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Ich habe mir die Bürste für mein etwa 70 cm langes, strapaziertes, leicht gewelltes Haar bestellt und bin absolut zufrieden.
Sie liegt gut in der Hand und die Borsten sind lang genug, um bis auf die Kopfhaut vorzudringen. Die Haare werden wunderbar glänzend.
Allerdings sollte man einige Dinge beachten, wenn man mit Wildschweinborsten kämmt.
Wie bei vielen Umstellungen, braucht das Haar eine kleine Eingewöhnungszeit. An den ersten Tagen, zeigten meine Haare beim Kämmen in alle Himmelsrichtungen, nur nicht nach unten.
Das liegt bei mir leider an der viel zu trockenen Haarsubstanz,..besonders direkt nach dem Waschen. Ist das Haarfett mit der Bürste nach 2-3 Tagen einigermaßen bis in die Spitzen verteilt, fliegt auch nichts mehr. Ansonsten hilft es, mit der anderen Hand dem Bürstenstrich zu folgen und so über das Haar zu streichen.
Auch ein Hauch Öl ( Kokosöl, Jojoba-Öl, Sonnenblumenöl...was man so im Haus hat ) über das untere Drittel der Haare verteilt schaffen schnell Abhilfe und pflegen das Haar ohne Chemie.
Für gesundes Haar sollte auch der Waschzyklus verlängert werden. Alle 2, 3 und vielleicht, wer es schafft, alle 4 Tagen reichen aus und das Haar wird automatisch weniger nachfetten. Für diese Umstellung macht auch die Wildschwein-Bürste Sinn, da man mit ihr das Haar wunderbar "sauber" bürsten kann. Auch dies erfordert natürlich eine Eingewöhnungszeit.
Auch die Reduzierung des Shampoos hilft. Ich wasche nur den Ansatz und dafür brauche ich nicht mehr Shampoo als Leute mit ganz kurzen Haaren. So verwende ich momentan nur noch einen Klecks, der so groß ist wie eine Haselnuss (mit Schale). Schön in den Handflächen verreiben und mit den Fingerspitzen einmassieren. Das schäumt nicht dolle, aber die Haare werden trotzdem sauber und sehen auch nicht fettig aus.
Ich würde vom "Wildsauen" bei täglich gewaschenen Haaren eher abraten, da das Haar und die Kopfhaut 1. durch das ständige Waschen schon genug strapaziert wird und 2. die Wildsau anschließend eher zu zusätzlichem Streß auf dem Kopf führt als zu schönem Haar.
Damit das Haar beim Bürsten nicht gleich platt und fettig am Kopf klebt, und man nicht nach der tollen Bürstenmassage aussieht wie eine Rolle Drops mit Ohren, habe ich mir angewöhnt, die Haare unter der Strähne zu kämmen. Also ich setze nicht auf dem Kopf auf, sondern greife eine große Strähne und kämme diese von unten, vom Ansatz in die Spitzen. So sieht das Haar schön luftig nach dem Bürsten aus und es fliegt auch weniger.
Nach nun fast 3 Wochen Anwendung komme ich super mit der Bürste zurecht. Ich bürste am Waschtag nur leicht und oberflächlich und gebe den Haarspitzen etwas Öl und einmal in der Woche eine selbstgemischte Ei-Honig-Kur.
Am 2. Tag fange ich mit der "richtigen" Bürstenmassage an. Die fliegenden Haare sind kaum noch ein Thema.
Ich habe auch angefangen mein Haar mehr hochzustecken und muss sagen, dass es mir für diese vielen Veränderungen anscheinend sehr dankbar ist und meine Mühe mit Fülle und Glanz belohnt.
Den Spliss werde ich natürlich rausschneiden müssen ( Schere ist schon bestellt,..ich werde berichten..:o)..) , da hilft auch keine Bürste. Aber diese kleine Bürste war für mich irgendwie ein Startschuss mich mehr um mein Haar zu kümmern und schon dafür hat sich der Kauf gelohnt.
Ich bin sehr zufrieden mit der Wildsau-Bürste und werde mir demnächst noch eine 2. zulegen, da man die Bürste auch mal reinigen muss und ich keinen Tag mehr auf sie verzichten möchte.
Ich würde sie auf jeden Fall empfehlen.