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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Es wird keine Songs mehr wie 'What Sarah Said" geben...", 19. Mai 2008
So war es vorab zu lesen und es machten sich erste Ängste breit, das nächste Album würde vor Lärm und Old-School-Distortion nur so strotzen. Tut es stellenweise sogar, aber wohldosiert, man möchte fast sagen mit feinem Gespür. So wird es gegen Ende des Openers "Bixby Canyon Bridge" etwas lauter und der vorletzte Song "Pity And Fear" endet aprupt in einer Wall-Of-Noise, aber nur um dem letzten Song, dem alles und jeden schmelzenden Herzschmerz-Song "The Ice Is Getting Thinner" einen Passe-Partout zu bescheren.
Die Texte und Charaktere auf diesem Album sind differenzierter, ausgestalteter, tiefgründiger, ja sogar ironischer. Wer möchte dem Protagonisten von "You Can Do Better Than Me" diesen Ausdruck ernsthaft abnehmen? Oder wer kann sich mit dem Stalker aus "I Will Possess Your Heart" identifizieren? Ben Gibbard thematisiert auf diesem Album nicht nur sich selbst, auch wenn dieser Aspekt natürlich nicht zu kurz kommt.
Bixby Canyon Bridge handelt beispielsweise von einem Ort, von dem er etwas besonderes erwartete, da eines seiner Idole sich dort oft aufhielt, und wie er natürlich nur enttäuscht werden kann.
Musikalisch ist das Album, wie seine Vorgänger, weit entfernt von der "Kauf-mich!-Kauf-mich!"-Mentalität, überzeugt durch Kantigkeit, Unangepasstheit (siehe das 4-Min-Intro der Vorab-Single "I Will Possess Your Heart") und einer leicht melancholischen Grundstimmung, der man sich nur schwer entziehen kann. Es ist für den Hörer anfangs sicherlich kein leichtes Album, aber mit jedem Hördurchgang wird eine weitere Dimension der Songs sichtbar, bzw. hörbar. Zwar nicht so glatt produziert wie der Meilenstein "Plans", aber doch eingängig, auf seine Weise.
Auch in der Produktionsweise selbst arbeitete man komplett anders als zuvor, der Song "Talking Bird" ist mit Ausnahme einer Gitarre komplett Live eingespielt und selten wurden Takes abgebrochen.
Es zeugt auch vom Mut dieser Band, nicht mehr mit ohrgängigen Piano-Riffs zu arbeiten und stattdessen die Gitarren wieder mehr in den Vordergrund zu stellen, sie zu verzerren und dröhnen zu lassen, über die Grenzen der Songs hinweg. Zwischen den Songs herrscht selten Stille, da alle Songs aneinandergereit eine feste Spielreihenfolge ergeben.
Eine Empfehlung für "Album des Jahres 2008".
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Everybody relax, 16. Mai 2008
"Death Cab For Cutie" stehen für Musik, die das Herz berührt, zeitlose Momente beschreibt und verliebte Menschen noch verliebter in die Augen schauen lässt. Das ist einerseits dem Können von Frontmann und Kopf Benjamin Gibbard, andererseits einer US-amerikanischen Fernsehserie namens "The O.C." zu verdanken, die den oft leisen Tönen breites Gehör verschaffte. "O.C. California" ist gegangen, die Band aus Washington ist geblieben. Mit dem Erfolg ihres Albums "Transatlanticism", welches noch auf dem Indie Label Barsuk Records erschienen ist, kam der Major Deal mit Atlantic Records. Dabei ist der Erfolg nie geplant gewesen, vielmehr nahm sich Gibbard sogar immer wieder Auszeiten, um sich u.a. in Nebenprojekten wie "The Postal Service" zu betätigen. "Plans" erschien im Jahr 2005 und in der Folge warteten nicht nur Amerikaner, sondern auch ganz Indie Europa sehnsüchtig auf neues Material der Emorocker.
"Narrow stairs" ist geprägt von verträumten Momenten. Melancholisch schön, manchmal düster und immer wieder mit tröstenden Sonnenstrahlen versehen. Ironischerweise stellt dabei "No sunlight" noch den fröhlichsten Song auf dem Album dar. Dieses Lied hätte auch älteren "Jimmy Eat World" Veröffentlichungen gut gestanden. "Long division" nimmt ebenfalls ein wenig mehr Tempo auf und würde als Warm Up in jedem alternativen Club funktionieren. "Your new twin sized bed" erinnert mit seiner lockeren Gangart an einen entspannten Sonntagmorgen, bei dem man den Duft frisch aufgebrühtem Kaffee nachgeht und es sich mit einem besonderen Menschen am Frühstückstisch gemütlich macht. Aber was sich mit dem Vorgänger bereits in Ansätzen abzeichnete, wird nun entgegen vieler Erwartungen weitergelebt. Man hat sich nicht von den Mühlen des Mainstreams und der erfolgshungrigen Radiomusik zermahlen lassen und viel mehr eine unkonventionelle, fast schon progressive Note in die Musik einfließen lassen. Beleg dafür das 8 ½ minütige "I will possess your heart", dass sich während seiner Laufzeit vielschichtig aufbaut und immer wieder selbst neu erfindet. Virtuos in der Instrumentalarbeit, gefühlvoll in der Ausführung legen sich Stücke wie "Talking bird" oder "You can do better than me" wie eine wärmende Decke über den Hörer. Ein atmosphärisch dichtes und spannendes Indiealbum, welches viel abverlangt, aber ebenso viel zu geben hat.
Anspieltipps: "No sunlight", "Cath..." und "Long division"
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschön, Genial, Grandios, Death Cab, 16. Mai 2008
Als riesengroßer Death Cab Fan fieberte ich dem 16.05.08 natürlich sehnsüchtig entgegen - und dann war es endlich soweit, ich hielt die Scheibe in meinen Händen!
Und verdammt, so schnell werde ich sie nicht mehr weglegen!
Was die Jungs um Ben Gibbard hier auf die Scheibe pressen sucht seinesgleichen, wunderschön, eingängig und doch experimentell, hoffnungsvoll und doch dunkel. Death Cab for Cutie einfach.
Ich möchte jetzt gar nicht großartig auf die einzelnen Songs eingehen, das muss schon jeder für sich selbst, mein persönliches Hightlight auf der Platte ist aber "Pitty and Fear".
Ein hoch auf Ben Gibbard!
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