Klar, Leute, sind wir doch mal ehrlich: einige lieben SEPULTURA schon seit "Roots" nicht mehr, weil das zu wenig Metal war. Andere wiederum würden sterben für "Chaos A.D.". Wieder andere hielten Cavaleras Abgang für Hochverrat. Auf welcher Seite die "Schuld" lag, soll mir mittlerweile egal sein. Jedenfalls ist es SEPULTURA nach dem wirren und trotzigen "Against" endlich gelungen, Neu-Brasilianer Derrick Greene endlich zu einem vollwertigen Bestandteil des Sepultribes werden zu lassen. Denn was der Vierer uns auf "Nation" präsentiert, ist ehrlich gesagt mehr als fett. Da nützen auch die Rufe der "Roots"-Verfechter nichts. Klar, "Roots" war ein Meilnstein, dessen Status "Nation" nie erreichen wird können, aber sieht man endlich mal von den unsäglichen "vorher war alles besser"-Unkenrufen ab und sieht das Werk ganz für sich, ist man mehr als erstaunt. Am Anfang wird man überfahren von "Sepulnation", das als neue Bandhymne sofort ins Ohr geht und den Kurs des Quartetts präzise darstellt: "Wir waren, sind und bleiben SEPULTURA. Auch mit oder gerade wegen Derrick Greene" Diesen eindrucksvollen Beweis setzen SEPULTURA im weiteren Verlauf der Platte fort, wobei es schwierig ist, Lieder aus dem stimmigen Gesamtkontext herauszureißen. Soulfly jedenfalls präsentieren sich nicht als eine solche homogene Einheit, lebt diese Band doch ausschließlich vom Ruf Max Cavaleras. SEPULTURA hingegen zwigen, dass sie imstande waren, ein neues Herz im menschlichen und musikalischen Brustkorb wachsen zu lassen. Denn wie ein künstliches Herz wirkt Greene doch nun wirklich nicht, oder, "Roots"-Freunde ;-)