*Da sind wir nun, in Soccavo, ich und vier weitere Kameraden. Attak steht vor uns und seine Halsvenen treten hervor. Scheiße, das sieht nicht gut aus, er hat Lust, jemanden fertigzumachen. Nicht, dass mich das kümmern würde, aber am Sonntag ist das Spiel und wenn sie mich heute festnehmen, kann ich nicht ins Stadion. Und wenn ich nicht ins Stadion kann, bin ich die ganze Woche stinksauer. Kurzum, wenn ich hier auch nur einen Bulle sehe, dann scheiß ich auf dich, Attak, und auf den Neger und auf die Schlampe, und haue ab ...*
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Zum Inhalt: Der namenlose Protagonist, ein wütender junger Skinhead aus dem neapolitanischen Großstadt-Dschungel, knackt Websites von Banken, manipuliert Konten und relaxt anschließend in einem erotischen Chatroom. Er haßt Rote und Bürgerliche gleichermaßen. Das Fußballstadion jedoch besucht er mit fast religiöser Inbrunst. Seine Welt ist die der Hacker, Ultras, Junkies und Zuhälter - und sie wird bestimmt von Schlägereien und Verrat. Korrupte Polizisten zwingen ihn, in einer Villa auf Capri den Computer eines Bonzen zu knacken, der für sie gefährliche und kompromittierende Informationen enthält.
Doch dann läuft es etwas so richtig schief - und plötzlich ist es sein Kopf, der rollen soll ...
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Fazit: 5 Sterne - warum? Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht wirklich. Einfach nur ein Gefühl? - nicht nur, ich bekomme diesen Roman nicht mehr so recht aus dem Gedächtnis! Er hat mich verschreckt und zugleich beeindruckt!
Petrellas Nazi ist ein Degenerierter, ein Low-Life, ein allseits diskriminierter Weißer, der den Angriffen seiner Umgebung schutzlos ausgesetzt ist. Die Welt, soweit man sie jenseits der Müllberge sieht, ist ein einziges Ghetto, ein Affen-, Armen- und Irrenhaus, der Namenlose nur ein Paria unter vielen, der sein Dasein hier fristet.
Petrella hat schon gar nichts mit der alten Nazi-Hölle am Hut. Es geht ihm ausschließlich um die Nazis von heute, die - vom Standpunkt der Evolution aus gesehen - so kümmerlich sind wie die Vögel verglichen mit ihren Vorfahren, den Dinos.
Hardcore - verwirrend sowie ungemein beeindruckend!
Es grüßt ein verwirrt-faszinierter
Reinhard Busse