Voodoo hat mich schon immer sehr beeindruckt, weshalb ich bereits verschiedene Bücher darüber gelesen habe. Von dem Film erhoffte ich eine anschauliche Darstellung verschiedener Praktiken, eine Erläuterung der unterschiedlichen Gottheiten und wie sie sich in den Gesichtszügen und der Körpersprache der von ihnen Besessenen zeigen. Darüber gab es gar nichts, sondern nur den Schwenk der Kamera auf einen besessenen Priester. Man hat zwar erfahren, wie der Geist heißt, der in den Priester gefahren ist. Aber für was dieser Geist steht, und aus welcher Gruppe der Gottheiten dieser Geist stammt, wurde nicht einmal angesprochen.
Voodoo arbeitet auch mit Kräutern, nicht nur mit viel Blut und Beschwörungsformeln. Außer dem immer wieder kehrenden Hinweis darauf, was Blut im Voodoo und in anderen Religionen bedeutet, kam nichts, was dem Betrachter diese Religion irgendwie näher gebracht hätte. Im Gegenteil: Die Abscheu vor den Blutopfern wurde nur noch vergrößert.
Man bekommt den Eindruck, dass die Redakteure dieses Films selbst nicht verstanden haben, um was es im Voodoo geht.
Auch hätte ich mir einen historischen Überblick über die Entwicklung des Voodoo von seinen Ursprüngen bis heute gewünscht.
Ich kann mich der Aussage "Nicht zu viel erwarten." nur anschließen.
National Geographic - Geheimnisvoller Voodoo