Nach intensiver Suche zwecks Informationen bezgl. Tests u. Rezensionen über aktuelle Navigationsgeräte habe ich mich für den Navman n40i entschieden. Ich kann jetzt schon verraten, dass es eine gute und richtige Entscheidung war. Die Kurzanleitung macht ihrem Namen alle Ehre, ist aber völlig ausreichend und sehr gut bebildert dargestellt. Die Bedienung des N40i ist selbsterklärend (sehr gute Menueführung). Der Touch-Screen reagiert schnell und präzise. Die Darstellung der Kartenbildschirme (3D,2D, Nächste Abbiegung, Turn-by-Turn) ist deutlich, hell und klar. Die Helligkeit läßt sich voreinstellen und es gibt sogar 5 verschiedene Kartenfarben (Wüste, starker Kontrast, Meer, Lachs, Schnee)und das jeweils für Tag und Nacht. Mir gefällt persönlich die Einstellung "Meer" am besten ;-) Bei der Einstellung "Kartenfarben" hat man die Wahl zwischen "Automatisch", "Tag", "Nacht". Bei "Automatisch stellt sich die Farbgebung abhängig der Tageszeit von Tag auf Nacht und umgekehrt.
Wenn man den Navman zum ersten mal startet, kann man auswählen zwischen den Sprachen Dänisch, Deutsch, Englisch (US/UK/AUS), Spanisch, Französisch,Italienisch, Niederländisch, Polnisch. Dabei sollte man darauf achten, dass die Option "Beim Start" deaktiviert ist, da ansonsten jedesmal aufs Neue die Einstellungen abgefragt werden. Auch sollte man die Option "Demo" nicht als Startoption festlegen, da man sonst Gefahr läuft, immer mit dem Demo-Modus zu starten. Dies hat anfangs bei mir zu sehr grosser Verwirrung geführt und mich wundert es demzufolge auch nicht, wenn es in der Beurteilung des n40i zu solch Fehlbeurteilungen wie "falsche Navigation" etc. kommt. Bin selbst anfangs nach "Demo" gefahren und kam natürlich ganz woanders an als gewollt ;-))
Sollte die Routensimulation als Startoption festgelegt werden (startet bei jedem Neustart), dann sollte unbedingt darauf geachtet werden, daß diese Simulation, die sich auch nach Zieleingabe sofort einschaltet, wieder ausgeschaltet wird (wie beim Schließen eines Fensters am Computer unter Windows). Es blinkt zwar recht oben in der Displayecke ständig der Hinweis "Demo". Diesen Hinweis übersieht man aber gerne, da nicht deutlich genug hervorgehoben !!!
Ist das System aber erstmal richtig eingestellt (auf die persönlichen Belange - näheres später), findet man sehr schnell und genau zum Ziel. Was man als erstes auch machen sollte ist, seine Privatadresse abspeichern. Dies kann man im Menue Ziele/Mein Zu Hause (Symbol Haus) tun. Dann kann man an jedem Ort schnell über nur zwei Finger-Tipps seine Heimatanschrift auswählen und schon gehts heimwärts. Gleiches gilt für das schnelle Routing zur nächsten Tankstelle oder zum nächst gelegenen Parkplatz. Hierfür gibt es zwei Auswahl-Tasten auf der rechten Gehäuseseite, die mit einem T bzw. einem P beschriftet sind. Es öffnet sich ein Auswahlfenster, welches die nächsten Parkplätze u. Tanstellen im Umkreis von 20 km auflistet, die man dann wieder per Finger-Tip auswählen kann - und los geht es!
Ein weiteres Highlight ist die eingebaute Digitalkamera. Dabei geht es nicht so sehr um tolle Bildqualität (nur 1,3 Megapixel).Vielmehr geht es darum, Orte, die man gerne zukünftig nochmal ansteuern will, jedoch die genaue Adresse nicht kennt, einfach als Bilddatei inclusive der passenden Koordinaten abspeichert. Die Bilder werden unter "Favoriten" gespeichert und sind schnell abzurufen. Feine Sache!
Nun wie oben angekündigt noch zu den Benutzerspezifischen Einstellungen als da wären: Routenoption (Präferenz für Autobahnen - Schnelle Zeit/Kurze Entfernung, Autobahnen bevorzugen - Selten/Häufig, Straßenarten festlegen - Mautstraßen/befestigt/Fähren (umfahren oder nur warnen), Alarm bei Geschwindigkeitsüberschreitung (sehr nützlich im innerstädtischen Verkehr, sonst ziemlich nervig ;-), Routensimulation (siehe oben gesagtes).
Eine weitere Einstellung gilt dem 13-Seitigen "Lernprogramm", das man über entsprechenden "Finger-Tip" auf dem Display abrufen kann. Dis sollte unter "Startoptionen" nach Möglichkeit auch deaktiviert sein. Unter "System" findet man dann weitere Untermenues als da wären: Tastatur, GPS-Status, Energie, Sprache, gespeicherte Information, Beim Start. Das Icon für "Anzeige" führt einen zum Bildschirm "Anzeigeeinstellungen" (Bildschirm, Kartenanzeige, Maße). Bildschirm: Helligkeit, Touchscreen-Ausrichtung. Kartenanzeige: Farbschema (z.B. "Meer") und Kartenfarben (Tag/Nacht). Maße: Zeiteinheit (12- oder 24h), Entfernungs-Maßeinheit (Kilometer/Meilen), Positionsformat (Dezimalgrad, Grad-Minuten-Sekunden)
Die hellblau beleuchteten Tipp-Taster (mechanisch, rechts vom Display) sind ausgesprochen nützlich und benutzerfreundlich. Zu diesen Tastern gehört neben den schon erwähnten Tasten für das schnelle Abrufen und Navigieren zu den nächstgelegenen Parkplätzen und Tankstellen auch der in der Größe etwas hervorgehobene "Pfeil mit Autobahnsymbolik" (4. Taste von oben). Hier gelangt man zu dem "Ziel-Bildschirm". Hier kann man folgendes festlegen bzw. abrufen bzw. annavigieren: "Mein Zu Hause", Favoriten, Letzte Position, Adresse, POIs, NavPix. Das Abrufen der letzten Positionen finde ich sehr nützlich, genauso wie das schnelle Ansteuern meines Wohnortes via "Mein Zu Hause" oder die schon anfangs erwähnten Bild-Ziele. Über das Internet kann man auch die verschiedensten, von den Benutzern zur Verfügung gestellten "Bild-Ziele" herunterladen und in "Favoriten" speichern. Wie wäre es z.B. mit dem Bild vom Eiffelturm. Dann nur noch auf START drücken und schon wird man zielstrebig in die französische Hauptstadt navigiert - bis eben vor den Eiffelturm.
Ich könnte jetzt noch viel schreiben, will es aber mit einem Fazit belassen:
Fazit: Mit dem Navman N40i (der N60i ist identisch, hat aber einen noch größeren Bildschirm) bin ich sehr zufrieden. Wenn man sich mit diesem Navigationsgerät etwas beschäftigt hat (dazu reichen schon 1-2 Stunden), will man es nicht mehr missen. Die Navigation ist sehr genau und schnell. Hat man sich verfahren, wird sofort die nächste Alternative vorgeschlagen und angezeigt. Die Sprache männlich oder weiblich ist laut und deutlich. Rechts befindet sich die Lautstäreregelung. Ein kurzer Druck hierauf wiederholt sogar die Anweisung (auch über Kartenbildschirm möglich). Die Montage im Auto gelingt schnell und einfach. Kein Kabelsalat, da die empfangsstarke Antenne im Navman eingebaut ist (kein Ausklappen der Antenne, daher sehr kompakt und handlich). Die Fensterscheibe sollte aber vor Befestigung des Saugnapfes/Halters gesäubert und entfettet werden. Dann ist der Halt des Navi sehr fest und stabil. Es ist also nur ein Kabel zur Stromversorgung über das Bordnetz erforderlich. Selbst bei Hinzukauf des Verkehrsfunk-Moduls T1 entfällt jede zusätzliche Verkabelung.
Suchen Sie ein zuverlässiges und dabei auch noch im Aussehen schickes Navi-System (mobil), dann empfehle ich uneingeschränkt das N40i mit der Software SmartST 2006 SE + SmartST Desktop (umfangreiches Kartenmaterial, Wechselstrom-Netzteil, Schutztasche, USB-Kabel für PC, Fahrzeug-Netzteil, Halterung inclulsive)
Sie werden Ihre Freude dran haben ;-)