Neben Rogans Buch über die "amerikanischen Jahre", also die Zeit ab circa 1966 (BUFFALO SPRINGFIELD), ist diese liebevoll recherchierte Dokumentation der "kanadischen Jahre" Neil Youngs, also seiner Kindheit und Jugend bis zum Verlassen der kanadischen Heimat, wohl das zweite Standardwerk über diesen Ausnahmekünstler. Pluspunkte sind die Detailfülle, die es dem Leser ermöglichen, sich in jene frühen Jahre regelrecht hineinzuversetzen und die höchst kompetente Gesamtdarstellung. Gleichzeitig birgt diese Detailfülle aber auch Risiken, und das macht für mich den Schwachpunkt dieses Werks aus: mitunter kann ich mich nämlich des Eindrucks nicht erwehren, dass Einarsen hier mehr als einmal die Grenzen des durch Fakten belegten überschreitet und eher eine Geschichte erzählt, die sich sicher hätte so zugetragen haben können, vielleicht tatsächlich auch so zugetragen hat - vielleicht aber auch ganz anders!!! --- Alles in allem gleichwohl sehr informativ und sehr lesenswert.