70 Minuten geben Nashville Pussy Vollgas, bis sie fast von der Bühne kippen. Geil, kein Frage! Leider ist das Publikum in Hollywood ausgesprochen lahmar***ig und läßt sich nur bei genauem Hinhören zu dezentem Applaus bewegen. Auf der früheren DVD "Keep on f**kin'" hat die Meute getobt, als gäb's kein Morgen (damals in Paris aufgezeichnet), gar kein Vergleich, und das ist bedauerlich angesichts der tollen Setlist, die das Quartett rausballert, von "Good Night For A Heart Attack" bis "Nutbush City Limits" (!), von "Piece of Ass" bis "The Bitch Just Kicked Me Out". Schätze mal, die sind in Hollywood so verwöhnt, weil sie jede Woche viel größere Stars sehen, dass es bei einer Band "von der Straße" als uncool gilt, Begeisterung zu zeigen. Dann hätte man mal besser woanders aufgezeichnet, etwa in Australien, wo ein Bonustrack mit Pete Wells von Rose Tattoo zeigt, was da abgeht. Stichwort Bonus: über eine Stunde, aber qualitativ schauerlich, was halt der Roadie mit der Handkamera so einfangen konnte. Highlight ist ein Gespräch mit Motörheads Lemmy (leider nicht untertitelt), der einen nicht jugendfreien Witz erzählt - ich hab euch gewarnt. Ein letztes Wort zur Technik: Der Gig im Hauptprogramm kommt als NTSC/RC0, Bildqualität (wegen der geringeren Zeilenzahl als PAL, aber auch der nicht eben aufwändigen Ausleuchtung in dem Club) nicht ganz top, aber der Ton (wahlweise 5.1 oder 2.0) stellt zufrieden.