Man kann sich immer wieder an den Storys von Woody Allen ergötzen, auch wenn sie mittlerweile gut zwanzig Jahre auf dem Buckel haben. „Nebenwirkungen" war seinerzeit der dritte Band von Allen-Storys, der in deutscher Sprache auf den Markt kam. Er enthält unter anderem den kruden Text „Die UFO-Gefahr", mit welchem dem Berg an Schilderungen von Begegnungen mit Außerirdischen einige außergewöhnliche hinzugefügt werden. Daß Wahnsinn nur ein relativer Zustand ist, wird beim Lesen der Geschichte „Der Verrückte" deutlich. Abiturienten sollten sich Allens „Ansprache an die Schulabgänger" zu Gemüte führen. Den Vogel schießt aber „Die Frage" ab, ein „Einakter", in dem ein Mann mitten in der Wirren des amerikanischen Bürgerkriegs Präsident Abraham Lincoln die Frage stellt, wie lang die Beine eines Menschen sein sollten. Das war zwar nur eine Frage, die aus Verlegenheit gestellt wurde, mehr ein Stammeln vor lauter Aufregung, doch scheint die Frage den Präsidenten ziemlich zu beschäftigen. Die „Nebenwirkungen" von Woody Allen enthalten einige Stellen, die zum Brüllen komisch sind. Insgesamt kommen die Texte aber nicht ganz an die früheren Allen-Storys heran. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)