oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Natura morta: Eine römische Novelle (suhrkamp taschenbuch)
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Natura morta: Eine römische Novelle (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Josef Winkler
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 4 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Donnerstag, 31. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe EUR 11,80  
Taschenbuch EUR 7,00  

Hinweise und Aktionen

  • Christa Wolf: Stadt der Engel
    Suhrkamp-Insel-Shop:
    Hier finden Sie Neuheiten des Verlags, Taschenbuch-Highlights, Bücher im Großdruck, Schullektüren und mehr. Zum Suhrkamp-Insel-Shop

Wird oft zusammen gekauft

Kunden kaufen diesen Artikel zusammen mit Die andere Seite: Ein phantastischer Roman EUR 9,99

Natura morta: Eine römische Novelle (suhrkamp taschenbuch) + Die andere Seite: Ein phantastischer Roman
Preis für beide: EUR 16,99

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

  • Dieser Artikel: Natura morta: Eine römische Novelle (suhrkamp taschenbuch)

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Die andere Seite: Ein phantastischer Roman

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 120 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (23. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518455753
  • ISBN-13: 978-3518455753
  • Größe und/oder Gewicht: 17,2 x 10,8 x 0,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 284.848 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Josef Winkler
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Josef Winkler auf Amazon

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.at-Redaktion

Ein Begriff aus der Malerei steht programmatisch über der römischen Novelle von Josef Winkler. In Natura morta malt der Autor mit Worten den Triumphzug des Todes.

Schauplatz ist der Markt auf der Piazza Vittorio Emmanuele. Ein opulentes Augenmahl aus Fleisch und Blut bietet sich dar, Farben und Gerüche sind betäubend: ausgeweidete schwarze Ziegen, gespaltene Schafsköpfe, Gehirne auf rosarotem Fettpapier, violette Fliegen in silberglänzenden Augenhöhlen, dunkelrote Hühnerkämme. Frische grüne Rosmarinzweige übertünchen den Blutgeruch. Scherzend, schreiend, feilschend bewegen sich Verkäufer, Bettler, Zigeunerinnen, Nonnen, Kinder. Der Blick des Autors bleibt hängen an einem Jüngling, den Fische verkaufenden Piccoletto. "Ein schwarzhaariger, ungefähr sechzehnjähriger Junge, der lange, fast seine mit Sommersprossen übersäten Wangen berührende Wimpern hatte..." Sanft und begehrlich streift der Blick seine Bewegungen. Etwas kindhaft Unschuldiges haftet ihm an, die Szenerie der Schlacht- und Blutorgie im Hintergrund lässt Piccolettos Schönheit und Lebendigkeit nur stärker strahlen.

Die Figur des Piccoletto führt uns durch das alltägliche Rom, das in genauesten Beschreibungen sinnlich greifbar wird. Als Überschriften für seine Bilder verwendet Josef Winkler Gedichte von Giuseppe Ungaretti, die dieser nach dem Tod seines verstorbenen Sohnes schrieb. Quasi das Motto des Buches ist die Gedichtzeile: "Er hat einen Korb aus Tau / der Scharlatan des Himmels." Sie findet eine Entsprechung, als am Markt im Platzregen der Tod Einzug hält. Im Spiel des Lebens hält er die letzte Karte bereit, und er spielt sie aus gegenüber dem Schönen, Geliebten, dem Allerlebendigsten.

Wie barocke Embleme entwickelt Josef Winkler seine Liebes- und Todespoesie. Seine Konzentration auf grausame Spielarten des Todes erfährt hier in lebendigsten Bildern einen neuen Höhepunkt. Für die Novelle erhielt er den Alfred-Döblin-Preis 2001. --Beatrice Simonsen -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Neue Zürcher Zeitung

Lesezeichen

Entwurf für einen Menschen ohne Welt

Josef Winkler zelebriert eine unheilige römische Messe

Man muss schon sehr gläubig sein, um ein katholisches Hochamt in seinen Ritualen der Wiederholung nur geniessen zu können. Josef Winklers römische Novelle «Natura morta» stellt den Leser vor vergleichbare Probleme. Nicht dass es der 48-jährige Österreicher auf einen Gottesdienst im herkömmlichen Sinn abgesehen hätte, doch eine grosse Konfession stellt sein mittlerweile elf Prosabände umfassendes Werk allemal dar. Seit 1979 hat sich Winkler mit geballter Schreibwut von der Erniedrigung seiner Herkunft als Bergbauernsohn befreit, der in seiner Homosexualität am ländlich-armen, katholisch-konservativen repressiven Milieu zu ersticken drohte. In einem Akt radikaler Anklage und Selbstentblössung hat er der Öffentlichkeit seine Kindheit sozusagen vor die Füsse gekotzt – um zu Hause prompt als Nestbeschmutzer ausgegrenzt zu werden.

Über die Jahre hinweg hat Winkler die Kampfzone von Männerliebe und Todeserotik, Heimathass und (Gott-)Vatermord geographisch ausgeweitet. Mittlerweile tobt in seinen Büchern nicht mehr die Hitze eines sich absolut setzenden Ich, sondern es hat eine objektivierende auktoriale Kühle Einzug gehalten. Italien und Indien bildeten in den Romanen «Friedhof der bitteren Orangen» (1990) und «Domra» (1996) die Folie seiner poetischen Streifzüge. Den römischen und neapolitanischen Totenbezirken wie den Bestattungsritualen am Ganges näherte sich Winkler als akribischer Beobachter. Wo sich zuvor Metaphern türmten, begannen die Bilder zu kreisen: Es war, als ob sich in das Vakuum des entäusserten Innern ein Katarakt von Welt ergiessen würde.

Im Exil der Literatur

Josef Winklers wichtigster Mentor in Sachen poetischer Obszönität war Jean Genet. So wie der französische poète maudit hat der Kärntner sein Leben in Kunst, seinen Ekel in Exorzismus und seine Stummheit in Sprachfuror verwandelt. Dabei gehorcht der systematische Tabubruch keineswegs einer avanciert sich dünkenden Ästhetik der Abweichung, sondern erweist sich als Ausdruck existenzieller Not. Winkler hat sich schreibend das nackte Dasein erkämpft, um schliesslich Einlass ins Exil der Literatur zu finden. Seine Verstörung verstand er in eine hochmanierierte Sprache zu zwingen, die in ihrer wüsten Schönheit der Lust wie dem Leiden, der Rebellion wie der Schuld gleichermassen Ausdruck verschafft. In krud-überschäumender, pathetisch-wirrer (christlicher) Metaphorik, in liturgischen Formeln und heimatlichen Weisen, in suggestiven Satzperioden und exzessiven Wiederholungen artikulieren sich das sexuelle Begehren und die Nekrophilie, der Selbsthass und die Wut auf Vater, Kirche und Heimat. Bewusst greift Winkler in seinem Berserkertum auf das poetische Repertoire des Barock mit seinen düsteren Allegorien zurück, kaum bezweckt dagegen dürfte die Dialektik sein, im Antikatholizismus katholisch zu bleiben. Denn die Blasphemie als Beichtzwang ist nur die inverse Form des Gebets, zumal wenn sie mit jenem Prunk daherkommt, mit dem die römische Kirche die Gläubigen seit je zu betören suchte.

«Natura morta» scheint die Lehren aus dieser Aporie ziehen zu wollen – durch einen weitgehenden Reduktionismus der Fabel, der Figuren und Formen sowie durch den vollständigen Verzicht auf das egomanische Ich und dessen poetologische Selbstreflexion. Der Erzähler hat sich aufgelöst in ein Kameraauge, seine ungeteilte Aufmerksamkeit gilt den ihn umgebenden Erscheinungen, die er zu einem monumentalen Stillleben arrangiert. Erneut hat es Winkler nach Rom gezogen, dahin, wo das Schöne des Schrecklichen und das Schreckliche des Schönen Anfang ist und wo die Feier des Lebens das Fest des Todes darstellt: auf die Fleisch- und Fischmärkte der Stadt, auf die Strassen rund um den Bahnhof und den Vatikan, wo Pilger und Touristen, Kleinhändler und Bettler, Krüppel und Asylanten, Strichjungen und Fixer, Penner und Huren herumlungern. Zwischen urbs und orbis, zwischen Profanem und Heiligem, Heidentum und Christentum bietet Rom zahllose Bruchstellen, an denen Winklers Wille zur Epiphanie reichlich Nahrung findet.

Man sollte den Untertitel «Novelle» nicht allzu ernst nehmen, denn eine Handlung findet sich in «Natura morta» nur in rudimentärer Form. Auch ist Piccoletto, der schöne Gehilfe eines Fischhändlers und Sohn einer Feigenverkäuferin, kein wirklicher Protagonist. Immer wieder taucht er auf, und so ephemer wie sein bisexuelles Glück der Gasse mutet auch sein Tod an: Während eines Platzregens wird er beim Pizzaholen von einem Einsatzwagen der Feuerwehr überfahren. Die ekstatische Trauer der Marktgemeinschaft kommt zur Ruhe in der Totenmesse, und bereits bei der Beerdigung scheint sich die Natur über die Geschichte zu senken. Von fern dringt der Gestus der Heiligenlegende durch, zumal der Autor das Buch mit Passagen aus dem Gedichtzyklus «Tag für Tag» durchsetzt, den Giuseppe Ungaretti nach dem Tod seines kleinen Sohnes verfasste, und in der Tat stellt Piccoletto im Zeichensystem des Winkler'schen Œuvre eine Christusfigur dar (worauf auch eine dornenkronenartige Kopfverletzung verweist). Naturhaft kommt er in der Zivilisation daher, naiv und eingeweiht, verspielt und melancholisch. So ist denn dieses Memento mori zugleich die Erinnerung an die Utopie eines Lebens vor aller Trennung, an einen Zustand, wo alles noch möglich war.

Als sei die Wahrnehmung ganz auf Alarm geschraubt, herrscht in Winklers Tableau eine geradezu gewalttätige Sinnlichkeit: Farben prunken, Formen prahlen, Stimmen schallen, Gerüche dampfen; Geschlecht und Münder, Blicke und Gesten, Plakate und Kritzeleien senden Signale der Verführung aus. Quer durch die Generationen und Geschlechter, Schichten und Rassen hat das menschliche (wie tierische) Bestiarium seinen szenischen Auftritt zwischen Bergen von Früchten und Gemüse, Fleisch und Fisch, Pop-Accessoires und Heiligenkitsch, wobei der Autor die Dinge so arrangiert und beleuchtet, dass die Faszination in den Ekel, die Erregung ins Pornographische kippt. Josef Winklers Rom fügt sich zusammen aus Perversitäten und Atavismen: Das Natürliche paart sich mit dem Künstlichen, das Leben kopuliert mit dem Tod, das Reife ist das Noch-nicht-Verweste, das Intime das Öffentliche und die Liebe eine Form der Grausamkeit. Es ist die Hochzeit von Christus und Dionysos, die hier gefeiert wird. Alles scheint möglich in dieser unheiligen Zeit. In «Natura morta» wird mit Drastik und Zärtlichkeit eine reale Utopie imaginiert, wie man sie so noch nicht gesehen hat. Winkler hat dafür denn auch zu Recht den angesehenen Döblin-Preis erhalten.

Serialität und Hyperrealismus

Serialität ist ein Geheimnis von Winklers auratischer Prosa, Hyperrealismus ein anderes. Hier die schwindelerregende Reihung von Adjektiven, das Staccato kurzer, untereinander logisch nicht verkoppelter Feststellungssätze (die sich mitunter auch zu komplizierten Relativsatzgebilden auswuchern können); hier die Wiederholung stehender Wendungen und fixer Bilder – und da der Kult des Indikativs, der Fanatismus des Details, das besessene Protokoll disparater Eindrücke, die dann im «Labor» zu einem stimmigen Ganzen zusammengefügt werden. «Expressiven Impressionismus» hat man dieses poetische Verfahren genannt, und in der Tat stellt die Natürlichkeit in «Natura morta» eine radikale Künstlichkeit dar. Die Dinge leuchten noch einmal in ihrer ganzen Sinnlichkeit auf, bevor sie zur Allegorie gerinnen. Winkler evoziert das Entsetzen – und versiegelt es gleichzeitig in der Artifizialität seiner Bilder.

Im Ästhetizismus liegen denn auch die Grenzen von Winklers neuster Poetik: Der Exhibitionismus mobilisiert auf Dauer wenig mehr als den Voyeurismus, der intellektuelle Impuls bleibt unverbindlich und die Einbildungskraft des Lesers gefangen in einem fugenlos abgedichteten Raum hypertropher Bilder. Die gefrorene Zeit verhindert zuletzt jede wirkliche Anteilnahme. Die Figuren von «Natura morta» sind die Marionetten eines Endzeittheaters, jede Entwicklung bleibt ihnen versagt. Ihr Dasein wirkt mythisch, ihre Geschichte naturhaft, und der Kult ihres Andersseins dementiert jede Kritik. Winklers blasphemisches Gebet bleibt ohne Transzendenz. Seine Welt wirkt bei aller Öffnung in letzter Konsequenz autistisch. Die eigene Verletzlichkeit hüllt Winkler in einen Sprachpanzer, der ihn von der Unmittelbarkeit seiner Wut befreit, doch gleichzeitig zum Gefangenen macht. Wo sein Landsmann Peter Rosei einst einen «Entwurf für eine Welt ohne Menschen» vorlegte, meint man hier einen Entwurf für einen Menschen ohne Welt zu erkennen...

Andreas Breitenstein -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(1)
(1)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Meine Kritik 6. Januar 2003
Von Ana Fon
Format:Gebundene Ausgabe
Lesen. Langsames lesen. Das ist das Geheimnis. Das bringt uns der Geschichte näher. Welcher Geschichte? Der römischen Geschichte. Durch aufmerksames, langsames lesen werden wir in eine Metropole versetzt. Wir beobachten die Menschen, die Geschehnisse durch Josef Winklers Augen. Wir spüren die prallende Sonne auf unserer Haut, wir müssen die Fliegen vertreiben. Wir sitzen auf einer Mauer und lassen die Zeit vergehen. Da gibt es viele Touristen, viele verschiedene Verkäufer und viele Läden. Oberflächlich lernen wir viele Menschen kennen. Eine Zigeunerin, die Unterwäsche verkauft, eine Blumenverkäuferin, einen Fleischhauer, einen Fischverkäufer, eine Eingeweidenverkäuferin, einen Bettler, einen Drogensüchtigen, einige Jugendliche, zwei marokkanische Strichjungs, ein Nonnenzwillingspaar und viele andere.
Vor unseren Augen spielen sich verschiedene Szenen ab. Es sind wie Photos, Eindrücke, es sind Beobachtungen und Tatsachen. Das ist das Stilleben, die Realität des Alltags. In diesem Alltag treffen wir öfters den Sohn der Feigenverkäuferin, später erfahren wir sogar seinen Namen: Piccoletto. Er wird zu unserer "Lieblings-Straßenfigur". Wir bekommen die Lust ihn zu verfolgen.
So lernen wir seinen Alltag kennen. Sein Alltag findet aber bald auch ein Ende. Er stirbt in einem Autounfall. Sein Tod ist so gefühlloss beschrieben wie das schlachten der Tiere in einer Metzgerei auf dem Marktplatz.
Das letzte Mal sehen wir ihn im Sarg liegen, so wie den toten Fisch auf dem Eis in der Kiste. Oder noch schlimmer - er liegt da wie ein fauliger Fisch.
Winkler schont uns nicht und serviert uns viele Substantive und Adjektive, bei denen man den Appetit verliert. Die brutale Wahrheit ist da. In der wirklichen Welt kann man wegschauen. Da nicht. Da muss man einfach weiter lesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pure Sinnlichkeit 25. September 2008
Format:Taschenbuch
Ich habe gerade die ersten Seiten aus dem neuen Buch "Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot" gelesen. Ein wunderbarer Titel. Aber dazu in ein paar Tagen. Ich kann Winkler nur portioniert aufnehmen, aber das hat auch einen Vorteil, man kann den Genuss und die Spannung in die Länge ziehen. Es ist einige Jahre her, dass ich Winklers "Natura morta" gelesen habe. Insofern könnte ich keine Details wiedergeben. Aber ich erinnere auch nach Jahren die sinnlichen Marktszenen, ich erinnere die Protagonisten, den Regen, und den Tod, der keine Gnade kennt. Ich erinnere die erzählerische Dichte, die bildhafte Sprache, eine Sprache die alle Sinne anspricht. Für mich ist diese "römische Novelle" ein Meisterwerk. Für mich ist Josef Winkler der beste deutschsprachige Erzähler. Bei jeder Gelegenheit werbe ich für ihn. Er bleibt irgendwie immer noch so was wie ein Geheimtip. Ich hoffe sehr, dass der Büchner Preis dazu führt, dass er endlich einem breiteren Publikum zugänglich wird. Ich habe mich jedenfalls riesig gefreut, dass diesem bedeutenden Schrifsteller dieser große Preis zugesprochen wurde.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gemüse, Äpfel und der Tod 5. September 2007
Von Polar
Format:Taschenbuch
Kann Sprache unterhalten? Alle Literaturbeflissenen werden aufschreien: Ja! Wenn einem ein Kunststück wie Natura morta gelingt. Wenn sie die Sinne anspricht. Was ist dazu besser geeignet als ein Markt. Ein Schauplatz wie gemalt. Und mitten drin ereilt der Tod einen Mann und so werden wir Augenzeuge eines sprachgewaltigen Begräbnisses. Das pralle Leben voller Bilder und selbst die Handlung strebt einem Höhepunkt zu. Was will man mehr? Mehr Seiten, Herr Winkler. Wir lassen uns gern länger verführen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
manieriert und fade
Schade um die Zeit, die man sich durch die Seiten dieses eigentlich doch recht schmalen Büchleins müht. Nach der zweiten Seite denkt man: "Okay, verstanden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juni 2009 von Luigi
tote Tiere, hängende Hoden, milchtriefende Brustwarzen, eiternde...
Der Titel "Natura morta" ist hier nicht im Sinne von Stillleben, sondern vielmehr wörtlich als "tote Natur" zu verstehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. November 2008 von Sommerzeit
Entschleunigung im Süden
Ein interessantes Buch, in dem außer einem Todesfall ganz am Ende fast nichts passiert.Es ist ein trickreicher Stil, den Josef Winkler hier anwendet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. August 2008 von Layla
Kurz, interessan, menschlich! Eben natura morta.
Der Bestseller ist auf jeden Fall lesenswert.

Wie der Titel vielleicht nicht auf Anhieb verrät ist das Buch aus dem Leben gegriffen. Lesen Sie weiter...

Veröffentlicht am 31. Oktober 2004 von ulf
Nur ein Abbild von Schauplätzen und Figuren
Dem Autor gelingt es, das wirklich italienische Leben, das bunte Treiben der Italianitá genau abzubilden. Lesen Sie weiter...
Am 29. Dezember 2001 veröffentlicht
Aneinanderreihung von Einzelbeobachtungen, aufgeblähter Stil
Josef Winkler, aus Österreich stammend, sich aber in Rom gut auskennend, das Italienische beherrschend und dies ausgiebig - seinem Werk damit das gehörige Lokalkolorit... Lesen Sie weiter...
Am 20. Oktober 2001 veröffentlicht
Wenn die Wimpern die Wangen berühren...
dann ist die Zeit gekommen, in der sich alle gespaltenen Kalbsköpfe, augenlosen Fische, kopflosen Hühner und Ziegen, zusammen mit Ihren Henkern in Ihre verwesenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. August 2001 von catweazle_x@yahoo.com
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de