Ein netter SF Film, leider ohne den gewünschten Tiefgang. Da der Film nicht als Actionfilm konzipiert ist, vielmehr wurde die psychologische Komponente in den Vordergrund gestellt, blieb er in den Erwartungen eher zurück. Man hat das Gefühl, das die Überlebenden des Absturzes mehr Mitglieder einer Skat- oder Diskussionsrunde sind. Ich denke nicht, das man die Frage wer lebt und wer stirbt so rational und emotionslos lösen kann. Innerhalb von ein paar Minuten wird das Ergebnis bekannt gegeben. Die die sterben werden, zucken mit den Schultern (was solls, ich habe eh nix besseres vor), während die die weiterleben dürfen (tja, hab ich wohl noch mal Glück gehabt) das einfach so zur Kenntnis nehmen. Ich hatte da auf eine wesentlich heftigere Auseinandersetzung gehofft. Als es dann auch noch die beiden Überlebenden trifft, weil plötzlich ein Leck festgestellt wird, ist es geradezu peinlich, das in dieser Situation dem Mann nichts besseres einfällt als der Frau den Vorschlag zu machen, doch noch einmal mit einander zu schlafen bevor man nach Sauerstoff ringend blau anläuft und krepiert.
Ebenso überraschend findet der Todesmarsch der restlichen drei Mitglieder ein Ende. Wie praktisch das man auf dem Mars ausgerechnet die Höhle findet, in der Außerirdische eine Lebensoase geschaffen haben. Ein wenig mehr Erforschung dieser außerirdischen Kultur hätte man sich schon gewünscht. Woher die drei Überlebenden allerdings die Gewißheit nehmen man könnte von der Erde aus eine Rettungsexpedition starten (dort hält man alle bereits für tot) weiß wohl nur der Drehbuchschreiber.
Die Trickaufnahmen des Filmes sind ganz OK, ebenso die Ausstattung. Nett auch der Einfall das man für den an Bord im Orbit verbleibenden Raumfahrer ein Mitglied der Rockgruppe -The Ramones- genommen hat. So kann dieser auf dem einsamen Weg zur Erde noch ein wenig headbangen.
Wenn man allerdings die psychologische Seite des Filmes betonen wollte hat man da eher versagt. Der Überlebenskampf von Raumfahrern wurde schon erheblich besser in Szene gesetzt. Der Story hapert es einfach an wichtigen dramaturgischen Momenten, den Schauspielern hätte man ein wenig mehr Möglichkeiten gewünscht sich zu präsentieren. Was bleibt ist das Gefühl einen netten Film ohne Tiefgang gesehen zu haben. Es bleibt nicht viel an das man sich noch nach einiger Zeit erinnern wird.
Die Ausstattung der DVD ist allerdings sehr umfangreich. Ich fands schön, das man sich auch einmal die Mühe gemacht hat die Synchronsprecher zu Wort kommen zu lassen. Es wurde ein kleiner Einblick in die Arbeit dieser doch so wichtigen Leute gegeben. Wer hat sich nicht schon geärgert wenn sein Lieblingsschauspieler auf einmal eine "andere" Synchronstimme hatte? Eine solid gemachte DVD.
© deval