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Nazis sind Pop
 
 
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Nazis sind Pop [Broschiert]

Burkhard Schröder
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 160 Seiten
  • Verlag: Espresso Verlag (August 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3885207796
  • ISBN-13: 978-3885207795
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 898.153 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Angesichts der zunehmenden Gewalt gegen "Ausländer", hat sich in letzter Zeit in Deutschland eine Gegenbewegung etabliert, deren Umfang bislang kaum für möglich gehalten worden wäre und die auf den ersten Blick beruhigend wirkt: Demos, Lichterketten und Gesichtzeige-Promis, bis hin zu Hupen oder Saufen gegen Rechts. Dazu das NPD-Verbotsverfahren. Da kann ja wohl nichts mehr passieren? Burkhard Schröder ist da ganz anderer Meinung: Des Kanzlers "Aufstand der Anständigen" sowie die Ziele der klassischen linken "Kein Schrittbreit den Faschisten"-Antifa seien zwar moralisch korrekt und gut gemeint, aber politisch wirkungslos. Denn "Ausländerfeindlichkeit" sei in Wirklichkeit keine Abneigung gegenüber Menschen ohne deutschen Pass, sondern vielmehr Rassismus, der sich in der herkömmlichen ethnischen (völkischen) Definition deutscher Kultur und Nation begründet. Nazis seien also keine Minderheit, sondern ein Symptom des kulturellen Mainstream.

Der freie Journalist und Schriftsteller hat über Jahre hinweg das rechte Jugendmilieu studiert und kommt zu dem beängstigenden, aber auch verblüffenden Ergebnis, dass besonders in Ostdeutschland die Ultrarechte eine soziale Bewegung geworden ist, in allen Bereichen der Alltagskultur verankert. Nazis sind Pop: ein Gemenge aus Musik, Mode, Treffpunkten, gemeinsamen Aktionen. Nazi-Party statt Nazi-Partei (Jürgen Elsässer). Dabei begreifen sich viele aus der "Riefenstahl-Popszene" nicht einmal als rechts, da sie sich positiv auf die Brüder Strasser, den "linken" Flügel der NSDAP, beziehen. Dadurch verkörpern Neonazis (gerade im Osten) für Jungwähler eine Art Kapitalismus-Kritik mit der Perspektive eines ethnischen (also rassistischen) Sozialismus.

Schröders Argumentation ist schlüssig und nicht so einfach von der Hand zu weisen. Nebenbei erfahren Laien übrigens viel Wissenswertes über das Internet und warum das Verbot von rechten Websites Unsinn ist. Nazis sind Pop dürfte wohl kaum jenen deutschen Gutmenschen schmecken, die sich mit kleinstmöglicher Anstrengung ein gutes Gewissen zu verschaffen erhoffen. --Jürgen Grande

Kurzbeschreibung


Über rechte Ideologien in der Alltagskultur
Nazi-sein kann heute vieles heißen: Techno-Frisur, Skinhead-Musik, im Urlaub Ballermann, PDS wählen, mit den Juden hatten wir schon immer ein Problem. Oder: Vokuhila-Frisur, Böhse Onkelz, Abenteuerurlaub auf Rügen, Opel Manta, wählen gehen ist Scheiße. Oder: Glatze, Nazi-Troubadix Rennicke, Esoterik-Urlaub in Stonehenge, Bolko Hoffmann und die deutsche Mark. Oder: Matte samt Pferdeschwanz, Death Metal, Kirchen anzünden in Norwegen, Hitler war Satan und ultraböse, und das ist hip.
Burkhard Schröder zeigt auf: Der klassische Nazi ist so gut wie ausgestorben, ist nur noch Karikatur. Doch es gibt den neuen Nazi, der sich inmitten der Alltagskultur bewegt.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Rezension "Nazis sind Pop"

Obwohl ich nicht auf einer politischen Wellenlänge mit dem Autor liege (oder gerade deshalb?) und nicht glaube daß konservative Parteien lediglich ein strategisches Interesse an der Bekämpfung des Rechtsextremismus haben, kann ich das Buch nur über alle Maßen loben. Das erste Antifabuch, das ich mit Genuß las und dem ich zu 95 Prozent zustimme. Gegen Zensur, für den Wettbewerb der Meinungen. Gegen die linke Gutmenschen-Kuschelecke, sondern für den Nutzer, dem man genug Grips zutrauen und - muten muß, sich selbst einen Überblick über "problematische" Inhalte zu verschaffen. Extremistische Inhalte verschwinden nicht dadurch, daß man Sie verheimlicht - man muß sich argumentativ und intellektuell mit ihnen auseinandersetzen. Das Internet ist ein nicht zu kontrollierender Informationsmarktplatz, Tauschbörse und Marketinginstrument und schafft partiell "Gegenöffentlichkeit". Verbote helfen zumeist wenig bis nichts. Der Wert der Freedom of speech darf insbesondere in Nordamerika nicht unterschätzt werden. Doch: "[...]die Nazi-Homepages im Internet sind, verglichen mit der Gesamtzahl der Web-Seiten, nicht mehr als ein Bonsai, verglichen mit dem Amazonas-Urwald." (Burckhard Schröder)Beunruhigend ist neue "Qualität" der Inhalte und die steigende Radikalität. Ging es 1992 noch um "national befreite Zonen", so wird heute vor offenen Mordaufrufen im Netz nicht mehr zurückgeschreckt, und auch die Anti-Antifa ist ein wichtiger Faktor der Politisierung und des Ideentransports geworden. Unterschätzt wird ferner der Schulterschluss zwischen Neonazis und Fußballhooligans, obwohl Unterwanderungs- und Instrumentalisierungsversuche dieser eigentlich unpolitischen Szene seit Jahren bekannt sind. Auch Subkulturen, von denen man es auf den ersten Blick nicht erwarten würde, werden gezielt von rechtsextremen Kräften unterwandert und instrumentalisiert. Dies wird in dem vorliegenden Werk lückenlos dargestellt und nachgewiesen, insbesondere die Techno- und Gothicszene scheint ob Ihrer Symbolik sehr anfällig zu sein. Unter dem Strich bleibt für den Autor - und da gehe ich zu 100 Prozent d'accord: Man kann in einem dezentralen Medium nur schwer mit Verboten oder Filtersoftware etwas erreichen. Das Internet interpretiert Sperrungen als Fehler und umgeht sie. Wichtig ist eine argumentative Auseinandersetzung mit dem rassistischen und antisemitischen Wahn. Und die Schaffung von kritischer Medienkompetenz für junge Nutzer. Etwas muß man sich letztendlich vor Augen halten: Es wird zu oft vergessen, daß fast alle Deutschen rechte Gewalt zutiefst verabscheuen.

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13 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von A. Dvorak
Format:Broschiert
Um in die modische Hetze gegen Randgruppen und Subkulturen einzulenken, bedient sich dieser Autor freimütig aus anderen bereits sehr einseitig argumentierenden Quellen und hält keiner näheren Nachforschung stand. Ein Beispiel: Auf S. 81 heisst es "Die Texte der Bands (auf der Riefenstahl-Kompilation, d.A.) rezitieren Nietzsche und Ernst Jünger, laut den rechten Rezensenten der Jungen Freiheit "Geistesheroen der europäischen Kulturgeschichte", aber vor allem Julius Evola - Tony Wakefort (sic!) und sein 'Sextett Noir' lassen ihn auf den Platten von 'Sol Invictus' zu Wort kommen, in Gothic-Foren des Internets ist er ständig präsent." All dies sind unbelegte Behauptungen, die vor allem jene Leser gerne glauben mögen, die ohnehin ihre Meinung vorgefasst haben. Tatsächlich kommt Evola auf keiner Sol Invictus-Platte zu Wort, lediglich die erste EP 'Against the Modern World' erinnert im Titel an dessen Buch 'Revolte gegen die moderne Welt'. Wakeford (mit 'd') hat meines Wissens nach nie Sympathie oder Bezüge zu Evolas Patrizier-Philosophie bekundet. Der Autor Schröder zählt im übrigen Bandnamen und Songtitel gleichermassen als Bandnamen auf, was dafür spricht, dass er die thematisierte Kompilations-CD nicht einmal selbst in der Hand hatte. - Dieses Buch ist eine Zumutung!
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12 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Was ein Schwätzer!!! 24. Februar 2001
Format:Broschiert
Das Buch ist völliger Müll besonders im Bezug auf die Death- und die Black-Metal- Szene. Hier greift Herr Schröder einfach wahllos heraus was ihm gerade in den Kram paßt, verbreitet Halbwahrheiten, die jedem Kenner der Szenen die Haare zu Berge stehen lassen. Das ganze Buch befindet sich ingesamt auf der gleichen Stufe wie pseudoliberale und pseudointellektuelle Machwerke wie Spiegel, Focus etc. oder wie Revolverblättchen wie Bild Diesen Schund kann man zweifellos als eine der teuersten Rollen Klopapier der Welt!!!
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