Das Buch ist eine wunderbare und lesenwerte Streitschrift für einen besseren, ehrlicheren Naturschutz. Alle Interessengruppen, die für und oder gegen den Naturschutz streiten, werden mit Sachargumenten zurück gewiesen.
Mit den Thesen und Argumenten verstört und vergräzt Reichholf die Interessengruppen.
Ich möchte ein paar Kernsätze kurz zitieren:
- Kapitelüberschrift "Instrumentalisierter Naturschutz" [S. 80]
- "Der Jäger sieht im Luchs eine Störung des Naturhaushalts, weil dieser Rehe frißt, die er selbst beansprucht." [S. 108]
- "Die Landwirtschaft, mit weitem Abstand die Hauptverursacher des Artenrückgangs, der Naturbelastungen und der Biotopenverliste, bleiben von den Kosten der Regulierung verschont,..." [S. 90]
Die Interessengruppen wie Politker, Naturnutzer (Forstbesitzer, Landwirte, Jäger und Nutztierhalter), Behördenvertreter und Umweltaktivisten (Nabu, WWF...) werden an einem intensiven Konflikt mit diesem Buch nicht vorbeikommen. Ich freue mich auf die spannenden Diskussion.