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am 9. September 2012
Vorweg genommen: Das Preisleistuingsverhältnis stimmt hier leider überhaupt nicht. So sehr ich die Bücher von Michael Sommer ansonsten schätze und auch dieses hier enttäuscht inhaltlich nicht: für das schmale Bändchen hier 25 Euro zu bezahlen, ist doch arg übertrieben. Der eigentliche Text des Buches macht ganze 148 Seiten aus, und davon sind die meisten (oder sogar alle?) "Essays" bereits früher woanders verschienen (vor allem in der Zeitschrift DAMALS), worauf man hier beim Kauf von amazon, bzw. vom Verlag NICHT aufmerksam gemacht wird! Sogar das Vorwort verschwiegt diese Tatsache! DAMALS-Leser habven das Nachsehen.

Nur als Beispiel:
- Das Kapitel "Aufstand der Verzweifelten: Spartacus und der Dritte Sklavenkrieg" (ab S. 56) erschien bereits in DAMALS (5, 2010)
- "Schwerter und Pflugscharen" (ab S. 120) erschien bereits in DAMALS (5, 2009)
- "Ein Denkmal für den Sieger: der Titusbogen auf dem Forum Romanum" (ab S. 88) erschien bereits in DAMALS (4, 2008)
- "Die Krise des römischen Reiches im 3. Jahrhundert: Ein Imperium steht zur Disposition" (ab S. 136) erschien bereits in DAMALS (10, 2005)
- "Wie Frösche um einen Teich: Güteraustausch in der klassischen Mittelmeerwelt" (ab S. 14) erschien bereits in "Fernhandel in Antike und Mittelalter", hrsg. von Robert Bohn (WBG 2008)

Hinzukommt: Für 25 Euro hätte wenigstens eine Reihe hochwertiger Abbildungen erwartet, wie man es von Zabern früher gewohnt war. Aber die Zeiten sind wohl leider vorbei. Heute ist alles schwarzweiß, andere Bände, die eigentlich toll bebilderbar wären, haben garkeine Bilder mehr.
Wahrscheinlich muss auch der Zabernverlag überall sparen, wo es nur geht, aber ob man ausgerechnet mit dieser Masche hier noch viele Bücher verlauft, wage ich zu bezweifeln. Wenn man sogar verschwiegt, dass man für so viel Geld nur reycelte Texte erhält.
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Bis auf das Cover hat dieses Buch kein einziges Farbbild zu bieten. Lediglich wenige schwarz - weiß - Bilder befinden sich noch im Innenteil dieses Buches, bei diesem stolzen Buchpreis bin ich da darüber doch schon ziemlich verwundert. An vollen Textseiten kommen gerade mal lasche 160 Seiten zusammen.

Mit seinen Texten zu Gestalten der Antike allerdings beweist Michael Sommer natürlich sein Wissen als Historiker, aber er vermag es auch den lesenden Laien in wohl sortierten und lebendigen Texten die Zeit nahe zu bringen und wichtige Merkmale der Zeit in ihrem Kontext sichtbar werden zu lassen.

Der Autor präsentiert hier nicht die großen Glanzhelden Alexander und Augustus. Vielmehr beschreibt Sommer in seinen 15 biografischen Essays Leute wie den exzentrischen Kaiser Elagabal, oder Caligula, Nero oder auch Comodus, also die Narren im Purpurgewand. Sommer fragt unumwunden:"Warum brachte gerade Rom so viele paranoide Potentaten, debile Despoten und irrsinnige Imperatoren hervor?" Antworten bleibt der Historiker nicht schuldig und sie leuchten ein.

Der geschichtliche Spaziergang mit Michael Sommer war kurzweilig und informativ. Wenn man Geschichte so erzählt bekommt beschäftigt man sich gern mit ihr!
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am 13. Januar 2015
Inhaltlich hätte das Buch durchaus einige Sterne verdient, aber es gibt drei Gründe für die schlechte Wertung. Da ist einmal der Etikettenschwindel des Verlages. „Lebensbilder aus der Antike“ bringt das Werk nämlich keineswegs, gerade zwei von 15 Kapiteln beinhalten in nennenswertem Maße Biographisches: Jene über Crassus und Elagabal, die aber auch nur jeweils einen Teilaspekt ihres Lebens behandeln. „Narren im Purpur“ ist überhaupt ein schwachsinniger Haupttitel, der völlig falsche Erwartungen weckt.
Alle hier abgedruckten Aufsätze wurden bereits in der Zeitschrift „Damals“ veröffentlicht, waren dort aber meist in einen bestimmten redaktionellen Zusammenhang gestellt, der nun fehlt. Außerdem transportiert „Damals“ viele Informationen über die reichhaltige Bebilderung, die hier ebenfalls fehlt. Da sich der Autor auch nicht die Mühe gemacht hat, die Texte etwas zu adaptieren oder neu einzubegleiten, stehen die einzelnen Kapitel ziemlich verloren im Raum; man braucht ein gutes Grundwissen der antiken Geschichte, um etwa den Aufsatz über die Kämpfe mit den Sasaniden im 3.Jahrhundert oder die Schaffung der Provinz Asia im 1. Jahrhundert n.Chr. mit Gewinn lesen zu können. Des weiteren gibt es zwischen einigen Kapiteln erhebliche inhaltliche Überschneidungen bis hin zu fast identen Absätzen.
Den letzten Ausschlag für die ganz schlechte Wertung hat aber eine geradezu groteske Wertung des Autors gegeben: „Mißachtung jeglicher gesetzlichen Schranke und aller Rechte fremder Individualitäten, ziel- und sinnlose Grausamkeit“, damit sei, so der Autor, auch ein treffendes Psychogramm des deutschen Kaisers Wilhelm II gegeben! Wie bitte? Geht’s noch? Nicht einmal die schärfsten (mittlerweile aber schon überholten) sachkundigen Kritiker seiner Politik wie Fritz Fischer haben auch nur annähernd ähnlich geurteilt, und daß die neuesten Wilhelm-Biographen (gerade auch aus der angelsächsischen Welt) zu einer insgesamt durchaus positiven Beurteilung dieses Kaisers gekommen sind, dürfte dem Autor, der offenbar tatsächlich nur in der Antike zu Hause ist, völlig entgangen sein. Dann sollte er sich aber auch Urteile über die neuere Geschichte sparen.
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Der Autor dieses Buches PD Dr. Michael Sommer stellt 15 Essays vor, die für das Geschichts-Magazin DAMALS entstanden sind und nun in gesammelter sowie überarbeiteter Form den Lesern zugänglich gemacht werden. Die Essays behandeln eine Zeitspanne, die ihren Anfang um 1200 v. Chr. in der Levante nimmt und 1500 Jahre später endet. Dabei wird auf unfähige psychisch gestörte Machtinhaber in der Geschichte aufmerksam gemacht und das im Rahmen von spannenden Berichten über die Zeit, in der diese lebten.

Da es im Buch stets aufs Neue um Macht geht, fragt der Autor gleich zu Beginn, was man unter dieser zu verstehen habe und zitiert Max Weber, der diese wie folgt definiert: "Jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht."

Im ersten Essay geht es um den Fernhandel und den Güteraustausch in der klassischen Mittelmeerwelt, ein gut gewählter Einstieg auf das, was dann folgt. Skizziert werden mächtige Psychopathen, denn die römische Kaisergeschichte verzeichnet eine große Anzahl von skurrilen Exzentrikern, grausamen Despoten, perversen Wollüstigen, kurzum eine debile Brut, dass man sich im Grunde nur wundern kann, dass das Imperium trotz solcher Irrer überhaupt so lange den Mittelmeerraum beherrschen und die Rivalen in die Schranken weisen konnte.

Schaltstellen der Macht sind leider nicht selten von Psychopathen besetzt, daran hat sich seit damals absolut nichts geändert. Vielleicht sind es ja gerade Psychopathen, die sich von diesen Schaltstellen besonders angezogen fühlen, um auf "Teufel komm raus" ihren kranken Willen durchzusetzen.

Empfehlenswert.
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