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Das Coming-of-Age Drama vermittelt eindringlich den Leidensweg eines an Neurodermitis erkrankten Jugendlichen. Das Krankheitsbild und der psychisch motivierte Weg zur Genesung steht neben Freundschafts- und Familiengeschichten im Zentrum der Produktion. Teils basiert der Film auf Erfahrungen eines der beiden Regisseure, der in seiner Jugend selbst unter der Krankheit litt. Mit der Platzierung des Dramas zur Zeit der Wiedervereinigung wird auch ein Stück deutscher Zeitgeschichte dokumentiert. "Neandertal" ist kein beschwingter, leichter Film, sondern ein eher düsteres Drama (unter anderem findet sich hier auch eine Splatter-Traumszene), dem es an Tiefgang allerdings nicht fehlt. Fazit: Geht im wahren Sinne des Wortes unter die Haut!
Moviemans Kommentar zur DVD: Bedauerlicherweise prägen deutliche Klötzchenbildungen das Bild in Innenräumen (Wand, 00:04:11). Dabei werden auch Gesichter in Mitleidenschaft gezogen. Die Bewegungsschärfe ist nur befriedigend, denn in Innenräumen zeigen sich Nachzieheffekte. Dennoch kann das Bild durch natürliche, nur leicht graustichige Farbstimmungen überzeugen, die der Realität sehr nahe kommen. Die Kontrastwerte sind in Ordnung und Rauschen fällt weniger auf als Artefakte wie Halokanten oder Treppchen an Körpersilhouetten (Haar, Hemden, 00:03:09). Akustisch klingt die DVD enorm saftig. Sowohl Musik als auch Dialoge besetzen die Front mit Kraft und Ausdauer. Ein Highlight der DVD sind die Extras. Diese bestehen aus einem Interview zwischen Ingo Haeb und Mechthilt Hellermann (21:12 Min.), dem Trailer zum Film, 2:00 Min.), einem Audiokommentar, Deleted Scenes (7:18 Min.) und einem Hinter den Kulissen, das sich dem Thema "Maske" widmet. Da holen die satten Extras das eher durchschnittliche Bild wieder etwas aus dem unteren Wertungsbereich. --movieman.de
VideoMarkt
Der 17-Jährige Guido leidet an schwerer Neurodermitis, mit der er allerdings recht gut zurecht kommt. Er führt ein weitgehend sorgenfreies Leben mit seinen Eltern, hängt bevorzugt mit dem besten Kumpel auf dem Skateboard ab und hat sogar eine ausnehmend hübsche Freundin. Doch dann brückelt das Idyll: Sein Vater hat seit Jahren ein Verhältnis, die Mutter ist Alkoholikerin, der Bruder nimmt Reißaus. Um den Problemen zu entfliehen, lässt sich Guido mit dem lebenslustigen, aber auch unverschämten Herumtreiber Rudi ein.
Video.de
Gut beobachteter, frecher, rockiger Initiationsfilm über einen Neurodermitiker, der auf eigenen Erfahrungen eines der Macher, Ingo Haeb, beruht. Es ist etwas schade, dass der Film mit reichlich Drama in Form von Einzelschicksalen von Familienmitgliedern und mit übertriebener Action in Form einer Pistole etwas überfrachtet wurde. Dabei ist die Performance von Hauptdarsteller Jacob Matschenz beachtlich, der die Facetten seiner Figur mit Können herauskitzelt. Kann man entdeckungsfreudigen Freunden des deutschen Films empfehlen.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Gut beobachteter Initiationsfilm um einen 17-Jährigen, der an schwerer Neurodermitis leidet.
Kurzbeschreibung
Der 17jährige Guido wünscht sich normal zu sein, denn er leidet an Neurodermitis. Kurz vor dem Abitur landet er mit einem schlimmen Schub im Krankenhaus - und beginnt von nun an, sein Umfeld zu hinterfragen. Bald muss er erkennen, dass die vermeintlich heile Fassade seiner Familie eben so rissig ist wie seine Haut. Erst durch die Freundschaft zum Kleingangster Rudi beginnt er, Mut zu schöpfen und sein Leben anzupacken. Guidos Neurodermitis geht zurück. Er ist normal geworden, aber nicht mehr derselbe. Und seine Reise ist noch lange nicht vorbei... Ein kraftvoller Coming-of-Age-Film mit rauen Bildern und einer Geschichte, die buchstäblich unter die Haut geht. Mit dem preisgekrönten Nachwuchsschauspieler Jacob Matschenz (Das Lächeln der Tiefseefische, Die Welle).
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