Die Story von National Security kann man vergessen und in die Tonne treten. Außerdem ist die Story von der ersten bis zur letzten Minute vorhersehbar. Dass die zwei Typen, die sich nicht leiden können, sich zusammenraufen werden und einer gefährlichen Gangsterbande das Handwerk legen, ist sowieso klar und hier erwartet man auch nichts überraschendes. Aber auch sonst: So präsentiert Rafferty dem Schwarzen Montgomery seine Ex-Freundin, die ihn wegen der Sache verlassen hat: Natürlich ist diese dann eine Schwarze! Die Drehbuchautoren dachten wohl das wäre ein toller Clou. Wäre es vielleicht geworden, wenn es nicht nach dem Verlauf des Films bis dato fast klar gewesen wäre, dass so was kommt.
Trotzdem funktioniert der Film aber phasenweise: Martin Lawrence spielt hier recht solide, nicht besonders schlecht und nicht besonders gut und Steve Zahn, der eigentlich ein hervorragender Comedian ist, spielt für seine Verhältnisse sogar eher ausgesprochen schlecht, doch in einigen Szenen trumpfen die beiden regelrecht auf. Komischerweise sind das genau die Szenen, in denen Steve Zahn nahezu an seine Standard-Form anknüpfen kann! Andere Schauspieler fallen während des ganzen Films überhaupt nichts ins Gewicht. Obwohl in den Nebenrollen bekannte Gesichter wie das von Stephen Tobolowsky, Bill Duke oder Eric Roberts zu sehen sind, bekommt keiner der Darsteller vom Drehbuch einen Charakter geliefert den er mit Leben füllen kann. Vor allem wird der Bösewicht vom Drehbuch überhaupt nicht richtig ausgearbeitet, so dass dieser fast gesichtslos und in den Augen des Zuschauers nie der richtige große, gefährliche Bösewicht ist, den man sich erhofft.
Doch leider sind es einfach nur Szenen, die wirklich gut unterhalten, viel zu wenige, um aus dieser schlechten und abgedroschene Story einen guten Film zu machen, aber immerhin genug, um den Film einigermaßen amüsant zu machen.
National Security ist ein Film, der sicher nicht uneingeschränkt zu empfehlen ist. Sowohl Story als auch Umsetzung sind eine einzige Katastrophe. Aber immerhin schaffte es der Film doch mehrmals einen zum Lachen zu bringen, so dass man stellenweise sicher auf seine Kosten kommt. Fünf von zehn Punkten!