitet sinnigerweise bei einem Beerdigungsistitut, das sich auf Verkehrsunfälle spezialisiert hat. Hier nutzt er jede Gelegenheit, um Leichenteile zu entwenden und mitzunehmen und zuhause zu archivieren. Zuletzt entwendet er gar eine ganze Leiche. Seine Leidenschaft wird von seiner Freundin Betty geteilt. Die beiden versuchen sogar die entwendete Leiche in ihr Liebesspiel einzubinden.
Als Robert arbeitslos wird, verlässt ihn Betty und nimmt die Leiche mit. Robert ist frustriert und versucht mit Alkohol und anderen Lastern sich abzulenken. Der wahre Kick bleibt dabei aus und Robert wählt letztendlich den Freitod.
Die gezeigte Bilder sind schon starker Tobak. Die wortkargen Protagonisten glänzen mehr durch ihr Tun, als durch Dialoge. Die Geschichte selbst ist eine Aneinanderreihungen von Hässlichkeiten die ihresgleichen vergeblich sucht. Auch wenn Gewalt gegen Lebende bis auf wenige Ausnahmen ausbleibt, mag wohl kein Organspender seine Körperteile so verwendet wissen. Die Regie hat was einzigartiges geschaffen, ob es allerdings Kunst ist, sollen andere entscheiden. Der Titel ist auf jeden Fall kritiklos originell.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schlicht und ergreifend Kunst!, 27. Dezember 2008
Ich glaube, man liebt den Film entweder, oder man hasst ihn. Etwas dazwischen gibt es nicht, und Hollywoodkloakenliebhaber werden an diesem Streifen nicht das geringste finden - ausser vielleicht den Weg zur Kloschüssel um sich ihr Frühstück nochmal durch den Kopf gehen zu lassen.
Nekromantik gehört eindeutig in die Sparte "Kunst ohne Grenzen" und Buttgereit ist mit dem Film ein Liebesdrama gelungen, wie ich es selten gesehen habe - Und mutig ist er auch noch! Denn wenn sich jemand wahrlich traut, ein solches Tabuthema zu behandeln und es NICHT abwertend darstellt, dann muss man einfach Schneid haben. Jetzt mögen einige daherkommen und sagen, der ganze Film ist lächerlich wegen den schlechten Kulissen, den Laiendarstellern und blabberdiblah! Aber gerade das macht den ganzen Film so künstlerisch wertvoll. Auch wenn da nicht viel Kohle im Spiel gewesen ist, so merkt man sehr deutlich, wie liebevoll das ganze in Szene gesetzt wurde.
Der Film ist kein Porno, er ist kein Horrorstück, er ist kein provozierender B-Müll, den die ach-so-harten-Splatterkonsumenten sich ja zuhaufe reinziehen - Im Gegenteil: Er ist ein Drama. Und zwar das Drama des nekrophilen Protagonisten Rob, der eine liebevolle Dreiecksbeziehung mit seiner ebenfalls nekrophilen Freundin Betty und einer Leiche führt - bis er seinen Job verliert und Betty ihn mitsamt dem Toten verlässt. Der Leidensweg von Rob kommt sehr eindringlich und stilvoll rüber und man hat keine Probleme, sich während des Films in seine Haut zu versetzen. Der arme Rob hat in Herrn Lorenz die perfekte Verkörperung gefunden, denn er bringt das Bild eines kleinen, überall und immerzu rumgeschubsten, introvertierten Verlierers sehr gut rüber und wirkt in seiner kindlichen und schüchternen Rolle zahnschmerzverursachend niedlich. Und gerade deshalb entwickelt man als Zuschauer ein sehr mitleidendes Gefühl für Rob.
Die "liebenden Toten" - besser hätte man es nicht formulieren können, denn der Film legt m.E. keinen Wert darauf, etwas zu zeigen, was die Gesellschaft in ihrer zwanghaften Moral, alles zu verurteilen, was nicht so ist wie sie, unterstützt, sondern regt zum Nachdenken an und zeigt auch sehr deutlich, wie schlicht und ergreifend normal Menschen mit einem solchen Fetisch sind. Nicht zuletzt wird das ganze von einem sehr romantischen Soundtrack untermalt.
Splatterfans, Horrorliebende, Special-Effects-Reiter und eng geschnürte Moralapostel: Finger weg von diesem Film!
Allen anderen empfehle ich dieses kleine Kunstwerk! Alle Daumen hoch für Nekromantik! Besser hätte man den Film nicht machen können.
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