Nach Schwarztee und Ausgetanzt ist 'Narrentanz' der dritte Krimi der Wienerin Anni Bürkl, deren sympathische Heldin Berenike Roither eigentlich nichts weiter möchte, als auf dem Land ein beschauliches Leben und einen kleinen aber feinen Tee- und Literatursalon zu führen - und die dennoch immer wieder in ungewöhnliche Kriminalfälle hineingerät. Denn auf ihre ganz eigene Art kann Berenike nicht die Finger von den Ermittlungen lassen. Dieses Mal wird sie in einen ominösen Fall verwickelt, in dem es um weit mehr als nur das merkwürdige Verschwinden von Katzen geht. Mit ihrer Story um den Mord an jungen Männern greift Anni Bürkl das aktuelle Thema vom Missbrauch Schutzbedürftiger und der sexuellen Gewalt an Kindern auf, ein sehr unrühmliches Kapitel insbesondere in der Geschichte und Gegenwart der katholischen Kirche und seiner Priester. Zugleich erfahren wir aber auch ein wenig mehr aus Berenikes Vergangenheit als Eventmanagerin in Wien, und auch ihre Beziehung zum Kripobeamten Jonas bekommt immer mehr Konturen. So ist "Narrentanz", trotz seines ernsten Themas, ein sehr unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Figuren und einer spannenden Geschichte.