Produktinformation
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In gut drei Stunden erzählt das bewegende Fernsehmelodram die Kindheit und Jugend des Hans Jürgen Massaquoi, basierend auf dessen gleichnamiger Autobiografie. Stellenweise sehr Gefühls betont und betulich inszeniert, weiß der mit Veronica Ferres und Jürgen Tarrach prominent besetzte Zweiteiler aber auch geschickt, den Irrsinn des Dritten Reiches einzufangen. Hans Jürgen setzt alles daran, genauso zu sein wie alle anderen: Er begeistert sich für den Nationalsozialismus und weigert sich lange, der Realität ins Auge zu sehen. Seine ganze Welt bricht zusammen, als ihm der Eintritt ins Jungvolk verwehrt wird. Nichts wünscht er sich sehnlicher, als sein deutsches Vaterland in der Wehrmacht verteidigen zu dürfen. Doch für die Nazis ist er ein Nicht-Arier, den es auszumerzen gilt.
Während der erste Teil sich im Wesentlichen auf die Kindheit Massaquois konzentriert, gelingt es dem zweiten Teil besser, die Spannung und Dramatik der Geschichte, die als eindrucksvolles Zeitdokument überzeugt, umzusetzen. Die Bombennächte im Luftschutzkeller oder der Selbstmord einer jüdischen Familie beschönigen nichts, ohne dabei auf reißerische Effekte zu setzen. Von solchen Augenblicken hätte man sich mehr gewünscht. -- Birgit Schwenger
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