Kein Jahr vergeht, in der nicht irgendeine Geschichte über den Yeti, den Sasquatch oder ein anderes intelligentes und menschenähnliches Lebewesen in den Zeitungen der Welt landet. Reinhold Messner erklärt uns jetzt „sein" Yeti sei ein pfeifender Bär, und so werden wir sicher auch in den nächsten Jahren noch mit weiteren Thesen und Erklärungsversuchen konfrontiert werden. Auch John Darnton versucht sich an einer möglichen Erklärung für die hunderten von Geschichten, die auf unserem Planeten kursieren und die alle von solchen Kreaturen berichten. Und so phantastisch sein Ansatz auch klingen mag, er ist keineswegs nur Darntons Einbildungskraft zu verdanken. So scheint er möglicherweise sogar die realistischste Erklärung in sich zu tragen, die bisher diskutiert wurde. Könnte es denn nicht sein, daß einige dieser Wesen nichts anderes sind als Nachkommen der eigentlich als ausgestorben geltenden Vorfahren von uns Menschen? Ja, Darntons Buch gehört nicht zur Fachliteratur dieses Gebietes, es ist ein Roman. Trotzdem entbehrt es nicht einer fundierten Grundlage. Der Autor hat seine Hausaufgaben gründlich gemacht und ausführlich recherchiert. So schafft er es in ein spannendes Buch viele Fakten und tatsächlich real diskutierte Theorien reinzupacken, ohne daß man sich als Leser dadurch überfordert fühlt. Die Charaktere sind vielleicht etwas zu klischeehaft und oberflächlich, das stört aber sicher nur denjenigen, den die Geschichte eigentlich nicht wirklich interessiert. Eine ideale Sommerlektüre und vielleicht die Grundlage, sich etwas mehr mit dem Thema zu beschäftigen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)