Der Zufall stand mir zur Seite diese hervorragende Band
kennenlernen zu dürfen. Im Programm der
"Labels-Night" im Rahmen der diesjährigen
Popkomm trat die mir nichtsagende Band " I am Kloot " auf, binnen kürzester Zeit gelang es Ihnen
mich so für sich einzunehmen, dass ich prompt am
am nächsten Tag mir in sämtliche Plattenläden auf der Suche nach ihrem Album " Natural History "
die Füsse buchstäblich rund lief. Aber ich kann berichten, dass sich dieser Umstand wirklich mehr als rentiert hat, ihr Werk befindet sich bei mir
seit Wochen in der Dauer-Rotation und das hat gute
Gründe: Nicht nur das unheimlich kompakt gespielte
Besen-Schlagzeug und die äußerst filigranen, jedoch druckvollen Bassläufe rühren das Ohr des
Zuhörers, als wäre das wirklich nicht fast schon zuviel des Guten, überzeugt "Working-class-hero" John Bramwell durch hervorragende Texte und ein Organ, welches
nicht nur beiläufig an John Lennon zu erinnern vermag.
Nur der gute Lennon hätte allein niemals ( trotz
allen nötigen Respektes ) ein solches Album auf die Beine gestellt. Wer das jetzt soviel beschworene "new accoustic movement"
à la kings of convenience schätzt, versehen
mit einer wohlweislich dosierten Portion
Wut und Zynismus, der kommt an " I am kloot"
definitiv nicht vorbei. Guten Appetit.