Nachdem ich bereits mit dem Paris-Reiseführer gute Erfahrungen gemacht habe, wählte ich aus der Vielzahl der Reiseführer für New York wieder National Geographic. Wie fast alle Konkurrenzprodukte geht dieses Buch noch nicht auf 9-11 ein, doch so viel hat sich seitdem nicht geändert (die Börse ist für Besucher jetzt nicht mehr zugänglich; Karten für den Ground Zero gibt's am Pier 17; zur South Ferry Station gibt es keine U-Bahn mehr). Gegliedert ist der Band nach einer allgemeinen Einführung nach Stadtviertel. Doch auch hier gibt es keinen zusammenhängenden Text, sondern jedes Objekt wird in einem einzelnen Unterkapitel dargestellt. Das erleichtert das schnelle Nachschlagen und immer-wieder-rein-Schmökern ungemein. Vorschlagene Spaziergänge dürfen natürlich nicht fehlen, sind aber dankenswerter Weise sehr minimal vorhanden (man sollte eine Stadt sowieso mit eigenen Augen sehen). Positiv ist weiters: 270 Seiten, Hochglanzpapier, reich bebildert, alles in Farbe, ansprechendes Layout, gute Detailkarten. Die wichtigsten Museen werden außerdem sehr umfangreich dargestellt. Negativ (und darum auch die mittelmäßige Bewertung): Wenn man Hotels, Restaurants und Läden wegläßt, dann beschränkt sich das Kapitel Reiseinformationen (das Kleingedruckte am Schluß) auf ganze zwei Seiten! Für Reisende, die noch keine USA-Erfahrung haben, wird es schwierig: Keine Angaben über Netzspannung und Design der Steckdosen, keine Infos über Verfügbarkeit von Bankomaten, über Einreisebestimmungen, Trinkgelder (10-15%), etc. Für das Leben in New York wird man in keinster Weise vorbereitet. Wer dies nicht benötigt, der kann zu diesem Reiseführer greifen, ansonsten müßte man halt eines der "Gebrauchsanleitung für New York"-Bücher dazunehmen oder alternativ einen anderen Reiseführer kaufen.