Wer gehofft hat, interessantes Filmmaterial über die denkwürdigen Begegnungen der Dian Fossey mit den Berggorillas zu sehen, wird stark enttäuscht. Vielleicht insgesamt 3 Minuten an Tieraufnahmen sind zu sehen. Statt dessen stehen ihre damaligen Mitarbeiter in ihren Wohnzimmern und deren Gemütsregungen im Vordergrund. Frustrierend ist vor allem, welches Bild von der Frau Dian Fossey gezeichnet wird. Sehr wenig wird über die eigentliche Leistung Fosseys berichtet, statt dessen wird ausführlich über ihr Verhältnis zu ihrem Fotographen berichtet und darüber, dass sie ihre Angestellten schlecht behandelt hatte. Kaum zu glauben, dass eine Frau diesen Film gedreht hat, die Sicht auf Fossey ist absolut männergeprägt. Wen würde es schon kümmern, wenn ein Mann seine Angestellten nicht immer freundlich behandelt, wer würde es verbissen und fast wahnsinnig finden, wenn ein Mann seine Sache mit überragendem Eifer verfolgt und sogar sein Leben dafür gibt? Das würde eher als zielstrebig und heldenhaft gelten.
Nach dem Film wünscht man sich, endlich die Filmaufnahmen mit den faszinierenden Tieren, die National Geographic ja schließlich hat, zu sehen. Da diese einem vorenthalten werden, ist zu empfehlen, sich den Spielfilm "Gorillas im Nebel" anzuschauen, da gibt es wenigstens einige spannende Tieraufnahmen.