Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Preis-Leistungs-Verhältnis frustriert, aber Geschichte mit Potenzial., 16. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Necroscope, Band 1: Das Erwachen (Taschenbuch)
"Das Erwachen" ist der erste Band von Brian Lumleys erfolgreicher Horror-Serie "Necroscope", die als deutsche Erstveröffentlichung im Festa-Verlag erscheint. Dabei handelt es sich bei dem vorliegenden Band nur um die erste Hälfte des englischen Originalromans "Necroscope". Die Fortsetzung wurde als "Necroscope 2: Vampirblut" veröffentlicht. Prinzipiell ist es nachvollziehbar, dass ein englischer Roman, wenn er im Deutschen zu umfangreich werden würde, zweigeteilt wird. Dies ist jedoch bei "Necroscope" nicht der Fall. Gerade 192 Seiten umfasst der vorliegende Band. Wenn man für den zweiten Teil in etwa denselben Umfang annimmt, so kommt man auf eine Gesamtseitenzahl um die 400 Seiten, was eine vertretbare Größe für einen Einzelroman ist. Bei zwei Büchern, von denen jedes einzelne bei etwa 200 Seiten 10 Euro kostet, stößt diese Praxis aber auf Unverständnis. Daher gibt es ein dickes Minus für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Cover ist sehr atmosphärisch gestaltet. Eine grauenerregende Fratze, eine Mischung aus Schlange und Vampir, starrt den Leser an. Autorenname und Titel sind in dazu passendem Rot gehalten. Leider ist das Buch nur als Taschenbuch verfügbar. Die Geschichte selbst ist spannend geschrieben, auch wenn der Handlungsablauf teilweise sehr vorhersehbar ist. Einzelne Passagen, wie die Dialoge zwischen Dragonasi und dem Wamphyri, sind von überraschender Naivität und Theatralik. Dennoch gelingt es dem Autor, Spannung zu erzeugen, und gerade Harry Keogh, der in sich gekehrte Außenseiter, funktioniert gut als Identifikationsfigur für den Leser. Allgemein lässt sich sagen, dass Lumleys Figuren keine bloßen Archetypen darstellen, sondern einen eigenen Charakter besitzen. Man merkt "Necroscope 1: Das Erwachen" an, dass es sich um ein frühes Werk des vielgerühmten Brian Lumley handelt. Die Erzählung weist große zeitliche Lücken auf, ebenso erscheint der Schreibstil teilweise eher einem Heftroman angemessen, sodass sich der Leser nur sehr vorsichtig auf das Werk einlässt. Dazu trägt auch die Aufteilung der deutschen Fassung in zwei Bücher bei, welche den vorliegenden Band mehr wie einen Prolog zu einem groß angelegten Epos, denn einen Roman erscheinen lässt. Dies macht den relativ hohen Preis von 10 Euro umso ärgerlicher. Dennoch zeigt die Geschichte Potential. Das Konzept des Totenhorchers Harry Keogh ist originell und sorgt trotz seiner Schwächen für ein paar kurzweilige Stunden, was den Rezensenten dazu veranlasst, den Necroscope-Zyklus nicht so schnell aufzugeben. So schafft es der erste Band auf eine durchschnittliche Bewertung, in der Hoffnung, dass das Vertrauen, das der Rezensent schenkt, belohnt wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Grundsolider Horror mit Suchtfaktor, 11. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Necroscope, Band 1: Das Erwachen (Taschenbuch)
Lumleys Romanreihe erfährt mit diesem ersten Band einen spannungsgeladenen Beginn, der jeden empfindlichen Leser schon auf den ersten Seiten darüber nachgrübeln lässt, in den nächsten Tagen vielleicht nur noch leichte Kost zu sich zu nehmen. Der Plot entfaltet sich feuerwerksartig, hagelt auf den Leser mit Schock- und Thrillelementen ein, und erst gegen Ende des ersten Bandes erhält man einen Einblick in Lumleys Kurs. Wohin die Reise geht, ist nach diesem ersten Buch noch nicht zu überblicken. Nichtsdestotrotz muss ich erwähnen, dass die Geschichte im Laufe der Zeit viele Wendungen erfährt und sich sogar völlig neue Storylines ergeben, die mit den anfangs geschilderten Ereignissen wenig bis gar nichts mehr zu tun haben. Einige Rezensenten bemängeln Lumleys inhaltliche Tiefe und vergleichen dessen "Necroscope"-Romane mit billigen Groschenromanen. Ich kann diesem Einwand teilweise zustimmen; das ändert aber nichts daran, dass Lumley diesen Mangel durch seine Erzählgeschwindigkeit wieder wett macht. Die Charaktere sind oberflächlich gehalten, bestechen aber durch ihre Originalität, und auch, wenn Thibor Ferenczys (der Vampir) Ausdrucksweise mitunter seiner Figur nicht gerecht wird, hat mich dies nur am Rande gestört. Vielmehr muss ich die vielen Druckfehler hervorheben, die sich als lästige Störungen durch die gesamte Buchreihe ziehen und den Leser mitunter fragen lassen, ob der Text überhaupt einem anständigen Korrektorat unterzogen wurde. Für einen Preis von 10,00 ¤ pro fingerdickem Taschenbuch kann man diese Leistung ja wohl erwarten. Der Verlag war da wohl anderer Meinung. Noch einmal zurück zum Inhalt. Lumleys Horrorreihe um den Totenhorcher Harry Keogh bringt frischen Wind in das mittlerweile ziemliche verstaubte und durch Kitsch überladene Vampirgenre. Kerzenromantik, dem Vampir als Gentleman oder Rockstar sucht man hier vergebens. Stattdessen wird der Leser mit einer völlig neuen Gattung "Vampir" konfrontiert, deren inneliegenden Geheimnisse sich erst im Laufe der Handlung entfaltet und immer wieder für grausige Überraschungen sorgt. Zu guter Letzt ist noch zu sagen, dass mir persönlich der Protagonist Keogh nicht besonders nahegegangen ist. Zu unpersönlich, zu unnahbar, zu perfekt mutet der junge Harry an, zu unüberlegt, zu einfältig und zu eindimensional kommt er später daher. Seltsam, dass die Geschichte mich noch immer fesselt, aber das liegt wohl an den vielen Nebencharakteren und den wirklich widerlichen Antagonisten dieser ungewöhnlichen Blutsauger-Serie. Fazit: vier von fünf Sternen aufgrund (mitunter) oberflächlicher Charaktergestaltung, unnötigen Schreib- und Satzfehlern und schlechtem Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch wunderbar inszeniertem Horror mit absolutem Suchtfaktor. Ein Ausnahmeroman, und dennoch jedem Genreliebhaber dringend zu empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine Offenbarung für jeden Horrorfan!, 14. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Necroscope, Band 1: Das Erwachen (Taschenbuch)
Review zum Buch NECROSCOPE: DAS ERWACHEN von Brian Lumley Der Autor Brian Lumley beschreibt in seinem Buch „Necroscope: Das Erwachen" das ungewöhnliche Leben vom Totenhorcher (zu Englisch Necroscope) Harry Keogh und vom Necromanten (Leichenseher) Boris Dragosani. In seiner Geschichte macht der Autor des Öfteren große Zeitsprünge, um dem/der Leser/in den Lebensweg seiner beiden Protagonisten sehr spannend und genau zu schildern. Eigentlich spielt die Geschichte in der Gegenwart und der Geist einer bis dato unbekannten Person, erzählt die Abenteuer von Keogh und Dragosani dem Gründer eines geheimen amerikanischen Dezernats. Gut dabei ist, dass Lumley durch die Person des Geistes den Lesern preisgibt, dass der Erzählstil des Buches des Öfteren Jahrzehnte große Zeitsprünge aufweist, um so niemanden zu verwirren. Der Autor stellt den Lesern seine beiden Hauptpersonen in „Das Erwachen", dem ersten Buch der ausgeprägten „Necroscope-Saga", vor. Während Boris Dragosani den ganzen Verlauf des Buches ein erwachsener Mann ist und versucht die Wurzeln seiner Herkunft zu ergründen, wird die Kindheitsgeschichte von Harry Keogh besonders detailliert erzählt. Lumley wechselt in jedem Kapitel seiner Geschichte zwischen den Protagonisten. Das geschieht meistens an den spannendsten Stellen, sodass man unterbewusst das Lesen beschleunigt, um so schnell wie möglich zu wissen, was weiter geschieht. Doch Vorsicht ist geboten! Dieses Buch gehört keinesfalls in Kinderhände! Der Autor benutzt einen sehr detailreichen Schreibstil, und das besonders bei Szenen mit höchst gewalttätigen oder pornografischen Inhalt. Lumley lässt das Schreiben nicht! Die „Necroscope-Reihe" umfasst im Moment 16 Bände, wobei „Das Erwachen" der Erste und somit der Einsteigerband in Brian Lumley's Vampirsaga ist. Bei einem Preis von zirka ¤ 10,- pro Buch, muss man schon gut bei Kasse sein, um die Abenteuer von Harry Keogh und Boris Dragosani weiter zu verfolgen. Doch wenn man die erste Geschichte zu Ende gelesen hat, giert es einem danach zu wissen wie es wohl weitergeht. Es ist blanke Ironie, dass etwas am Höhenpunkt der Spannung zu Ende sein muss J! Testnoten: Spannung: 5 von 5 Punkten Suchtfaktor: 4 von 5 Punkten Umfang: 3 von 5 Punkten Schreibstil: 4 von 5 Punkten Übersetzung: 5 von 5 Punkten Schlussnote: 4,5 Punkte Fazit: Wenn man das erste Kapitel von „Das Erwachen" gelesen hat, kann man das Buch fast gar nicht mehr aus der Hand legen. Brain Lumley weiß es, seine Leser förmlich zu fesseln. Leider ist die Geschichte viel zu schnell zu Ende und man will unbedingt wissen wie sie weitergeht. So kommt man gar nicht drum herum den nächsten Teil der „Necroscope-Saga" zu kaufen. Dieses Buch ist eine Offenbarung für jeden Fan des Horrors und des Übernatürlichen und ist für Einsteiger in diese Genres perfekt. Michael Hantich
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|