Pressestimmen
"Figes' Buch ist reich bebildert und liest sich über Strecken hin wie ein Roman. Er vermittelt ein Maß an Zusammenschau und Überblick, das bisher in so leserfreundlicher Form noch nicht zu haben war." (Süddeutsche Zeitung)
"Wundervoll geschrieben ... hervorragend und breit recherchiert, mit brillanter, leicht zu verstehender Analyse. Eine meisterhafte tour d'horizon, die Spaß macht. Sie steckt voller Anekdoten, ist faszinierend, farbenprächtig und verspielt." (Financial Times)
Kurzbeschreibung
In einer berühmten Szene von Tolstois Roman Krieg und Frieden hört die junge Fürstin Natascha ein ihr unbekanntes Volkslied und beginnt instinktiv zur Melodie zu tanzen. Ausgehend von dieser Schlüsselszene, mit der Tolstoi suggeriert, daß die russische Nation durch unsichtbare Fäden einer angeborenen Mentalität zusammengehalten wird, erkundet Figes die Entstehung einer der erstaunlichsten Kulturen der Welt.
Wunderbar und lebendig geschrieben, spannt Nataschas Tanz den Bogen vom Glanz des Petersburger Zarenhofs bis zur Macht der stalinistischen Propaganda, von der Volkskunst bis zu den magischen Ritualen der asiatischen Schamanen, von der Dichtung Puschkins bis zur Musik Mussorgskis und den Filmen Eisensteins. Die Beleuchtung dieser oft widersprüchlichen Impulse und sinnlichen Gemeinsamkeiten würdigt die Größe der russischen Kultur und die bemerkenswerten Persönlichkeiten, die sie geprägt haben. Nach seinem Meisterwerk zur russischen Revolution, Die Tragödie eines Volkes, legt der junge Londoner Historiker Orlando Figes nun sein nächstes großes Russland-Buch vor, das ebenfalls das Zeug zu einem Standardwerk hat.