Ich habe das Navigon 2150 max nun schon rd. 4 Wochen und bin sehr zufrieden. Vor dem Kauf konnte ich jeweils einen Vergleich mit folgenden Geräten in der Praxis durchführen:
- Becker Z200
- Falk F6
- Mercedes-Benz APS 50
An das Einbaugerät kommen die mobilen Teile natürlich nicht ran, sind dafür aber günstiger und halt eben mobiler. Beim Falk waren die Bedientasten auf dem Bildschirm extrem klein, so daß ich mich mehrfach vertippt habe, was einfach nur nervte. Außerdem fehlt dem Falk der PIN als Diebstahlschutz und das zeitnahe Abschalten nachdem die Zündung aus ist (zumindest habe ich diese Einstellung nicht gefunden); die Geschwindigkeitswarnungen waren ein Witz. Das Gerät von Becker verwendet offensichtlich die gleiche Software wie das Navigon, ist entsprechend gleichwertig, war zu diesem Zeitpunkt aber einfach etwas teurer. Das TMCPro, das bei Navigon aufpreispflichtig ist, war kein Kaufkriterium.
Nachdem die Position bestimmt ist (kann schon mal bis zu 90 Sekunden nach dem Einschalten dauern) führt einen das Navigon 2150 max mehr oder weniger sicher an das gewünschte Ziel (Es gibt da ein paar Routenfehler, die hoffentlich mit dem nächsten Kartenupdate korrigiert werden). Der Spurassistent mit dem "Reality View" hilft bei der Orientierung ungemein. Die Ansagen kommen in aller Regel rechtzeitig und sind deutlich zu verstehen. Das Anzeigen von Strassennamen im Display ist ebenfalls sehr hilfreich. Unsere Handys haben sich ohne Schwierigkeiten über die Bluetooth-Schnittstelle verbinden lassen; die Sprachqualität reicht natürlich nicht an ein fest eingebautes System ran, funktioniert aber recht ordentlich. Die Geschwindigkeitswarnungen funktioneren natürlich nicht immer (selbst an Stellen die seit Jahren als Zone 30 ausgewiesen sind, reagiert es erst bei 50; dafür warnt es an Stellen, wo die Beschränkung in den letzten Monaten wieder aufgehoben wurde). Als sehr positiv sehe ich die Möglichkeit für zusätzliche 20 Euro über 2 Jahre quartalsweise Updates herunterzuladen. Auf dem neuesten Update waren auch gleich Autobahnanschlußstellen, die erst Ende September freigegeben wurden. Allerdings: Bis man das Update auf dem Gerät hat, vergeht jede Menge Zeit und man lässt Nerven.
Überarbeitung:
Mittlerweile führte uns das Teil einige tausend Kilometer zielsicher durch Europa. In ländlichen Regionen scheinen nicht alle Strassen mit Bezeichnungen erfasst zu sein und in Stuttgart will es schon mal den kürzeren Weg über einen seit Jahren vorhandenen Parkplatz einschlagen anstelle dem offiziellen und natürlich schnelleren Strassenverlauf auf die Bundesstrasse zu folgen.
Trotzdem: 4 von 5 Punkten verdient das Gerät.