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Neger, Neger, Schornsteinfeger! Meine Kindheit in Deutschland.
 
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Neger, Neger, Schornsteinfeger! Meine Kindheit in Deutschland. (Taschenbuch)

von Hans J. Massaquoi (Autor), Ulrike Wasel (Autor), Klaus Timmermann (Autor)
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur (1. April 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426618540
  • ISBN-13: 978-3426618547
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (54 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 138.261 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Hans Jürgen heißen und in Hamburg wohnen: nichts besonderes. Aber Massaquoi heißen, schwarz sein und in Nazideutschland leben: Ja, ging denn das überhaupt? Das Buch erzählt davon.

Als Hans Jürgen klein ist, lebt er beim Großvater in einer Villa mit Personal. Opa ist vornehm und sehr geachtet, Konsul des Staates Liberia. Der kleine Hans Jürgen sieht Schwarze als Herren, Weiße eher als Bedienstete. Eines Tages ist er mit seiner Hamburger Mutter plötzlich allein: Neger, Neger Schornsteinfeger rufen ihm die Kinder hinterher. Nicht lange, denn schnell ist er integriert. Ein kleiner Barmbecker Arbeiterjunge -- nicht mal elektrisches Licht gibt es zu Hause -- mit dunkler Haut und krausem Haar.

Bei der Hitlerjugend hätte er gern mitgemacht, wäre gern auf die Oberschule gegangen, gern Deutscher Meister im Boxen geworden, ja zur Not sogar freiwillig Soldat! Alles das aber gab es nur für Arier. Allerdings, er überlebt: Die Nazis sind mit der Verfolgung der Juden beschäftigt. Was mit Massaquoi geschehen wäre, wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte, der Rassen-Wahnsinn weitergegangen wäre, kann man sich ausmalen.

Wer Ralph Giordanos Die Bertinis gelesen oder als Fernsehfilm gesehen hat, wird hier auch einen Seitenstrang zur dort erzählten Geschichte wiederfinden: Ralph und Hans Jürgen, Jude der eine, schwarz der andere, begegnen sich sogar im Hamburg der Bombenangriffe. Sie sind bis heute miteinander befreundet.

Nach dem Krieg bleibt Massaquois Leben abenteuerlich und endet als amerikanische Erfolgsstory: Nacheinander gelingen ihm der Sprung in die USA, ein Studium und eine Karriere beim Magazin Ebony.

Dicke Leseempfehlung, spannendes Buch, gut übersetzt: Vor dem Verschenken unbedingt selber lesen! --Michael Winteroll -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Audiobook-Rezensionen

Dass es im Nazi-Deutschland wenig Schwarze gab, kann man sich vorstellen. Schon allein deshalb ist die außergewöhnliche Autobiografie von Hans J. Massaquoi, eines schwarzen Deutschen bemerkenswert. Und in Zeiten von ansteigenden neonazistischen Aktivitäten ist diese Kindheitsgeschichte mit Sicherheit ein wichtiges Dokument.

Als kleiner Junge wollte er unbedingt ebenso wie seine Schulkameraden zur Hitlerjugend. Im Teenageralter dann wollte er, wieder nur um nicht ausgegrenzt zu sein, zur Wehrmacht. Beides wurde ihm verwehrt. Der Sohn einer deutschen Krankenschwester und eines liberianischen Vaters kam 1926 zur Welt. Hans-Jürgen lebte mit seiner Mutter in der großbürgerlichen Familie seines Großvaters, des liberianischen Generalkonsuls in Hamburg. Kurz vor Hitlers Machtergreifung blieb er allein mit seiner Mutter in Deutschland zurück - und musste von nun an unter den schlimmsten Diskriminierungen leiden: Er wird vom Spielplatz gejagt, in der Schule ausgegrenzt, zurückgesetzt. Seine braune Haut bewahrte ihn allerdings auch vor dem Kriegsdienst.

Hans J. Massaquoi ging drei Jahre nach Kriegsende nach Liberia und 1950 in die USA. Er studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Bei "Ebony", der bedeutendsten afro-amerikanischen Zeitschrift der USA arbeitete er und wurde später dort Chefredakteur.

Christoph Lindert, bekannter Bühnen- und Filmschauspieler, der sich auch durch zahlreiche Hörbuch-Lesungen einen Namen gemacht hat, liest diese außergewöhnliche Geschichte. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen lässt er die ungeheuerlichen Erfahrungen und Erlebnisse eines Jungen mit brauner Haut lebendig werden. Eines Jungen, der es schaffte, in Hamburg in den Jahren zwischen 1925 bis 1948 zu überleben. Lesung, Spieldauer: ca. 392 Minuten, 6 CD. Auch als MC erhältlich.

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr greifbar und ergreifend erzählt, 20. März 2004
Ich habe mir das Buch aufgrund der Empfehlung eines Bekannten gekauft und habe es selbst nach dem Lesen vielen Freunden weiterempfohlen, die alle ebenfalls begeistert waren. Hans-Jürgen Massaquoi hat ein einzigartiges Dokument aus der Zeit des Dritten Reiches geschaffen indem er seine Kindheit und Jugend unter Hitlers Regime aus einer nie dagewesenen Perspektive erzählt. Da seine Erzählungen nicht rein geschichtlich gehalten sind und er auch viele lustige Anekdoten anbringt wird alles sehr viel greifbarer als es bei anderen Werken der Fall ist. Angereichert mit einigen Fotos wird der Leser schnell vertraut mit den "Figuren" und beim Zuklappen des Buches tat es mir fast ein wenig leid, mit diesen "Freunden" abschließen zu müssen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Barmbeker, 16. Oktober 2003
Von Eva Hildebrandt "evita_h" (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ein Buch, das in vielerlei Hinsicht unter die - in meinem Falle weiße - Haut geht. Einen besonderen Bezug habe ich zu diesem Buch, weil ich selbst in Hamburg-Barmbek aufwuchs, wenn auch ca. 4 Jahrzehnte nach Massaquoi. Es ist schon merkwürdig, welches Gefühl da hochkommt, während man über den Bombenhagel auf die bekannte Nachbarschaft liest. Plötzlich ist das Grauen sehr nah.
Mut machend ist es, weil Massaquoi das beste Beispiel dafür ist, dass man es trotz allergrößter, fast unvorstellbarer Widrigkeiten schaffen kann etwas besonderes aus seinem Leben zu machen und Erfolg und Glück zu erlangen.
Wunderbar geschrieben, lebhafte Bilder im Kopf, mitleiden, mitzittern, mitlachen - "Abenteuer" bestehen. Und eine Mahnung ohne erhobenen Zeigefinger - nie wieder Krieg (und doch findet ständig irgendwo auf der Welt einer statt), nie wieder Rassenhass (oder besser; nicht schon wieder? Nicht immer noch?). Ein Buch, eben nicht nur für Barmbeker. Danke Hans J. Massaqoui !
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch legt man nicht aus der Hand., 11. September 2001
Von IvonneWenig@web.de (Sonneberg, Thüringen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Die Augen des kleinen schwarzen Jungens sehen den Betrachter eindringlich an. - Augen - der Spiegel der Seele, in diesem Fall auch ein Spiegelbild des Buches. Trauer, Nachdenklichtkeit und das nachhaltige Gefühl eine so himmelschreiende Ungerechtigkeit nicht mehr zuzulassen bleiben dem Leser. -Rassismus- Heute aktueller den je! Lernen wir nicht aus der Vergangenheit? Warum? Was kann ein KIND für seine Hautfarbe,Herkunft, Glauben? Ich weiß es nicht.
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5.0 von 5 Sternen Tolle Biographie
Sehr schön und auch gefühlsbetont geschriebene Autobiographie. Absolut zu empfehlen, auch und gerade jüngeren Menschen.
Vor 4 Monaten von Computerspezi veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Relativ leichte Lektüre trotz ernstem Thema
Zur Handlung:
Dass es im Nazi-Deutschland wenig Schwarze gab, kann man sich vorstellen. Schon allein deshalb ist die außergewöhnliche Autobiografie von Hans J. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Heike Moshe veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Beeindruckend und spannend!
Nachdem ich den Film gesehen habe, waren meine Erwartungen an dieses Buch sehr hoch. Ich wurde nicht enttäuscht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. März 2007 von Floriane v. Deuben

5.0 von 5 Sternen CD hörenswert
so ab und zu hat man ein Buch das von Anfang an einen so fesselt, dass man es nicht mehr weglegen kann.
Ich habe es als Hörbuch gehört. Stimme von Ch. Lindert (u.a. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Februar 2007 von E. Schneider

3.0 von 5 Sternen Kann keine Liaison zur Geschichte aufbauen
Der Grund warum ich das Buch gelesen habe ist der Gedanke: "Dieses Thema gibt viel her." Juden in Nazideutschland das ist ja nun schon in allen Facetten durchgekaut worden. Lesen Sie weiter...
Am 22. März 2006 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Wertfrei
Ich finde es unglaublich, wie man sein Leben unter diesen Umständen meistern kann und bemerkenswert, das man, ohne in Selbstmitleid und Trauer zu verfallen,... Lesen Sie weiter...
Am 18. März 2006 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Leider nicht gut umgesetzt
Ich hatte mir von diesem Buch, ehrlich gesagt, mehr versprochen. Als Schwarzer im Nazi-Deutschland aufzuwachsen, das möchte man sich doch gar nicht vorstellen! Lesen Sie weiter...
Am 22. Juli 2005 veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Superman?
Es ist ganz sicher nicht einfach gewesen,als "schwarzer"Deutscher in dieser Zeit zu leben.Und es ist ehrlich bewundernswert, daß eine (deutsche), weiße Frau zu ihrem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. April 2005 von Karin El Idrissi

5.0 von 5 Sternen Das große "und"
Hervorragende biographische Betrachtungen zu einer "schwarzen" Kindheit im "weißen" Deutschland. Unbedingt empfehlenswert für jeden, der sich schon einmal die Frage gestellt hat,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2005 von Benedikt Koehler

5.0 von 5 Sternen Vorzügliches, so lehrreiches wie kurzweiliges Hörbuch
Nach der Machterlangung begannen die Nationalsozialisten allmählich, aber unaufhaltsam, die in ihr Weltbild nicht hineinpassenden Nichtarier zu diskriminieren und systematisch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Juni 2003 von Dr. Matthias Korner

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