Zu allererst: Weder der deutsche Buchtitel, noch das Cover haben irgendetwas mit der Geschichte zu tun! Und der Klappentext auch nicht wirklich...
Lizzie will in NY mit ihrer Freundin Shari zusammen ein (leistbares) Appartement suchen. Das ist aber gar nicht so einfach, und da kommt es Lizzie ganz gelegen, dass ihr Freund Luke sie dazu einlädt, bei ihm zu wohnen. Shari ist nicht so begeistert, denn die muss deshalb mit ihrem Freund Chaz zusammenziehen. Lizzies Wohnungsproblem ist also gelöst, bleibt noch das Job-Problem, denn Lizzie ist süchtig nach Vintage-Mode und am liebsten restauriert und ändert sie Vintage-Brautkleider. Dafür hat sie wirklich ein Händchen, was ihr natürlich auch einen Job in einem Brautmoden-Salon einbringt, allerdings kriegt sie dort nichts bezahlt. Da trifft es sich gut, dass dem Vater von Chaz eine Anwaltskanzlei gehört, in der sie einen Job als Empfangsdame kriegt. Also arbeitet sie vormittags dort und nachmittags im Brautmodensalon.
Als sie in der Anwaltskanzlei Jill Higgins kennenlernt, die in die New Yorker Society einheiratet, allerdings todunglücklich mit dem Brautkleid ist, das ihr die Schwiegermutter in spe aufgedrängt hat, sieht Lizzie ihre Chance gekommen...
Okay, viel mehr passiert hier auch nicht. 376 Seiten lang macht Lizzie ihrem Original-Namen "Queen of Babble" alle Ehre, denn sie quasselt in einem fort - die Geschichte ist in Ich-Form geschrieben, und liest sich äußerst rasant. Lizzie hat zum Teil die abstrusesten Gedanken, und trotzdem fand ich es irgendwie amüsant. Eigentlich hätte mir die Quasseltante total auf die Nerven gehen müssen, aber sie war mir doch irgendwie sympathisch. Natürlich ist die Geschichte einfach gestrickt und voller Klischees, aber trotz allem habe ich mich ganz nett amüsiert. Auch wenn ich persönlich es nicht nachvollziehen kann, dass ein Mädchen so dermaßen scharf aufs Heiraten ist, mit dem ganzen damit verbundenen Brimborium.
Dieses Buch ist übrigens die Fortsetzung von "Aber bitte mit Schokolade!" (Originaltitel: "Queen of Babble"), das ich allerdings nicht gelesen habe. Meiner Meinung nach ist es auch nicht unbedingt notwendig, die Vorgeschichte zu kennen, da ohnehin immer wieder darauf hingewiesen wird, was zuvor passiert ist.
Das Ende fand ich zwar eher abrupt und auch ein bisschen blöd, aber ich weiß inzwischen, dass es hier noch einen dritten Teil gibt, nämlich "Hokus Pokus Zuckerkuss" (im Original "Queen of Babble Gets Hitched"). Den ich allerdings eher nicht lesen werde, außer vielleicht, ich krieg ihn irgendwo mal ganz zufällig sehr sehr günstig.
(Dieser Text ist eine gekürzte Version meiner Rezension auf zwillingsleiden.blogspot.com)