Hobsbawn räumt mit einigen Mythen zum Thema Nationalismus auf. So zeigt er, dass Nationen im 19. Jahrhundert von oben geschaffen wurden, um einheitliche Wirtschaftsräume zu schaffen, dass Nationen also nichts "Natürliches" sind und dass sie meistens nicht einmal auf einer gemeinsamen Sprache basieren. Den vielen Kleinstaaten, die am Ende des 20.Jahrhunderts entstanden sind, gibt er keine Zukunft, denn die Entwicklung läuft auf immer grössere Wirtschaftsräume hinaus, so dass der Nationalismus zu einem Anachronismus und zu einer Abwehrhaltung gegen die Globalisierung geworden ist. Ein Buch, das mit historischer Kritik weitverbreitete Klischees auflöst, also ein Buch für Leute, die gerne mit dem eigenen Kopf denken.