"Native Tongue" von Carl Hiaasen ist ein unterhaltsamer, humorvoll-spannender englischsprachiger Roman über den Kampf einiger Umweltschützer und der Mothers of Wilderness gegen den Betreiber eines Vergnügungsparka in Süd-Florida.
Key Largo, Florida. In einem großen Vergnügungspark herrscht helle Aufregung: Zwei Männer haben das letzte Exemplar der vom Aussterben bedrohten "Blauzüngigen Mangowühlmaus" gestohlen. Hinter dem Coup scheint eine militante Umweltorganisation zu stecken, und der Besitzer des Parks will den Frevel mediengerecht ausschlachten. Joe Winder, ein ausgebrannter Ex-Reporter, soll sich der Sache annehmen. Das tut er auch - aber ganz anders als sein Auftraggeber sich das denkt ...
Vor etlichen Jahren hab ich das Buch mal in einer Bücherkiste bei einer Wohnungsauflösung entdeckt, für interessant befunden und mitgenommen. Seitdem stand es in meinem Regal.
Im Juni 2011 hab ich dann angefangen, es zu lesen, hab aber mit mehreren Unterbrechungen doch drei Monate gebraucht, um es durchzulesen.
Ich muss jedoch sagen, es hat mir doch recht gut gefallen, und die zweite Hälfte des Buchs hatte ich in einer Woche durch.
Der Roman ist sehr unterhaltsam geschrieben, mit sehr bissigem Humor. Trotzdem ist es spannend und beleuchtet das ernste Thema des Baubooms der Unterhaltungsindustrie in Florida und die damit verbundene Umweltzerstörung.
Am Anfang fand ich es etwas schwierig, in die Handlung reinzukommen. Es gibt sehr viele beteiligte Personen, und eine ganze Weile wusste ich nicht sicher, wer nun wichtig ist und wer nicht. Doch mit der Zeit kommt man gut rein und findet Gefallen an den gut ausgearbeiteten, sehr individuellen Charakteren.
Auch im englischen Original sehr gut zu lesen.
Insgesamt war es sicherlich nicht mein Lieblingsbuch, aber ich war gut unterhalten, hatte eine gute Lesezeit und gebe dem Buch dreieinhalb Sterne.