Die Veröffentlichung des vorliegenden Textes, der vor einigen Jahren zufällig als Typoscript im Archiv der Universität Konstanz aufgefunden wurde, ist nicht nur für die Kenner und Freunde der Philosophie und des Werks Paul Feyerabends von höchstem Interesse, sondern auch ein philosophisches Dokument ersten Ranges über das Zeitalter des Steinzeitmenschen.
Der vorliegende, durch Einleitungen der Herausgeber und einige weitere bisher unbekannte Texte Feyerabends ergänzte Text ist der erste Band einer auf drei Bände angelegten Naturphilosophie, die den Zeitraum von den frühesten Spuren der steinzeitlichen Höhlenmalerei bis hin zur Atomphysik des 20. Jahrhunderts umfassen sollte. Es war ein philosophisch- wissenschaftliches Projekt, das seinen Autor, wie er in einem diesen Buch beigefügten Brief bekennt, fast um den Verstand gebracht hat und das er wohl auch deshalb nicht weiter verfolgt hat.
Leider, muss man sagen, wenn man den ebenfalls unvollständig gebliebenen ersten Teil über die Mythologien des Steinzeitmenschen gelesen und dessen Ideen mit denen nachfolgender Philosophen und Wissenschaftler verglichen hat. Der Steinzeitmensch war auf seine Art ein durchaus fortschrittlicher Denker.
Die schon erwähnten Begleittexte ordnen dieses frühe Werk Feyerabends in sein Gesamtwerk ein, in der die Naturphilosophie immer eine besondere Stellung innehatte.
Wer sich für die Frühgeschichte des Homo Sapiens interessiert, wird nicht nur am Text dieses Buches, sondern auch an vielen erläuternden Abbildungen seine große intellektuelle Freude haben.