Der Holunder ist eine wahre Apotheke im Garten, dies zeigt der neue Knaur Ratgeber „Natürlich gesund mit Holunder" auf. Holunder ist seit Jahrtausenden bekannt und wurde in der Frühzeit der Göttin Hel (Frau Holle) zugeordnet - ein Baum/Strauch mit langer Tradition und Kultur, er sollte in keinem Garten fehlen.
Das vorliegende Buch zeigt übersichtlich und gut gegliedert mit schönen Bildern des Holunders auf, wie man die Pflanze einsetzt und worauf man achten muss. Auch eine sehr gute Rezeptsammlung findet sich am Ende des Büchleins, aus der ich den Holundersekt wärmstens empfehle.
Vielfach unterschätz werden immer noch die medizinischen Qualitäten des Holunders, zu fast allen Wehwehchen kann man den Holunder zu Rate ziehen, wobei man sich dennoch nie ganz aus der medizinischen Betreuung (Arzt konsultieren!) verabschieden sollte.
Muskel und Gelenkschmerzen, Husten und Bauchweh, Probleme mit Niere und Blase, für alle diese Leiden steht der Holunder auf die eine oder andere Weise parat.
Wussten Sie eigentlich das man Holunder nicht ins Haus holen sollte, dies hängt mit der Hel (Todesgöttin) zusammen, welche dem Holunder zugeordnet ist (oder der Holunder ihr). Mit einem Holunderstab wurden zudem früher die Särge ausgemessen.
Doch keine Bange vor dem Holunder, denn schließlich hat alles immer zwei Seiten und die Positiven überwiegen schließlich. Somit sollte man den Holunder ehren, wo man ihn nur findet und seiner Heilkraft ruhig vertrauen.
Das Buch ist sehr empfehlenswert, denn es verschafft dem Interessierten einen guten Überblick über Verwendungs-/ und Anwendungsmöglichkeiten des Holunder.