Seit 8 Jahren gebe ich u.a. Selbstbehauptungskurse für Mädchen und Frauen und stelle mit Entsetzen fest, dass wieder mal ein Buch auf den Markt "geschmissen" wurde, das Kinder verängstigt (meinen Mädels gruselt es teilweise richtig davor, wenn die Eltern es ihnen gekauft haben). Außerdem ist die Logik der Geschichte, wie schon meine Vorrednerin schrieb, nicht nachvollziehbar.
In diesem Buch wird wieder mal die typische Angst vor "Fremden" geschürt und somit auch die Angst der Eltern. Das ist nicht der Sinn von seriöser Gewaltprävention, sondern zielt eher darauf zurück, dass sich das Buch besser verkauft. Starke und informierte Eltern haben starke Kinder!
Eigenartig ist, dass das Buch in Zusammenarbeit mit Powerchild e.V. herausgebracht wurde. Nicht gerade ein Anzeichen von Kernkompetenz, wenn man bedenkt, dass 90-95 Prozent aller sexualisierter Gewalttaten im sozialen Nahbereich geschehen. Da gibt es wesentlich bessere Bücher, in denen auch Eltern zu der Thematik informiert werden.
Ein! Euro/Buch geht an Powerchild e.V. Frau Ferres, wenn dann schon Eigenmarketing, dann gscheid. Gut angestanden hätte es Ihnen, wenn Sie sich durch umfassende Vorinformation ausgezeichnet hätten und ein seriöses Buch in Zusammenarbeit mit einem ernst zu nehmenden Verein "ehrenamtlich" geschrieben hätten.