ein weiteres dylan album, das offenbar zwiespältige reaktionen auslöst.
kennt man aber weitgehend das gesamtwerk, ist es einfach ein weiteres seiner werke, auch wenn es sich durch unüberhörbare country-einflüsse (besonders bei "one more night") ein wenig abhebt. diesen eindruck vermittelt schon der opener "girl from the north country", ein duett mit johnny cash (vermutlich das beste, was JC bis dahin gemacht hat).
die kritik bezüglich oberflächlichem songwriting kann ich auch nicht nachvollziehen. klar, ein derartig herausragender künstler mit derartig hohem output wird oft an der unzahl seiner sternstunden gemessen. lässt man die einmal beiseite und betrachtet jeden dieser songs für sich, so offenbart sich, dass das immer unverkennbar dylan ist und aus dem übrigen amerikanischen singer/songwriter-mainstream hervorleuchtet, besitzen beinahe alle songs doch eine ganz spezielle substanz, die vielen anderen einfach fehlt.
eine weiterer wunderschöner tonträger von his bobness, der nur einen nachteil hat - er ist zu kurz, dafür enthält er mit "lay lady lay" eines seiner mitten ins herz treffenden lieder.
die aufnahme ist räumlich, gut ausgeleuchtet, transportiert band und BD in den hörraum, man kann sich zurücklehnen und geniessen, zumal kein harter tobak sondern vielmehr easy-listening athmosphäre verbreitet wird.
gehört in eine dylan sammlung. punkt.