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Moviemans Kommentar zur DVD: Bedauerlicherweise prägen deutliche Klötzchenbildungen das Bild in Innenräumen (Wand, 00:04:11). Dabei werden auch Gesichter in Mitleidenschaft gezogen. Die Bewegungsschärfe ist nur befriedigend, denn in Innenräumen zeigen sich Nachzieheffekte. Dennoch kann das Bild durch natürliche, nur leicht graustichige Farbstimmungen überzeugen, die der Realität sehr nahe kommen. Die Kontrastwerte sind in Ordnung und Rauschen fällt weniger auf als Artefakte wie Halokanten oder Treppchen an Körpersilhouetten (Haar, Hemden, 00:03:09). Akustisch klingt die DVD enorm saftig. Sowohl Musik als auch Dialoge besetzen die Front mit Kraft und Ausdauer. Ein Highlight der DVD sind die Extras. Diese bestehen aus einem Interview zwischen Ingo Haeb und Mechthilt Hellermann (21:12 Min.), dem Trailer zum Film, 2:00 Min.), einem Audiokommentar, Deleted Scenes (7:18 Min.) und einem Hinter den Kulissen, das sich dem Thema "Maske" widmet. Da holen die satten Extras das eher durchschnittliche Bild wieder etwas aus dem unteren Wertungsbereich. --movieman.de
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Neandertal - Neue Deutsche FIlme - Edition,
Von
Rezension bezieht sich auf: Neandertal (DVD)
InhaltDer 17-jährige Guido wünscht sich normal zu sein, denn er hat Neurodermitis. Kurz vor dem Abitur landet er mit einem schlimmen Schub seines Leidens im Krankenhaus - und muss erkennen, dass die Fassade seiner Familie noch mehr bröckelt als die eigene Haut. Erst durch die Freundschaft mit dem charismatischen Kleingangster Rudi beginnt er, neuen Mut zu schöpfen und sein Leben anzupacken. Guidos Neurodermitis geht zurück. Er ist normal geworden, aber nicht mehr derselbe wie zuvor. Und die Reise ist noch lange nicht vorbei..... Bildbewertung: Unter dem Titel "Neue Deutsche Filme" geht bei dem Label "Renaissance Medien" eine neue Filmreihe mit, wie es der Titel schon recht deutlich sagt, neuen deutschen Filmen an den Start und in die Veröffentlichung. Dabei setzt sich "Renaissance Medien" selbst hohe Ziele, die auf diese neue Reihe sehr neugierig machen und einiges erwarten lassen. Jeden Monat, beginnend im Februar 2009, soll ein neuer Film dieser Reihe, in erstklassiger Aufmachung und mit umfangreichem Bonusmaterial erscheinen. Dabei soll die Auswahl der veröffentlichten Filmtitel höchst abwechslungsreich und von hohem Unterhaltungswert geprägt sein. Das ganze ist in seiner Gestaltung mit einem anspruchsvollen Corporate Design perfekt geeignet, sich die Filme in der Form einer Sammelreihe zuzulegen. Der deutsche Film hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung und Qualität gewonnen, das nicht nur in Deutschland selber, auch international. So ist es eine begrüßenswerte und sehr gute Idee von "Renaissance Medien", jungen Filmemachern die Möglichkeit zu geben, ihre Werke über das Medium DVD, einem großen Publikum zu präsentieren und vorzustellen. Mit der Veröffentlichung des Filmtitels "Neandertal" bringt "Renaissance Medien" einer Gemeinschaftsproduktion von "Rommel Film" und "Zweite Medienfonds German Film Productions" in Koproduktion mit dem "ZDF/Das kleine Fernsehspiel" in Zusammenarbeit mit "arte" und der Unterstützung der "Filmstiftung NRW" sowie der "Medienboard Berlin-Brandenburg" auf den Markt. Als Drehbuchautor und Regisseur wurde für diesen Film Ingo Haeb tätig. In dem zusammen mit Jan-Christoph Glaser entstandenen Film, wird mit viel Einfühlungsvermögen und einer äußerst sensiblen Inszenierung die Geschichte des 17-jährigen Guidos erzählt, der an einer besonders aggressiven Form einer Schuppenflechte (Neurodermitis) leidet. Dabei steht Guidos Erkrankung in diesem Film als eine Art Metapher, ähnlich der Häutung einer Schlange, wenn sie wächst, für den Weg und die Schritte hin zum Erwachsen werden. Der Film charakterisiert die mit dieser Krankheit verbundenen Probleme in ehrlicher und schonungsloser Offenheit. Fühlbar, beklemmend und schon fast greifbar real ist zu spüren, dass der Film autobiografische Züge des Drehbuchautors und Regisseurs Ingo Haeb trägt. Diese eigenen Erlebnisse seiner Jugend ermöglichten es Ingo Haeb einen Film zu schaffen, der mit seinen Geflechten der zwischenmenschlichen Beziehungen, mit allen ihren schönen aber auch betrüblichen und harten Momenten, eines offenbart und zeigt, die Wut des 17-jährigen Guidos, die er spürt auf seinem Weg zum Erwachsenen. Eine Wut über die Verlogenheit der Welt der Erwachsenen. Es ist die gleichzeitige Ablehnung auf der einen, auf der anderen Seite die Faszination, den Schritt zu wagen aus der Schwebe, in der er im Moment steckt, einer Schwebe zwischen seiner Jugend hin in diese ihn zugleich abschreckende, aber im selben Moment anziehende Welt der Erwachsenen. Das gesamte Team der Darsteller überzeugt durch sein überzeugendes Spiel. Neben Jacob Matschenenz ("Die Welle", "1.Mai") in der Rolle des Guidos, ist es auch Andreas Schmidt ("Fleisch ist mein Gemüse", "Jenseits") in der Rolle des Rudis, welcher mit einer Frische und Natürlichkeit spielt, dass der Zuschauer mit Beginn der Geschichte bis zur letzten Filmminute, schon fast wie hypnotisiert, von der Handlung gefangen genommen wird, ohne das auch nur eine Länge im Film auftritt. Ein wahrlich packender Film, mit einer tollen Geschichte in einer gelungenen Inszenierung und mit höchst überzeugenden Darstellern. Das Bild zeigt sich im Bildformat 16:9 (1:1,85) anamorph, während seiner ca. 107 Minuten Laufzeit vom Gesamteindruck her, in einer als gelungen zu bezeichnenden Qualität. Die Farben der Bilder zeigen sich passend gewählt zur Filmstimmung, mit zurückhaltender Intensität, aber passend. Kontrast und Schärfe sind ein wenig schwach in ihren Einstellungen gewählt und bieten so ein Bild, dem es zum Teil ein wenig an Brillanz und Lebendigkeit fehlt. Etwas auffällig, macht sich ein leichtes Bildrauschen, besonders bei helleren und größeren Flächen, bemerkbar.Getreu den eigenen auferlegten hohen Qualitätsansprüchen, bietet auch diese Veröffentlichung in der Reihe "Neue Deutsche Filme" durch "Renaissance Medien", wieder sehr ansprechend gestaltete und übersichtliche DVD-Menüs. Diese sind einfach und komfortabel zu bedienen und ermöglichen so einen perfekten Zugriff auf den Film und die zahlreichen sehr gelungenen Extras auf dieser DVD-Veröffentlichung. Zu den Extras zählen neben dem Trailer zum Film, auch einige Info-Trailer zu weiteren Produktionen dieser Reihe. Unter den "Deleted Scenes" gibt es mit einer Laufzeit von ca. 7 Minuten, einige Pannen vom Dreh zu sehen. Ein ca. 21 Minuten dauerndes Interview mit dem Drehbuchautor und Regisseur Ingo Haeb und Mechthild Hellermann, die eine ambulante Therapieform zur Behandlung von Neurodermitis und anderen Allergien entwickelte, gehört ebenso zu den Extras, wie ein zweites Interview. Das zweite Interview, geführt mit den beiden Maskenbildnerinnen Nicola Pandel und Rosemarie Raasch-Machac, zeigt die höchst aufwendigen Arbeiten beim Fertigen der Masken, für die Darstellung der Neurodermitis. Tonbewertung: Ein deutscher Dolby Digital Ton 2.0 wird von dieser DVD angeboten. Er ist sehr gut verständlich und in seinen klanglichen Eigenschaften ohne erwähnenswerte Mängel. Als Extra gibt es noch einen Audiokommentar mit an der Film-Produktion Beteiligten. Hier geht zuweilen leider etwas die Verständlichkeit verloren. Untertitel oder andere Sprachversionen gibt es nicht auf dieser Veröffentlichung. Gesamteindruck: Ein Film, der ehrlich, zum Teil hart, über die Erkrankung mit Neurodermitis erzählt und diese dabei als eine Art Metapher nutzt, um die Konflikte im Umfeld des Hauptdarstellers zu zeigen. Gelungene Balance zwischen anspruchsvoller und zugleich unterhaltender filmischer Kost, die es schafft, die Zeit auf der Schwelle hin zum "Erwachsen werden" beeindruckend und höchst sensibel zu erzählen. Autor: Torsten www.Fernseh-Serien-Auf-DVD.de Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Starker und dynamischer Coming of Age-Film,
Rezension bezieht sich auf: Neandertal (DVD)
Ein Film, der sich in Titel und Handlung gleich vorneweg als hochgradig metaphernschwanger outet, läuft Gefahr, als Gähnfutter für Möchtegern-Intelektuelle abgestempelt zu werden. Im Falle von Neandertal" sollte man das Tintenkissen aber schön in der Schublade lassen: Guidos Odyssee ins Erwachsenwerden beweist nämlich, dass der deutsche Film seine oft kritisierte Kopflastigkeit auch herrlich leichtfüßig auf den Bildschirm befördern kann. Die Regisseure Ingo Haeb und Jan-Christoph Glaser zerlegen das ländliche Spießbürgerdasein mit bemerkenswerter Konsequenz und einem feinen Blick für das richtige Erzähltempo, das frech und frisch zwischen betonter Ruhe und atemlosen Crescendi hin- und herpendelt. Die clever-spannende Inszenierung fesselt über die gesamte Laufzeit - und kaschiert geschickt, dass Neandertal" seiner Coming of Age-Thematik trotz bröckelnder Fassaden im Grunde nichts hinzuzufügen hat, was man nicht auch schon woanders so oder so ähnlich gesehen hat. Diese kleinere Schwäche spielt einem Jacob Matschenz mit seinem kraftvollen Auftritt völlig aus dem Sinn: Als Guido lebt und liebt er sich die Seele mit jugendlicher Direktheit aus dem Leib, sodass seine Performance getrost als das Highlight des Films bezeichnet werden darf. Er macht dann auch die vor allem gegen Schluss stark an Air erinnernde Musikuntermalung vergessen, die dem Ende um ein Haar eine etwas zu versöhnliche Note verpasst hätte.Bei der technischen Umsetzung leistet sich Renaissance Medien keine Schnitzer: Das Bild überzeugt mit astreinen Kontrasten und natürlichen Farben, der Ton wirkt präzise abgemischt. Die Extras sind interessant, aufschlussreich und sinnvoll ausgewählt. Einzig die Hinter den Kulissen-Featurette kann dank fehlendem Kommentar bestenfalls als Einschlafhilfe dienen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Ein echter Geheimtipp,
Von Stefan Bäcker-Schaub (Frankfurt am Main) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Neandertal (DVD)
"Neandertal" ist ein klasse Film, der leider unverdient durchs Raster der öffentlichen Aufmerksamkeit rutschte und seinerzeit nur in wenigen Kinos gezeigt wurde. Ich habe mir die DVD gekauft, nachdem der Trailer auf der offiziellen Homepage mir Appetit gemacht hatte, und bin im Nachhinein sehr froh über diese Entscheidung.Ein paar Worte zum Inhalt: Erzählt wird die Geschichte eines Teenagers, der an Neurodermitis leidet - einer Hautkrankheit, die durch starken Juckzreiz zur Selbstverletzung durch Kratzen führt. Die ersten Minuten vermitteln deutlich, was das in der Praxis für die Betroffenen heißt. Das lädt zum Wegsehen ein, und damit genau zu dem Reflex, den Filmheld Guido im Handlungsverlauf abzulegen beginnt: Um sein Leben in den Griff zu kriegen, muss er lernen, sich unangenehmen Wahrheiten zu stellen und mit ihnen umzugehen. Schon bald zeigt sich, dass die Neurodermitis nur ein Teil der Antwort auf die Frage ist, warum er sich nicht wohl fühlt in seiner Haut. Und Guido beginnt, nach den Ursachen zu forschen... Mehr zu schreiben macht keinen Sinn, weil jedes Vorwissen den Filmgenuss schmälert. "Neandertal" hat eine ganze Menge überraschender Wendungen parat, die viele interessante Fragen aufwerfen, ohne eine wirkliche Antwort zu geben; und diese speisen sich aus einem Repertoire sehr unterschiedlicher Themen. Wer diesen Film mit einer Erwartungshaltung ansieht, verpasst die Hälfte. Was ich sagen kann ist, dass die gezeigte Handlung von Anfang bis Ende in sich stimmig und nachvollziehbar ist, und ganz eindeutig aus dem Leben kommt. Dazu passt auch, dass Regisseur Ingo Haeb im ebenfalls auf der DVD enthaltenen (und sehenswerten) Interview anmerkt, dass dieser Film Bezüge zu seiner eigenen Biographie aufweist. Als selbst vom Schicksal "Neurodermitis" Betroffener hat er aus "Neandertal" einen sehr persönlichen Film gemacht. Co-Regisseur Jan-Christoph Glaser hat dafür gesorgt, dass auch ein Außenstehender mühelos einen Einstieg in die Handlung findet und viele eigene Themen darin wieder erkennt. Die Filmmusik stammt von "Element of Crime"-Gitarrist Jakob Ilja; das ins Ohr gehende Abspannlied "Geisterstadt" hat "Madsen" beigesteuert. Die DVD enthält eine zweite Tonspur mit Kommentaren der Drehbeteiligten, die man sich nicht entgehen lassen sollte, auch wenn man bei einigen Kommentaren an der emotionalen Reife der Sprecher zweifeln mag. Untertitel fehlen, und das ist angesichts einiger undeutlich gesprochener Dialoge doppelt schade. Für politiksensible Leute sei gesagt, dass der Film zur Zeit des deutschen WM-Titelgewinns 1990 spielt und auch das daraus folgende "Wir sind Weltmeister"-Gefühl mit in die Handlung einbaut. Dadurch erhält mindestens eine wichtige Szene einen politischen Unterton, der gar nicht nötig gewesen wäre. Im Audio-Kommentar wird das zwar sehr bemüht relativiert, aber wem das ganze Thema auf die Nerven geht, sollte sich die DVD fürs erste Anschauen nur ausleihen. Wen das nicht stört oder wer seine ZEITUNG wegen des guten Sportteils liest, kann hier bedenkenlos zugreifen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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