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Nathan der Weise Ein Dramatisches Gedicht, in fünf Aufzügen Kindle Edition

4.3 von 5 Sternen 111 Kundenrezensionen

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Kindle Edition
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Länge: 260 Seiten Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert

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Produktbeschreibungen

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Mensch sein
Die Aussage in Lessings Nathan der Weise scheint so einfach
Der Dichter hält es -- noch ganz im Zeichen der Aufklärung -- Ende des 18. Jahrhunderts für dringend nötig, an die Toleranz und Menschlichkeit seiner Zeitgenossen zu appellieren.

Er tut das, indem er den weisen Nathan vorführt, und zeigt, wie dieser es schafft, unabhängig von Religion und Herkunft, einfach Mensch zu sein. Nathan lebt in Jerusalem, der Stadt der Weltreligionen, zur Zeit der Kreuzzüge. Seine angenommene Tochter Recha unterrichtet er statt im Judentum oder im Christentum, in Menschlichkeit. Eine Einstellung, die, als ein jeder unter dem Deckmäntelchen seiner Religion davon überzeugt ist, er vertrete die einzig wahren Werte, zwangsläufig zu Konflikten führen muß. Zu groß ist die Zahl der Intoleranten und Ignoranten.

Doch Nathan kann in der berühmten Ringparabel seine Anschauung verdeutlichen: So, wie sich die drei exakt gleichen Ringe nicht unterscheiden lassen, so kann auch unter den Religionen von Juden, Christen und Moslems nicht entschieden werden, welche von ihnen den echten Glauben darstellt. Am Ende kann Nathan die Zweifler von seiner Haltung überzeugen. Dafür benötigt der Weise nicht mehr als zwei Stunden. Im Spiel auf der Bühne.

Dann hat man verstanden: Toleranz und Menschlichkeit, das sind die höchsten Güter der Zivilisation. Heute -- Ende des 20. Jahrhunderts -- ist unsere Lebenswirklichkeit noch immer voll Intoleranz und Ignoranz. Und wir haben es immer noch nötig, erklärt zu bekommen, welches die eigentlichen Werte unserer Gesellschaft sind.

Nathan der Weise kann uns ein guter Lehrmeister sein. Und seine Aussage ist eigentlich ganz einfach. --Anne Hauschild

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 26.06.2003
Lessing stimmt in seinem "dramatischen Gedicht" einen "Triumphgesang der Vernunft" an, der Rezensent Rolf Michaelis singt wiederum ein Loblied auf das Stück selbst, "eines der zauberhaften, zwischen Tragödie, Komödie, Märchen, Requiem, Lehrspiel, schillernden Stücke, einmalig für das deutsche Theater". Michaelis bedauert, dass das Stück heute als "Langweilerei" gilt und rekonstruiert deshalb die historische Brisanz: Nachdem Lessing im Jahr 1778 vom Herzog Carl von Braunschweig verboten wurde, weitere Polemik gegen die orthodoxe Geistlichkeit seiner Zeit zu veröffentlichen, wich er auf das Medium Theater aus. Lessing hoffte in einem Brief an seinen Bruder, dass der Leser "an der Evidenz und Allgemeinheit seiner Religion zweifeln lernt". Rolf Michaelis wundert es nicht, dass beide christlichen Kirchen die Aufführung zu verhindern suchten, werden doch in diesem Stück die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum, Islam als gleichberechtigt dargestellt. Lessing formuliert die heute nicht weniger brisante Frage: "Sind Christ und Jude eher Christ und Jude, /als Mensch?"

© Perlentaucher Medien GmbH

Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 291 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 260 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B004SISQO2
  • X-Ray:
  • Word Wise: Nicht aktiviert
  • Verbesserter Schriftsatz: Aktiviert
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen 111 Kundenrezensionen
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Format: Taschenbuch
Dieser Text behandelt eine Thematik wie sie während der Aufklärung jedem ans Herz gelegt wurde, und es heutzutage noch immer werden sollte.
Lessing geht davon aus, dass sich die Welt als Ganzes bessert wenn sich viele einzelne Menschen bessern. So bessern sich in seinem Werk auch verschiedene Figuren, angeregt durch den Juden Nathan, der bei ihnen diesen Prozess der Besserung eingeleitet hat. Nathan ist ein unermüdlicher Kämpfer für dieses Ziel, er könnte also auch als Aufklärer bezeichnet werden, als der ideale Aufklärer, wie in Lessing sich wohl wünschte. Am Ende des Buches sind die Charaktere durch freundschaftliche Beziehungen verknüpft, die keinen Platz für religiösen Fanatismus lassen.
So ist das Herzstück des Buches wohl auch die Frage des Sultans an Nathan:
"[...] - Da du nun
So weise bist: so sage mir doch einmal -
Was für ein Glaube, was für ein Gesetz
Hat dir am meisten eingeleuchtet? "
So beantwortet Nathan dir Frage auch erst nach einiger Bedenkzeit nicht mit einer eindeutigen Antwort, sondern mit einer Geschichte die sich kurz als "Parabel des Ringes" bezeichnen lässt. Diese Parabel hat er von Bocaccio "ausgeliehen" und leicht angepasst. Sie verdeutlicht nochmals Nathans Ansicht, dass es keine richtige Religion gibt, sondern vielmehr das was der Mensch mit seinem Leben und seiner Umwelt macht das ist was zählt, und das sollte in allen Religionen dasselbe sein.
Nathan der Weise ist aufgrund der alten Sprache und der Verse nicht einfach zu lesen, doch nach einer Weile gewöhnt man sich an den Schreibstil und man kann die spannende Geschichte um Toleranz, Frieden, Liebe und Macht geniessen.
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Kommentar 24 von 25 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Audio CD
Dieses Hörspiel ist leider für eine ernsthafte Arbeit mit Lessings Drama völlig ungeeignet, da an beliebigen Stellen gekürzt wurde und auch häufig Wörter aus nicht erkennbarem Grund durch andere ersetzt werden.
Etliche Stellen werden auch falsch betont,wodurch der Inhalt verändert wird.
2 Kommentare 9 von 9 haben dies hilfreich gefunden. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Der Jude Nathan kehrt von einer Reise zurück nach Jerusalem und erfährt, dass seine Tochter Recha von dem Tempelherrn vor einem Feuer gerettet worden ist. Nathan macht sich auf seine Suche, um ihm zu danken, doch der Tempelherr vertritt anfangs Züge des Antisemitismus und will mit Nathan nichts zu tun haben. Recha ist in den Tempelherrn verliebt, doch Nathans Gesellschafterin Daja erzählt dem Tempelherrn über die wahre Herkunft von Recha und letztendlich werden große Zusammenhänge zwischen den Figuren deutlich...

"Nathan der Weise" ist natürlich ein Klassiker aus der literarischen Epoche der Aufklärung. Lessing hat dieses Werk geschrieben, um dem Fragmentstreit mit dem Pastor Goeze zu trotzen, der Lessing fortan verbot weiter frei zu schreiben und seine Arbeiten so der Zensur unterliefen. Das dramatische Gedicht ist aufgeteilt in fünf Aufzüge und die jeweiligen und teils zahlreichen Auftritte. Lessing hat noch das ursprüngliche Schema beibehalten mit Einhaltung von Zeit, Ort und Handlung, doch die Orte innerhalb eines Aufzugs wechseln von Auftritt zu Auftritt. Charakteristisch ist hier auch das Benutzen des Blankverses und der Kern des Gedichts bildet die Ringparabel, die nach der Frage der wahren Religion, also Christentum, Judentum oder Islam, um Antwort sucht und Nathan so vor der Figur des Sultans Saladin seine Frage in eine Geschichte, eine Parabel, umwandelt. Lessing verfasste dieses Werk, um sich dem Verbot für das Schreiben von religiösen Schriften zu widersetzen und vertritt also den Deismus und Humanismus, die er in diesem Werk mit der Figur des Nathan und der Geschichte allgemein zum Ausdruck bringt.
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Format: Taschenbuch
Gotthold Ephraim Lessings Nathan der Weise", ein - wie er es selbst bezeichnet - dramatisches Gedicht" entstand 1779 und wurde 1781 uraufgeführt. Lessing soll nach Fertigstellung des Werks sinngemäß gesagt haben, er wisse nicht, ob Deutschland bereits für das Stück bereit sei, aber es wäre ein Glück für jede Bühne, die es wage, es erstmals aufzuführen. Die Geschichte Nathans, des jüdischen Kaufmanns aus Jerusalem zur Zeit der Kreuzzüge, ist eine Geschichte für Toleranz und Offenheit. Lessing selbst wurde und wird unterstellt, er hätte mit dem Werk nur seinen persönlichen Streit mit dem Hamburger Hauptpastor Goeze im Sinn gehabt und tatsächlich kommt in Lessings Ansichten der Weltreligionen die christliche Kirche am Schlechtesten weg. Nichtsdestotrotz ist das Stück ein Meisterwerk der Aufklärung und ein Lehrstück im Umgang der Menschen miteinander.

Nathan, ein wohlhabender Kaufmann aus Jerusalem, erfährt nach seiner Rückkehr von einer erfolgreichen Geschäftsreise, dass es während seiner Abwesenheit einen Brand gegeben hatte und seine Tochter Recha den Flammen nur knapp, und durch Rettung eines christlichen Tempelherrn, überlebt hatte.
Recha, nicht Nathans eigene, sondern angenommene Tochter, eigentlich auch Christin, verliebt sich in Folge in den christlichen Kreuzritter. Der Patriarch von Jerusalem, der durch den Tempelherrn erfährt, dass es einen Juden gäbe, der ein christliches Kind adoptiert habe, pocht auf religiöse Werte und Vorschriften, will den Namen des Juden wissen, erfährt ihn aber nicht. Sultan Saladin, Machthaber in Jerusalem plagen indes Geldsorgen, da der Krieg - es herrscht nur Waffenstillstand - weiter finanziert werden muss.
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