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Kundenrezensionen

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am 16. Juni 2010
Köln im Herbst des Jahres 1402: Die Stimmung im Haus derer van Doorne ist weiterhin sehr angespannt, Alyss geht ihrem Mann aus dem Weg, wo sie nur kann. Ablenkung gewährt ihr der kleine Weingarten, den sie mit viel Mühe und noch mehr Liebe wieder zum Leben erweckt hat und der gerade erste Erträge abwirft. Arndt von Doorne wäre aber nicht Arndt von Doorne wenn ihm dieses kleine Glück nicht ein Dorn im Auge wäre und so verkauft er, hinter dem Rücken seiner Frau und kurz vor der Ernte, das Stückchen Land. Entsprechend froh ist Alyss, als Arndt kurz danach eine weitere Geschäftsreise antritt, groß ist ihre Enttäuschung über ihren Ehemann.
Dass nun jedoch Ruhe einkehrt in ihr Hauswesen und ihr Leben, ist auch nicht nach ihrem Geschmack und so kommt es ihr nur allzu gelegen, dass sie den siebenjährigen Kilian bei sich aufnehmen kann. Der Junge sieht wie ein Engel aus, hat aber beste Bengelqualitäten, die er schon bald unter Beweis stellt. Alyss muss einsehen, dass vier Wochen sehr lang werden können und so lässt sie sich von Gislindis aus den Händen lesen, auch wenn sie eigentlich nicht dran glaubt, doch zu detailliert sind ihre Vorhersagen und Alyss wird angst und bange, als immer mehr wirklich passiert. Als dann noch Yskalt, der Mörder Roberts, aus dem Gefängnis fliehen kann und nicht nur Kilian verschwindet, ist Alyss in heller Aufruhr. Kann sie Kilian wiederfinden?

Andrea Schacht schafft mit vielen liebevollen Details eine besondere Atmosphäre und ein prachtvolles Bild der damaligen Zeit. Mit ihrem ganz eigenen Humor und viel fundiertem historischem Wissen und einer Sprache, die der damaligen Zeit angemessen ist, lässt sie das Köln des 15. Jahrhunderts vor den Augen der Leser auferstehen.
Geschickt löst die Autorin gegen Ende des Buches die verworrenen Fäden der Geschichte auf und knüpft bereits neue für Alyss' nächstes Abenteuer, auf das wir schon jetzt gespannt sein dürfen. Wie von der Autorin gewohnt, finden auch immer Katzen eine liebevolle Erwähnung und auch ein Spitz spielt eine kleine Rolle. Die Begine Almut, soviel sei verraten, nimmt natürlich auch teil, wenn auch nur kurz. Aber ein Wiedersehen mit Almut und Ivo vom Spiegel ist immer wieder eine feine Sache.

Wer schon immer wissen wollte, was Käferwecken sind, eine Geschichte von verschwundenen Teufelsbraten und Brautkronen lesen möchte ebenso wie von einer Alyss, die eine Schlägerei anfängt, was uns in gewohnt rheinischer Frohnatur präsentiert wird, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen! Anderen Fans von historischen Romanen empfehle ich dieses Buch aber sowieso, denn es gibt nichts schöneres als eine Zeitreise mit Andrea Schacht anzutreten!
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am 21. April 2012
Nehmt Herrin diesen Kranz: Roman

Ich lese jetzt den 6. oder 7. Mittelalter-Krimi von Andrea Schacht, und zwar bis auf den 1. allesamt als Kindle-Edition auf dem iPad. Inhaltlich möchte ich mich jetzt nicht äußern, ich finde die Romane durchaus fesselnd und fühle mich verleitet, immer auch noch die Fortsetzungen zu lesen, daher habe ich Almut jetzt durch und bin bei Alyss schon bei Nr. 2.

Was ich aber unmöglich finde, ist die schlampige Redaktion dieser Kindle- Umsetzungen. Schaut die eigentlich keiner mehr durch??? Alle bisher gelesenen Romane hatten massive Formatierungsschwachstellen - unsinnig in den laufenden Text eingefügte Abschnittsnumerierungen etc., aber dieser hier schießt den Vogel echt ab. Diese unzähligen "zu"- Zusätze nach direkter Rede hemmen den Lesefluss extrem und stimmen überaus ärgerlich.

Bei einem kostenlosen oder wenige Cent kostenden Download würde ich mir das ja gefallen lassen. Aber bei einem Downloadpreis von 8,99, ohne Druckkosten?!???

Ich empfehle: Finger weg, bevor hier eine erhebliche Nachbesserung nicht öffentlich verkündet wurde. Sehr ärgerlich.
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am 18. Juni 2010
Köln, 1402. Der Haussegen derer von Doornes hängt mächtig schief, als Allys Ehemann den über alles geliebten Weingarten verkauft, um seine Schulden zu begleichen und anschließend wieder auf Reisen geht.

Dazu gerät Alyss Hauswesen mächtig durcheinander, als sie den verzogenen Bengel Kilian aufnimmt. Dieser hat nämlich nichts als Flausen im Kopf und ist kaum zu bändigen.
Als jedoch plötzlich Kilian entführt und Alyss Brautkrone gestohlen wird, geht`s erst richtig los. Tatkräftige Unterstützung bei ihren Recherchen erhält Alyss von Marian, ihrem Zwillingsbruder, der derzeit bei Meister Hans, dem Henker zu anatomischen Zwecken "in die Lehre geht" und von John of Lynne, Alyss glühendem englischen Verehrer und Tuchhändler, der gerade wieder in Köln verweilt.

Band II ist deutlich bessser gelungen, als Band I, jedoch fand ich den Erzählstil der ersten Seiten etwas holprig. Die Sprache ist mitunter recht schwülstig und das bekannte nervige "Bruderlieb" und "Schwester mein" kommt seitenweise gehäuft vor. Die Handlung ist insgesamt gut und spannend erzählt. Nach einigen Seiten nimmt einen das Buch gefangen und man verfolgt gebannt die Schnitzeljagd durch Köln.

Fazit: Ein gutes Buch mit Spannung, Humor und einer Prise Herz- Schmerz. Die Alyss- Reihe hat ihren eigenen Charme und Witz und ist ein würdiger Nachfolger der Begine Almut- Romane.
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Anno 1402 in Köln: Erfolgreich betreibt die junge Alyss von Doorne ihr Handelsgeschäft und ist dadurch unabhängig von ihrem Ehemann. Auf diesen ist sie zurzeit sowieso nicht gut zu sprechen, da Arndt ihren Weingarten verkauft hat, um so seine Schulden bei ihr bezahlen zu können. Bevor Alyss aber richtig wütend ob dieser Hinterhältigkeit werden kann, zieht er es lieber vor, den Winter über auf eine Handelsreise zu gehen. Doch sei das nicht schon genug Grund zum Ärgern, steht schon neuer Unmut ins Haus: In Form des Wildfangs Kilian, eines 7-jährigen Jungen mit einem Engelsgesicht, den Alyss kurzzeitig in ihre Obhut nimmt. Doch eines Tages wird der Junge entführt und mit ihm verschwindet auch die wertvolle Brautkrone von Alyss. Wer hat ein Interesse an der Familie des kleinen Kilians und wer wusste, wo sich die Brautkrone befindet? Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Marian und dem Kaufmann John versucht Alyss, die Fragen zu klären.

Um einen das Leben des 15. Jahrhunderts näher zu bringen und so ein Gefühl für diese Zeit zu erhalten, wählt Andrea Schacht wohl bewusst die Ausdrucksweise der damaligen Zeit in Einbindung vieler altdeutscher Begrifflichkeiten. Dies hatte zur Folge, dass ich einige Seiten benötigte, um mich in der Geschichte zurecht zu finden und auch, dass es sich hierbei um den 2. Teil einer Serie handelt. Diese Irritation ging aber schnell vorbei und man kommt auch ohne Kenntnis des 1. Teils problemlos mit der Geschichte zurecht. Es gibt zwar gelegentlich Verweise auf "Gebiete sanfte Herrin mir", diese stören aber nicht.

Durch die Benutzung vieler alter Ausdrucksweisen, der anschaulichen Beschreibung von Köln mit seinen verwinkelten Gassen und Gässchen und kleinen Geschichten rund um dessen Einwohner wirkt der Roman atmosphärisch dicht umgesetzt. Zumal die Autorin sich auch viel Zeit lässt, immer wieder das tägliche Leben der Kaufmannsfamilie mit einzubinden. So lernt man nach und nach alle Bewohner des Hauses kennen wie auch das nähere Umfeld derer von Doorne. Dies ist durchweg immer sehr unterhaltsam und oft auch sehr witzig dargestellt.

Ihre Protagonistin beschreibt sie als eine tatkräftige, energische junge Frau, die über einen spitzfindigen Humor verfügt, das Herz auf dem rechten Fleck trägt und sich nicht davor scheut, Verantwortung zu übernehmen. Ihr Zwillingsbruder Marian ist noch auf der Suche nach seiner Bestimmung, auch wenn er sich sicher ist, dass er Menschen heilen möchte. In welcher Form muss er jedoch noch herausfinden. Dann ist da der Kaufmann John of Lynne, ein gutaussehender Brite, der ganz eindeutig innigere Gefühle für Alyss empfindet als schicklich wäre, diese aber gut vor ihr zu verbergen versteht. Ja und dann natürlich noch die Jungfern Hedwigis, Leocadie und Lauryn: Alle unterschiedlich im Charakter und ebenfalls detailreich beschrieben. Neben der resoluten Haushälterin gibt es noch ein paar weitere Bewohner des Kaufmannshauses, auf die ebenfalls ausreichend eingegangen wird, sodass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann.

Der rote Faden der Geschichte ist natürlich die Suche nach Kilian, die sich schwieriger gestaltet als anfangs gedacht und selbstverständlich die Nachforschung nach dem Verbleib der wertvollen Brautkrone. Hier kommen viele Verdächtige infrage, die ein Motiv hätten und so bestreiten Alyss und ihre Freunde auch öfters mal den falschen Weg auf der Suche nach der Krone. Hierbei entdeckt Alyss aber auch das eine oder andere kleine Geheimnis im Umkreis ihres Hauses.

So ist der historische Roman durchweg humorvoll, unterhaltsam und teilweise auch richtig spannend umgesetzt, reflektiert sehr gut das Leben im 15. Jahrhundert und kann auch des Öfteren mit der einen oder anderen interessanten Wendung aufwarten und bietet somit kurzweilige Unterhaltung.
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am 16. Juli 2010
Nehmt Herrin diesen Kranz, was soll ich sagen von allen Romanen aus der Almut und Ivo Reihe so wie deren Nachfolger mit Alyss und Marian, hat mir dieser disher am Besten gefallen.
Das Buch liest sich flüssig, ist spannend es gefällt mir einfach.

Ich bin schon gespannt wie es weiter geht, die Geschichten sind in sich abgeschlossen, aber für die "Helden" geht es ja noch weiter. Was wird aus John und Alyss, wan heiratet Marian ( wenn überhaupt ). Für Fans von Andrea Schacht ein muss.
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am 29. Mai 2011
Dies ist der zweite Band der Alyss-Serie. Es ist sicherlich nicht einfach, eine Geschichte 24 Jahre später wieder aufzunehmen und mit der nächsten Generation eine spannende Handlung zu weben, ohne sich zu wiederholen. So bemerkt man über den ganzen Roman hin die Bemühungen der Autorin, wirklich neue Personen in die Handlung einzubringen und nicht einfach nur einen Abklatsch der Almut-Serie abzuliefern. So haben die Kinder von Almut und Ivo, Alyss und Marian, natürlich ihren ganz eigenen Umgang und eigene Bekanntschaften, die Freunde der Eltern sind ihnen zwar natürlich bekannt, spielen in ihrem Leben natürlicherweise aber nicht die Hauptrolle.
Die Hauptfigur Alyss ist eine gelungene Mischung aus Almut und Ivo, auch sie hat durchaus eine spitze Zunge, kann aber auch ähnliche Donnerwetter wie Ivo auf ihre Mitmenschen niedergehen lassen. Noch immer ist diese Figur durchaus ausbaufähig, es scheint ihr die Leichtigkeit von Almut doch etwas zu fehlen. Aber man kann durchaus Hoffnung haben, denn in diesem Roman macht sie ihrer Mutter bereits alle Ehre und stürzt sich schon mal in ein schlagkräftiges Handgemenge. Alyss ist schon seit langem verheiratet und für eine 24jährige Frau ist ihr mit dem recht umfangreichen Hauswesen, ihrem eigenen Geschäft und noch der Erziehung von 5 jungen Leuten eine Menge Verantwortung aufgebürdet. So ist es also kein Wunder, dass ihr Leben von wenig Freizeit und viel Arbeit geprägt ist. Da zu dieser Zeit die Frauen Kölns sehr eigenständig, vor allem mit eigenem Siegel, Handel betreiben konnten (allerdings nur, wenn sie verheiratet waren), erfahren wir so einiges über die damalige Rolle der Frau und auch über das alltägliche Leben in einem großen Kaufmannshaushalt.
Noch weniger als der erste Band ist dieses Buch ein historischer Krimi, es enthält keine wirkliche Kriminalhandlung. Es findet zwar eine Entführung und ein Diebstahl statt, die Lösung beider Fälle wird aber einen wirklichen Krimiliebhaber nicht zufrieden stellen. Auch haben die Schurken bis hin zum wirklichen Drahtzieher, der uns nicht lange verborgen bleibt, so wenig Format zu bieten, dass sie einem am Ende einfach nur leid tun können. Eine wirklich gute Krimihandlung braucht allerdings auch hochformatige Bösewichter. Auch die Cleverness, die hier einem siebenjährigen Lausebengel zugeschrieben wird, dürfte wohl eher einem Kind von etwa 12 Jahren entsprechen, solcherlei Kapriolen sind einem Siebenjährigen eigentlich noch nicht zuzutrauen. Auch der Diebstahl der Brautkrone reißt den Leser nicht wirklich mit, auch wenn die Autorin mehrmals betont, dass diese dem Wert von Haus und Hof entspricht, hier fühlt man sich doch eher gelangweilt. Innerhalb der Nachforschungen von Alyss, Marian, John und ihren Freunden erhält der Leser gute Einblicke in das historische Leben Kölns, wer in diesem Buch aber einen spannenden Kriminalfall erwartet, sollte sich lieber anderen historischen Krimis zuwenden.
Wie in allen ihren Büchern kommt es der Autorin sehr viel mehr auf die lebendige Schilderung des alltäglichen Lebens mit allen seinen Umständen als auf die Tiefe und die Genauigkeit des historischen Hintergrundes an. Historische Umstände werden nur ganz am Rande beleuchtet und spielen für die handelnden Personen nur deshalb eine Rolle, da sie zur Hochzeit von Alyss mit dem Kaufherrn Arndt von Doorne eine entscheidende Rolle gespielt haben. Alyss war noch sehr jung und ihrem Vater scheint seine ausgeprägte Weitsicht abhanden gekommen zu sein, denn der Leser kann schon erahnen, dass diese Ehe nicht im Happy-End enden wird und an wen Alyss ihr Herz unter Beseitigung der vorliegenden Schwierigkeiten (die auch nicht geringer sind, als in den Almut-Romanen) verschenken wird. Der Ehemann Arndt hätte allerdings gern auch etwas boshafter und bösartiger und vor allem klüger ausfallen dürfen, so ist Alyss ihm haushoch überlegen, vor allem in geschäftlichen Dingen, und außer hinterhältigen Boshaftigkeiten hat der Hausherr nicht viel anzubieten.
Die Figur des Marian will mir immer noch nicht wirklich gefallen, einerseits ist es sein Bestreben, seine Männlichkeit so gut wie möglich herauszustreichen, andererseits handelt er meist wie ein etwa 15jähriger und nicht wie ein erwachsener Mann, dem auch schon in der Vergangenheit Verantwortung übertragen wurde. Seine ständigen Krankheiten aufgrund des Mitempfindens der Schmerzens Anderer geben ihm auch immer wieder eben eine übertrieben weibliche Note.
Almut und Ivo spielen verständlicherweise weiterhin nur eine kleine Nebenrolle, wie alle Kinder will Alyss die Lösung ihrer Probleme nicht ihren Eltern überlassen, sie möchte sie selbständig lösen. Mit dem Lauser Kilian kommt auch etwas Leben ins Haus, der Advokat kann schon fast Meister Krudener das Wasser reichen, mit Lore bekommen wir einen Ersatz für Pitter und auch die Charaktere von Hilda und von Hauspfaff Hermanus, den man selbst nicht am Tisch sitzen haben möchte, werden weiter ausgebaut. Auch einige weitere gute Bekannte aus den Almut-Romanen tauchen auf, so nähern sich die handelnden Personen doch den Almut-Romanen weiter an, dies schadet dem Roman aber nicht.
Die Stärke der Autorin liegt zweifellos in der lebendigen Schilderung des alltäglichen Lebens. Wie in allen Büchern A. Schachts plätschert die Handlung leicht und flüssig dahin und der Leser fühlt sich regelrecht in eine andere Zeit versetzt. Allerdings enthält das Buch bis auf einige Ausnahmen keinen wirklich steigenden Spannungsbogen, Alyss wird zwar auch mutiger und tritt in die Fußstapfen Almuts, indem sie sich selbst durchaus in Gefahr begibt, aber die ereignisreichen Finalszenen der Almut-Romane konnte die Autorin hier noch nicht toppen. Trotz allem sorgt der Roman für gute Unterhaltung, denn wie immer sind die Dialoge köstlich humorvoll (Bruderlieb und Schwester mein treten glücklicherweise etwas mehr in den Hintergrund) und der Hausgast John of Lynne sowie die jungen Hausbewohner und vor allem natürlich Kilian sorgen für allerlei Schabernack und humorvolle Szenen.
Auch wenn Alyss noch nicht ganz die Dimension ihrer Mutter Almut erreicht hat, hat sie doch das Format, die Hauptfigur zu einem sehr unterhaltsamen und lebendigen Roman abzugeben. Der 2. Band hat gegenüber dem Anfangsband auch an Substanz gewonnen, da der Leser die Hauptfiguren nun kennt und sich den schon etwas skurrileren Nebenfiguren besser widmen kann. Auch Alyss und selbst Marian sind schon mutiger und bringen es deshalb zu interessanteren Abenteuern, so dass dieser Roman es schon auf gute 5 Sterne bringt. Ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer mit Alyss und ihren Freunden. Unbedingt empfehlenswert (außer für ausgeprägte Krimifreunde)!
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Tut mir Leid, aber ich fand das Buch ausgesprochen langweilig! Schon der Vorgänger "Gebiete sanfte Herrin mir" reichte m.E. auf gar keinen Fall an die Bücher um Begine Almut heran. Es passierte so gar nichts Spannendes, endlose Dialoge, Haushalts-Geplenkel etc. Der permanente Wortwitz-Schreibstil (und m.E. gar nicht so witzig wie beabsichtigt...) hatte mir schon beim ersten Buch nicht gefallen, dieses Mal ging mir auch wieder das "Bruderlieb"/"Schwesterlieb" "Liebelein" hin und her auf die Nerven. Und dann bleibt zu guter Letzt auch noch vieles offen, was man sich wohl für die Fortsetzung aufgespart hat! Ich fand die Story wirklich unbefriedigend, vor allem das offene Ende.
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am 27. August 2010
Nach dem ich meine halbe Familie mit dem Beginen- Virus infiziert habe, kam die allgemeine Ernüchterung nach dem 1. Teil der Alyss- Reihe: Diese Alyss war mir einfach nicht ganz grün...
Jetzt, nach " Nehmt Herrin diesen Kranz" musste ich dieses Urteil noch einmal überdenken und - siehe an!- zu dem Ergebnis kommen, dass wir langsam warm werden. Alyss tritt ja auch ein schweres Erbe an.
Ich freue mich auf den nächsten Band...
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am 31. August 2010
Diese Fortsetzung des Romans Gebiete sanfte Herrin mir" hat mir sehr gut gefallen.
Frau Schacht knüpft hier geschickt an die Handlung im ersten Teil an. Im Hause van Doorne hängt nach wie vor der Haussegen schief und die Fragen um Roberts Tod sind auch noch nicht befriedigend beantwortet, auch wenn der Mörder im Kerker schmort.
Um es vorweg zu nehmen, auch am Ende dieses Buches bleiben wieder einige Fragen unbeantwortet, aber damit habe ich schon gerechnet, schließlich sollen hier ja noch weitere Bücher folgen.
Als Leser ist man wieder schnell mit den Personen in Alyss Haushalt vertraut und kann recht schnell in die Handlung eintauchen.
Auch wenn einige bekannte Personen aus der Almut Serie hier immer wieder auftauchen, so merkt man doch an Marian, John, Merten, Catrin, Gislindis, Lore u.s.w. das viele neue Protagonisten hier in einer ganz anderen Liga spielen. Ich hatte beim lesen schon den Eindruck, dass die Protagonisten aus der Almut Serie immer mehr in den Hintergrund treten und die Bühne frei machen für diese neue Generation.
Natürlich genieße ich die kurzen Auftritte von Ivo und Almut, aber noch mehr genieße ich die Auftritte der neuen Generation, wo ein jeder nach seinem Platz im Leben sucht. Darin liegt für mich die eigentliche Spannung in dieser neuen Serie und natürlich auch in dem Krimi-Anteil.
Frau Schacht hat ein einmaliges Talent mit viel Humor und Gefühl die Sorgen im Haus van Doorne zu beschreiben, besonders den Ärger mit diesem kleinen Satansbraten Kilian hat sie sehr schön beschrieben. Man war beim lesen immer wieder zwischen lachen und weinen hin und her gerissen.
Die Charaktereigenschaften der neuen Protagonisten, wie zum Beispiel der Magister Jakob oder Lore, hat die Autorin sehr einfühlsam und lebendig beschrieben. Es macht einfach Spaß diese Figuren im Buch zu begleiten und man verabschiedet sich am Ende von ihnen, wie von guten Freunden.

Für mich war dieses Buch eine wirklich gelungene Fortsetzung und ich habe beim lesen festgestellt, dass ich der Almut Serie gar nicht mehr so sehr nachtrauer. Im Gegenteil, ich fiebere jetzt schon dem nächsten Buch dieser Serie entgegen. Das weitere Schicksal von Alyss, Marian, John, Leocadi, Gislindis und Lore interessiert mich nun doch brennend.

Darum bekommt dieses Buch auch 5 Sterne von mir
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am 14. Juli 2010
Köln im Herbst des Jahres 1402: Eisige Zeiten im Hause van Doorne. Das Eheglück von Alyss und Arndt erfährt einen erneuten Tiefpunkt, als er ihren geliebten Weingarten verkauft, um seine Schulden bei Alyss begleichen zu können. Es wundert nicht, dass Alyss erleichtert ist, als Arndt erneut zu einer längeren Geschäftsreise aufbricht. Zum Traurigsein bleibt bei dem stets quirligen Hauswesen allerdings ohnehin kaum Raum. Das Verschwinden Yskalts aus dem Gefängnis, der einst ihren Schwager Robert ermordete, ist nur der Anfang von vielen Kümmernissen, die Alyss in diesem Buch zu erdulden hat. Verliebte Jungfern, biestige Intrigantinnen, stolze Ritter, ein junger von ihr in Obhut genommener (B)Engel, der zeitgleich mit ihrer Brautkrone zu verschwinden scheint - für Schwermut bleibt da keine Zeit. Almut und Ivo vom Spiegel, ihr Bruder Marian und die handlesende Siglindis sind ebenfalls wieder mit an Bord, in mehr oder weniger tragenden Rollen. Und auch Master John ist punktgenau wieder zur Stelle, um Alyss selbstlos in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen.

Der zweite Band der Reihe um die Tochter der Begine Almut braucht sehr lange bis er Fahrt aufnimmt, die Geschichte eine Struktur zeigt. Und selbst dann bleibt sie ein wenig lieblos runtererzählt, es werden Fakten aneinander gereiht, Ereignis an Ereignis geknüpft, ohne dass dabei wirklich Spannung aufkommt oder die Geschichte einen wirklich in Bann zieht.

War es bei früheren Büchern eine Stärke von Andrea Schacht, die Personen und Orte der Handlung so lebendig zu beschreiben, dass man glaubte die Atmosphäre der Zeit fast fühlen zu können, so bleiben die Figuren hier seltsam konturlos. Ich habe gestaunt, als über Alyss langes schwarzes Haar referiert wurde. Bis zu dem Moment hatte sie für mich weder ein Gesicht, noch irgendwelche sonstigen äußerlichen Attribute, die ich hätte benennen können. Über weite Phasen könnte diese Geschichte in fast jeder Zeit spielen, denn das historische Flair kommt einfach nicht rüber.

Erst auf den letzten 60 Seiten nimmt das Buch nochmals Fahrt auf. Gerade genug, damit man sich für die Fortsetzung interessieren mag. Das ist mir aber zu wenig, um das Gesamtwerk als gutes Buch zu bezeichnen. Zumal die handelnden Personen und ihre zarten Bande so deutlich angelegt sind, dass man sich deren künftiges (Liebes-) Leben durchaus an einer Hand abzählen kann.

Ich bin enttäuscht. Und ich frage mich, warum hier ein einstmals so renommierter Name so lange mit schwachen Büchern verlegt wird, bis der Ruf einst ruiniert sein wird. Quantität ist nicht gleich Qualität, und ich bitte die Autorin von Herzen, dass sie eine schöpferische Pause einlegt und uns dann wieder mit guten und atmosphärisch dicht gewobenen Büchern erfreut, statt in Massenfabrikation derart lauwarme Geschichten zu Papier zu bringen.
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