Der Titel ist etwa so irreführend, als hieße das Buch „Europäische Volkstänze" und enthielte dann nur griechische Tänze. Es geht hier um indianische Tanzschritte und Choreografien des nordamerikanischen Südwestens (Pueblo-Ethnien, Zuni, Hopi, Apache, Navajo). Ausnahme: ein Sioux-Tanzschritt.
Das ursprünglich 1931 erschienene Werk, für das die Autoren selber Aufzeichnungen vor Ort machten, stellt nach einer Einleitung einzelne Tanzschritte (wie jump, hop, skip, tap) vor, um sich im dritten Kapitel ganzen Tanzabläufen (Eagle Dance, War Dance, Sun Dance, Dog Dance, Matachines) zu widmen. Strichmännchen, Rhythmus- und Metronomangaben illustrieren die Tanzschritte und -bewegungen, die Choreografien sind durch Noten mit den Gesängen ergänzt. So wird es möglich, die Tänze nachzuvollziehen. Zusätzlich 3 farbige Illustrationen des San Ildefonso-Indianers Poyege.
Die Autoren sprechen mögliche Einflüsse durch Plains-Tänze (Dog Dance) und europäische Tänze (Matachines) an und nennen Ähnlichkeiten zu orientalischen, russischen, spanischen Tänzen oder zum pas de bourée. Das Buch enthält fast keine Literturhinweise.
Wertvoll für Ethnomusikologen, Tänzer, Leute, die sich für die Kultur der Indianer des Südwestens interessieren. Über den Schreibstil der damaligen Zeit („race", „the Red Man", „American Negro", vorangestelltes Bibelzitat etc.) sollte man hinwegsehen können.