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Neger, Neger, Schornsteinfeger!: Meine Kindheit in Deutschland
 
 
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Neger, Neger, Schornsteinfeger!: Meine Kindheit in Deutschland [Gebundene Ausgabe]

Hans J. Massaquoi , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 413 Seiten
  • Verlag: Scherz Verlag, Frankfurt; Auflage: Sonderausgabe. (14. September 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3502194556
  • ISBN-13: 978-3502194552
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 398.275 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans J. Massaquoi
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Hans Jürgen heißen und in Hamburg wohnen: nichts besonderes. Aber Massaquoi heißen, schwarz sein und in Nazideutschland leben: Ja, ging denn das überhaupt? Das Buch erzählt davon.

Als Hans Jürgen klein ist, lebt er beim Großvater in einer Villa mit Personal. Opa ist vornehm und sehr geachtet, Konsul des Staates Liberia. Der kleine Hans Jürgen sieht Schwarze als Herren, Weiße eher als Bedienstete. Eines Tages ist er mit seiner Hamburger Mutter plötzlich allein: Neger, Neger Schornsteinfeger rufen ihm die Kinder hinterher. Nicht lange, denn schnell ist er integriert. Ein kleiner Barmbecker Arbeiterjunge -- nicht mal elektrisches Licht gibt es zu Hause -- mit dunkler Haut und krausem Haar.

Bei der Hitlerjugend hätte er gern mitgemacht, wäre gern auf die Oberschule gegangen, gern Deutscher Meister im Boxen geworden, ja zur Not sogar freiwillig Soldat! Alles das aber gab es nur für Arier. Allerdings, er überlebt: Die Nazis sind mit der Verfolgung der Juden beschäftigt. Was mit Massaquoi geschehen wäre, wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte, der Rassen-Wahnsinn weitergegangen wäre, kann man sich ausmalen.

Wer Ralph Giordanos Die Bertinis gelesen oder als Fernsehfilm gesehen hat, wird hier auch einen Seitenstrang zur dort erzählten Geschichte wiederfinden: Ralph und Hans Jürgen, Jude der eine, schwarz der andere, begegnen sich sogar im Hamburg der Bombenangriffe. Sie sind bis heute miteinander befreundet.

Nach dem Krieg bleibt Massaquois Leben abenteuerlich und endet als amerikanische Erfolgsstory: Nacheinander gelingen ihm der Sprung in die USA, ein Studium und eine Karriere beim Magazin Ebony.

Dicke Leseempfehlung, spannendes Buch, gut übersetzt: Vor dem Verschenken unbedingt selber lesen! --Michael Winteroll -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Audiobook-Rezensionen

Dass es im Nazi-Deutschland wenig Schwarze gab, kann man sich vorstellen. Schon allein deshalb ist die außergewöhnliche Autobiografie von Hans J. Massaquoi, eines schwarzen Deutschen bemerkenswert. Und in Zeiten von ansteigenden neonazistischen Aktivitäten ist diese Kindheitsgeschichte mit Sicherheit ein wichtiges Dokument.

Als kleiner Junge wollte er unbedingt ebenso wie seine Schulkameraden zur Hitlerjugend. Im Teenageralter dann wollte er, wieder nur um nicht ausgegrenzt zu sein, zur Wehrmacht. Beides wurde ihm verwehrt. Der Sohn einer deutschen Krankenschwester und eines liberianischen Vaters kam 1926 zur Welt. Hans-Jürgen lebte mit seiner Mutter in der großbürgerlichen Familie seines Großvaters, des liberianischen Generalkonsuls in Hamburg. Kurz vor Hitlers Machtergreifung blieb er allein mit seiner Mutter in Deutschland zurück - und musste von nun an unter den schlimmsten Diskriminierungen leiden: Er wird vom Spielplatz gejagt, in der Schule ausgegrenzt, zurückgesetzt. Seine braune Haut bewahrte ihn allerdings auch vor dem Kriegsdienst.

Hans J. Massaquoi ging drei Jahre nach Kriegsende nach Liberia und 1950 in die USA. Er studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Bei "Ebony", der bedeutendsten afro-amerikanischen Zeitschrift der USA arbeitete er und wurde später dort Chefredakteur.

Christoph Lindert, bekannter Bühnen- und Filmschauspieler, der sich auch durch zahlreiche Hörbuch-Lesungen einen Namen gemacht hat, liest diese außergewöhnliche Geschichte. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen lässt er die ungeheuerlichen Erfahrungen und Erlebnisse eines Jungen mit brauner Haut lebendig werden. Eines Jungen, der es schaffte, in Hamburg in den Jahren zwischen 1925 bis 1948 zu überleben. Lesung, Spieldauer: ca. 392 Minuten, 6 CD. Auch als MC erhältlich.

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nicht nur für Barmbeker 16. Oktober 2003
Format:Taschenbuch
Ein Buch, das in vielerlei Hinsicht unter die - in meinem Falle weiße - Haut geht. Einen besonderen Bezug habe ich zu diesem Buch, weil ich selbst in Hamburg-Barmbek aufwuchs, wenn auch ca. 4 Jahrzehnte nach Massaquoi. Es ist schon merkwürdig, welches Gefühl da hochkommt, während man über den Bombenhagel auf die bekannte Nachbarschaft liest. Plötzlich ist das Grauen sehr nah.
Mut machend ist es, weil Massaquoi das beste Beispiel dafür ist, dass man es trotz allergrößter, fast unvorstellbarer Widrigkeiten schaffen kann etwas besonderes aus seinem Leben zu machen und Erfolg und Glück zu erlangen.
Wunderbar geschrieben, lebhafte Bilder im Kopf, mitleiden, mitzittern, mitlachen - "Abenteuer" bestehen. Und eine Mahnung ohne erhobenen Zeigefinger - nie wieder Krieg (und doch findet ständig irgendwo auf der Welt einer statt), nie wieder Rassenhass (oder besser; nicht schon wieder? Nicht immer noch?). Ein Buch, eben nicht nur für Barmbeker. Danke Hans J. Massaqoui !
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich habe mir das Buch aufgrund der Empfehlung eines Bekannten gekauft und habe es selbst nach dem Lesen vielen Freunden weiterempfohlen, die alle ebenfalls begeistert waren. Hans-Jürgen Massaquoi hat ein einzigartiges Dokument aus der Zeit des Dritten Reiches geschaffen indem er seine Kindheit und Jugend unter Hitlers Regime aus einer nie dagewesenen Perspektive erzählt. Da seine Erzählungen nicht rein geschichtlich gehalten sind und er auch viele lustige Anekdoten anbringt wird alles sehr viel greifbarer als es bei anderen Werken der Fall ist. Angereichert mit einigen Fotos wird der Leser schnell vertraut mit den "Figuren" und beim Zuklappen des Buches tat es mir fast ein wenig leid, mit diesen "Freunden" abschließen zu müssen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem ich den Film gesehen habe, waren meine Erwartungen an dieses Buch sehr hoch. Ich wurde nicht enttäuscht.

Ausgesprochen spannend und mitreißend schildert Massaquoi in seiner Autobiographie seine Kindheit in Nazi-Deutschland und später sein Leben in Liberia und den USA. Dabei wirkt er nicht überheblich, wie es bei anderen Autobiographien oft der Fall ist. Im Gegenteil: es ist erstaunlich, wie dieser Mann es immer wieder geschafft hat, das Schicksal positiv für sich zu nutzen, um sich seinen Traum von einem Leben in Amerika zu erfüllen.

Mein Fazit: Neger, Neger, Schornsteinfeger ist eins von den Büchern, die man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Eine der beeindruckendsten und besten Biographien, die ich bislang gelesen habe.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Ein Buch das begeistert
Ich habe dieses Buch gebraucht gekauft und bin bestens damit zufrieden. Es sieht aus wie neu.
Da ich den Film schon gesehen habe freue ich mich das Buch zu lesen.
Vor 1 Monat von Darcitylife veröffentlicht
Ein Juwel, Danke Hans-Jürgen !!!
Dieses Werk ist nicht nur brilliant im Stil beschrieben aus einer klassischen Ich-Erzähler-Perspektive heraus, sondern besticht auch durch seine Authenzität.
Vor 4 Monaten von Robert Schneider veröffentlicht
Ein lesenswertes Buch - sehr empfehlenswert
Dieses Buch habe ich zufällig gefunden, das Thema fand ich sofort sehr interessant, da es sich um eine ungewöhnliche Auto-Biographie handelt aus einer ganz speziellen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Doremila veröffentlicht
Schwacher Stil, seichter Inhalt
Dieses Buch ist eine reine Enttäuschung. Einer unter zahllosen Versuchen, aus den Schlagworten "Drittes Reich" und "Nationalsozialismus" Geld zu schinden. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Manuel veröffentlicht
spannende Lektüre über Geschichte
Die Autobiographie von Massaquoi liest sich so spannend wie ein Krimi. Selbst wenn der Autor nicht die allerschlimmsten Greuel der Nazizeit am eigenen Leibe erleben musste, war... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Gunnar Larsson veröffentlicht
Das Buch legt man so schnell nicht mehr aus der Hand.
Ich bekam Lust auf das Buch, nachdem meine Mutter mich drauf aufmerksam gemacht hat, durch die Veröffentlichung im Hamburger Abendblatt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2010 von Ann-Kristin Willers
Relativ leichte Lektüre trotz ernstem Thema
Zur Handlung:
Dass es im Nazi-Deutschland wenig Schwarze gab, kann man sich vorstellen. Schon allein deshalb ist die außergewöhnliche Autobiografie von Hans J. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. September 2008 von Heike Moshe
CD hörenswert
so ab und zu hat man ein Buch das von Anfang an einen so fesselt, dass man es nicht mehr weglegen kann.

Ich habe es als Hörbuch gehört. Stimme von Ch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Februar 2007 von E. Schneider
Kann keine Liaison zur Geschichte aufbauen
Der Grund warum ich das Buch gelesen habe ist der Gedanke: "Dieses Thema gibt viel her." Juden in Nazideutschland das ist ja nun schon in allen Facetten durchgekaut worden. Lesen Sie weiter...
Am 22. März 2006 veröffentlicht
Wertfrei
Ich finde es unglaublich, wie man sein Leben unter diesen Umständen meistern kann und bemerkenswert, das man, ohne in Selbstmitleid und Trauer zu verfallen, zurückschauen... Lesen Sie weiter...
Am 18. März 2006 veröffentlicht
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