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Piper-Fantasy und ivi Shop
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Der Altgermanistik-Student Till Küster ist wirklich ein Pechvogel. Sechs Jahre hat er in sein Studium investiert, seinen Eltern auf der Tasche gelegen, und jetzt wirft ihn sein Professor samt seiner Magisterarbeit über Oswald von Wolkenstein aus dem Büro. Dabei fühlt sich Till dem mittelalterlichen Ritter und Dichter ausgesprochen seelenverwandt. Doch ach, der starrköpfige Professor sieht das anders.
Voller trüber Gedanken macht sich Till auf zum Samhaim-Fest, in der Hoffnung, seine schlechte Laune in diversen Krügen Met zu ertränken. Beschließen möchten er und seine Freunde den Abend mit einem altehrwürdigen Ritual: mit einer Geisterbeschwörung. Als die angerufenen Fabelwesen dann tatsächlich auftauchen, ist buchstäblich der Teufel los. Und Till hat plötzlich ganz andere Sorgen als eine missratene Magisterarbeit.
"Nebenan", das ist unsere Welt, aus der Sicht der "Dunklen" betrachtet. Diese "Dunklen" -- das sind Graf Cagliostro, der Erlkönig und ein geistig etwas minderbemittelter Werwolf. Sie wollen unsere Welt zurückerobern, aus der sie, zusammen mit der ganzen höllischen Heerschar, in alter Zeit von den Zwergen verjagt worden waren.
Bernhard Hennen, der im Bücherherbst 2002 mit seinem Roman Die Wahrträumer Furore gemacht hat, erzählt hier mit viel Sprachwitz und Liebe zum Detail ein etwas anderes Fantasy-Märchen. Till beispielsweise wird von einer bezaubernden Dryade unterstützt, die sich in ihn verliebt hat, und von Heinzelmännchen, die alles andere als altmodisch sind: Sie können mit Computern und Handys umgehen, und wenn es darum geht, die Welt zu retten, sind sie um einiges ausgefuchster als ihre menschlichen Verbündeten. Gerade das macht Nebenan zu einem ausgesprochen vergnüglichen Leseerlebnis -- einer der ganz wenigen deutschsprachigen Fantasy-Romane, die sich vor der angloamerikanischen Konkurrenz nicht zu verstecken brauchen! --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Also, der langen Rede kurzer Sinn: wer noch keine Weihnachtsgeschenke für Mama, Papa, Schwester, kranken Nachbarn Heinz und den Wellensittich der Oma weiß, sollte jedem sein eigenes Exemplar von "Nebenan" schenken - und wer es selber noch nicht hat: in die Ecke stellen, schämen und 15 sec. später zum Buchhändler hetzen!!
ps.: den Met nicht vergessen...
pps.: falls Herr Hennen hier vorbeischauen sollte - weiter so!!
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