|
|||||
Produktinformation
|
Die in Seattle angesiedelte Gruppe, die sich nach einem Song der Bonzo Dog Band benannte, verwöhnt einen wie auf dem Vorgänger Plans diesmal nicht mit Über-Liedern wie Soul Meets Body oder I Will Follow You Into The Dark. Also den Eintrittskarten in die große Pop-Welt mit seinen Grammy Nominierungen. Was aber in der vermeintlichen Spitze fehlt, gleicht das US-Quartett in der Breite aus, und die ist im Gegensatz zum Erfolgsalbum Plans bewusst rauer und dunkler gehalten worden. Das mit Abstand auffälligste Lied ist I Will Possess Your Heart mit einem 4-minütigem, krautrockenden Instrumental-Intro, das keine klare Richtung und Songstruktur andeutet, was sich auch nicht ändert, wenn Textschreiber Benjamin Gibbard anfängt, die Geschichte um einen gestörten Stalker zu erzählen. Das passt im Gegensatz zum Up-Tempo-Stück No Sunshine, in dem Gibbard davon singt, wie er den jugendlichen Optimismus und die Ideale Jahr für Jahr verliert. Welch ein Kontrast zwischen Musik und Text, der auch Your New Twin Sized Bed und Long Division bestimmt. Die nicht selbstverständliche Freiheit, der nicht aufgebaute Erwartungsdrucks seitens der großen Plattenfirma nutzten Death Cab für ein sehr selbstbewusstes Album. Das konnte man nach Plans so nicht erwarten. --Sven NIechziol
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Es wird keine Songs mehr wie 'What Sarah Said" geben...",
Von
Rezension bezieht sich auf: Narrow Stairs (Audio CD)
So war es vorab zu lesen und es machten sich erste Ängste breit, das nächste Album würde vor Lärm und Old-School-Distortion nur so strotzen. Tut es stellenweise sogar, aber wohldosiert, man möchte fast sagen mit feinem Gespür. So wird es gegen Ende des Openers "Bixby Canyon Bridge" etwas lauter und der vorletzte Song "Pity And Fear" endet aprupt in einer Wall-Of-Noise, aber nur um dem letzten Song, dem alles und jeden schmelzenden Herzschmerz-Song "The Ice Is Getting Thinner" einen Passe-Partout zu bescheren.Die Texte und Charaktere auf diesem Album sind differenzierter, ausgestalteter, tiefgründiger, ja sogar ironischer. Wer möchte dem Protagonisten von "You Can Do Better Than Me" diesen Ausdruck ernsthaft abnehmen? Oder wer kann sich mit dem Stalker aus "I Will Possess Your Heart" identifizieren? Ben Gibbard thematisiert auf diesem Album nicht nur sich selbst, auch wenn dieser Aspekt natürlich nicht zu kurz kommt. Bixby Canyon Bridge handelt beispielsweise von einem Ort, von dem er etwas besonderes erwartete, da eines seiner Idole sich dort oft aufhielt, und wie er natürlich nur enttäuscht werden kann. Musikalisch ist das Album, wie seine Vorgänger, weit entfernt von der "Kauf-mich!-Kauf-mich!"-Mentalität, überzeugt durch Kantigkeit, Unangepasstheit (siehe das 4-Min-Intro der Vorab-Single "I Will Possess Your Heart") und einer leicht melancholischen Grundstimmung, der man sich nur schwer entziehen kann. Es ist für den Hörer anfangs sicherlich kein leichtes Album, aber mit jedem Hördurchgang wird eine weitere Dimension der Songs sichtbar, bzw. hörbar. Zwar nicht so glatt produziert wie der Meilenstein "Plans", aber doch eingängig, auf seine Weise. Auch in der Produktionsweise selbst arbeitete man komplett anders als zuvor, der Song "Talking Bird" ist mit Ausnahme einer Gitarre komplett Live eingespielt und selten wurden Takes abgebrochen. Es zeugt auch vom Mut dieser Band, nicht mehr mit ohrgängigen Piano-Riffs zu arbeiten und stattdessen die Gitarren wieder mehr in den Vordergrund zu stellen, sie zu verzerren und dröhnen zu lassen, über die Grenzen der Songs hinweg. Zwischen den Songs herrscht selten Stille, da alle Songs aneinandergereit eine feste Spielreihenfolge ergeben. Eine Empfehlung für "Album des Jahres 2008". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschön, Genial, Grandios, Death Cab,
Von
Rezension bezieht sich auf: Narrow Stairs (Audio CD)
Als riesengroßer Death Cab Fan fieberte ich dem 16.05.08 natürlich sehnsüchtig entgegen - und dann war es endlich soweit, ich hielt die Scheibe in meinen Händen!Und verdammt, so schnell werde ich sie nicht mehr weglegen! Was die Jungs um Ben Gibbard hier auf die Scheibe pressen sucht seinesgleichen, wunderschön, eingängig und doch experimentell, hoffnungsvoll und doch dunkel. Death Cab for Cutie einfach. Ich möchte jetzt gar nicht großartig auf die einzelnen Songs eingehen, das muss schon jeder für sich selbst, mein persönliches Hightlight auf der Platte ist aber "Pitty and Fear". Ein hoch auf Ben Gibbard! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Beben nach dem ambivalenten rezensionschaos,
Von
Rezension bezieht sich auf: Narrow Stairs (Audio CD)
die karten für das death cab-konzert sind bestellt und seit wochen komme ich das erste mal wieder in den genuss exzessiven internet konsums. und was muss ich da festellen? - Genau. Death Cab For Cutie haben während meiner abwesenheit aus der medienwelt ein neues album auf dem markt gepfeffert. "Gepfeffert" mag nun nicht das passende wort sein aber es kam so abrupt und plötzlich für mich. Das konzept des albums macht aber sehr wohl einen durchdachten eindruck.Da musste man lesen "ein ganz nettes sommeralbum, welches jedoch nicht an die qualität seiner vorgänger heranzureichen vermag." (frei zitiert aus einem last.fm-kommentar) und panik begann sich langsam breit zu machen. also nichts wie her mit dem album, welches ich grade in diesem moment eben jetzt zum zweienhalbsten mal höre. Vorab muss gesagt werden, dass ich ein riesiger fan bin und alle alben besitze und liebe, mein musikalischer horizont sich genreübergeifend jedoch noch viel weiter erstreckt. wer hätte das gedacht. Album rein, auf play gedrückt und den endorphinausstoß nur grade noch so überlebt. Meisterwerk. Kurzweilig trotzdem aber auch mit starken tendenzen zum tiefgang. Alle lieder gefallen mir, ben gibbard übt sich mal wieder darin mit seiner stimme eine große varianz an verschiedenen tonhöhen zu erreichen, der sound ist klassisch, die songs unvorhersehbar (abgesehen von "No Sunligth", welches mich trotzdem mitzureißen vermochte). Death Cab präsentieren sich von der musikalischen seite etwas progressiver ("i will possess your heart" - "klassisch progressiv" - falls dieser ausdruck überhaupt sinn macht) aber von der emotionalität hat sich nichts geändert. die einzelnen lieder sind eingängig, emotional (extrem emotional aber vielleicht liegt das auch an mir) und death cab haben sich nicht einfach nur wiederholt und auf alten erfolgen ausgeruht. Sehr gut leute. jetzt muss sich der werte herr gibbard nur nochmal um sein soloprojekt "the postal service" kümmern und ich bin komplett glücklich. Vielen dank die herren und ich freue mich schon auf das nächste mal. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|