Ich habe den Nüvi 3490LMT seit zwei Monaten im Betrieb. Meine Vergleichsgeräte, die ich vorher genutzt habe sind das Falk F10, ein älteres TomTom, das Navigon 6000 und der fest im Audi A4 verbaute.
Zum Kauf habe ich mich entschlossen:
- wegen guter Tests, die ich gelesen habe
- ich vom Falk wegen dem grotten-komplizierten Karten-Updates genervt war
- wegen der inkludierten Live-Time Kartenupdates
- mir das schlanke Design sofort positiv aufgefallen ist
- die Sprachsteuerung bei Tests im Elektronik-Markt sehr gut funtionierte
Positiv:
- wirklich sehr ansprechendes Design
- sehr schnelle Routenberechnung
- SEHR einfache Karten-Update-Funktion
- gutes Preis-/Leistungsverhältnis
- stabiles Gerät
- die Zeitabschätzungen sind sehr realistisch
- der Touchscreen funktioniert auch bei Kälte sehr gut, da hatte mein Falk Probleme
Negativ:
- dass Radardaten-Updates was kosten, ist mir vorher nicht klar gewesen
- der Sprachfehler "abbieg---en" nervt auf Dauer tierisch
- das Löschen eines Zwischenziels, an dem man VORBEI gefahren ist, ist so idiotisch kompliziert gelöst, dass man es selbst kaum findet (ich hab die Hotline gefragt, da wusste es auch erst der zweite Mitarbeiter, den ich an der Strippe hatte) Es ist definitiv einfacher, die Route insgesamt zu löschen und neu einzugeben.
Ich persönlich finde diese Funktion aber für wichtig, weil ich häufig festlege, von A nach B über C zu wollen. In C möchte ich aber nicht zu einem bestimmten Punkt, sondern diese Angabe soll nur die grobe Route vor-auswählen. (Beispiel: München --> Frankfurt ÜBER Nürnberg, also A9) Wenn ich am halben Weg nach Nürnberg bin, kann ich das Zwischenziel im Prinzip schon löschen, da ich ja nicht IN die Stadt Nürnberg möchte, sondern nur verhindern wollte, dass ich über die A8 und Stuttgart geroutet werde.
- was mir im Vergleich zum Falk total fehlt: Die Eingabe eines Ortes ohne konkrete Adresse / Straße. Bei kleinen Kaffs ist mir das manchmal schlicht egal, wie die Straßen heissen, wenn ich dann dort bin, kenne ich mich eh aus. Der Falk nimmt dann halt einfach das "logische Zentrum" als Ziel.
- die eingeblendeten Spur-Führungen bei Autobahnkreuzen sind okay, aber die eingeblendeten SChilder haben so kleine Aufschriften, dass sie kaum lesbar sind.
- die Nachtdarstellung war beim Falk F10 erheblich angenehmer
- es völliges Rätsel ist mir, warum man bei den vielen angebotenen Cockpits jeweils nur ganz bestimmte Daten einblenden kann.
- es wäre doch wohl kein Beinbruch, wenn ich die Optik A mit den von mir gewünschten Datenfeldern belegen könnte.
- hier ist es aber so, dass bei Cockpit X das rechte Feld nur mit z.B. DREI Meßwerten belegbar ist.
- ich habe es bisher nicht geschafft ein Cockpit einzurichten, dass genau meinen Bedürfnissen / Gewohnheiten entspricht.
- dass die Geschwindigkeitswarnung KEINE Toleranzgrenze kennt nervt. Wenn ich aus einem Dorf rausfahre und exakt am Ortsschild bereits wieder 51 km/h schnell bin, weil eben schon am beschleunigen kommt unweigerlich der Alarm. Dasselbe, wenn ich in die Beschränkung einfahre und am Bremsen bin. Da finde ich es besser, wenn ich eine Toleranzgrenze (wie bei TomTom oder Falk) einstellen kann (z.B. Alarm erst bei plus 10 km/h auslösen)
Da die meisten der von mir kritisierten Punkte relativ einfach Anforderungen an die Programmierung sind, werte ich das Gerät von 4 Sternen auf 3 Sterne ab.
Viele dieser Sachen müssten jedem Designer klar sein, dass es Kunden gibt, die Wünsche in diese Richtung haben.