Nach der Lektüre von Petra Oelkers "Nebelmond" war ich von der Beschreibung der Location, in der die Autorin ihre Krimihandlung ansiedelt, derart begeistert, daß ich kurzerhand meine mittelhessische Provinz verließ und nach Hamburg fuhr, um mir selber vor Ort ein Bild zu machen. Folgender Eintrag in mein Tagebuch mag vielleicht etwas von dem wiedergeben, was mich dann mitten in Hamburg erwartete: "Heute habe ich mich auf den Spuren von Petra Oelkers Hamburg-Krimi NEBELMOND nach Uhlenhorst bzw. Winterhude an den Goldbekkanal begeben. Am Goldbekufer - zwischen Moorfurthbrücke und Barmbeker Straße - lauerte das schiere Grauen: Leichen pflasterten meinen Weg entlang der kleinen Bootswerften, Kübis Kanuverleih und den Schrebergärten des Kleingartenvereins Goldbek. Nebel waberten, Käuzchen kreischten und die Angst kroch mir den Nacken hoch und legte sich wie eine kalte Pranke um meinen Hals... Kurzum: Es war die Hölle!" Okay, ich gebe ja zu, daß man das jetzt nicht allzu ernst nehmen darf. Umso ernster ist es mir aber mit der Feststellung, daß Petra Oelkers "Nebelmond" zu meinen absoluten Lieblingskrimis gehört. Auch wenn es eher ein Jugendbuch ist, so ist es aber auch für Erwachsene spannend zu lesen. Und das Beste daran ist - wie bereits erwähnt - die tolle Location.