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am 27. April 2005
Nach der sehr schönen Neuauflage des bekannteren Tafelwerkes von Faber du Faur ("With Napoleon in Russia - The illustrated memoirs of Major Faber du Faur", erschienen 2001) hat Jonathan North jetzt ein sehr schönes Pendant aufgelegt, nämlich die Tafeln aus der Feder des bayerischen Malers Albrecht Adam. Dieser begleitete im Stabe (Topographische Abteilung) von Eugène de Beauharnais, dem Kommandeur des IV. Armeekorps, dessen Zug nach Moskau im Jahre 1812. Mit Erreichen Moskaus im September 1812 entschloß sich Albrecht Adam, nach München zurück zu reisen und verließ die Truppen vor deren Rückzug aus Rußland.
Schon in seinen jungen Jahren interessierte sich Albrecht Adam für das damals vielerorts präsente Militär. Ein im Jahre 1985 erschienenes Buch mit insgesamt 49 Tafeln des vierzehnjährigen (!) Adams über die französische Armée de Reserve 1800 unterstreicht sein zeichnerisches Talent wie auch den Blick für Details. Während seines Zuges nach Moskau fertigte Adam zahlreiche Skizzen an, die er schließlich in den Jahren 1827/1828 unter dem Titel "Voyage pittoresque et militaire" in Tafelform veröffentlichte. Diese 73 Farbtafeln bestechen durch einen ausgesprochen hohen Detailierungsgrad - der Topographie, der Gebäude sowie der Uniformen - sowie durch ihre erschreckende Offenheit. Adam beschönigte nichts an diesem, ihn schon früh abstoßenden Kriegszug, und zeigt das Chaos, den Schrecken, aber auch die Apathie, die schon auf dem Zug nach Moskau unter den Truppen vorherrschten. So zeigen beispielsweise zwei Tafeln das Schlachtfeld von Borodina am Tage nach der Schlacht, eine Tafel marodierende Soldaten und eine (bekanntere) Tafel mit drei verwundeten Soldaten bei Smolensk. Eindrucksvoll sind auch die zwei Tafeln mit dem Panorama des Schlachtfeldes von Borodino - mit Blick auf die russischen Stellungen - am Tage vor der Schlacht.
Es ist den umfassenden Kenntnissen von Jonathan North zu verdanken, dass jede Tafel mit einer (englischen) Übersetzung der passenden, persönlichen Erinnerungen von Albrecht Adam aus der Voyage pittoresque ergänzt wird. Die Passagen der Rückkehr Adams aus Moskau bis nach München findet sich im Anschluß des Tafelteils (hierzu hat Albrecht Adam keine Tafeln angefertigt). Zudem findet sich im Buch eine umfassende Einleitung in die Thematik Rußlandfeldzug, profund unterlegt mit mehreren Passagen aus Memoiren und Korrespondenzen. Den Abschluß bildet eine kommentierte Liste von 18 ausgewählten Erinnerungen (inklusive der von Albrecht Adam), darunter auch die kürzlich in Frankreich neu aufgelegte von Labaume, der ebenfalls im Stabe des IV. Armeekorps am Rußlandfeldzug teilnahm.
Für jeden Interessierten am 1812er Krieg stellt das Adam'sche Werk eine wichtige Primärquelle dar - neben den erwähnten Tafeln von Faber du Faur auch noch eine der wenigen Verläßlichen in Bildform. Beide Künstler bestechen durch die Authentizität der dargestellten Sujets und gestatten dem Betrachter einen "realeren" Blick auf die Monströsität dieses Feldzuges als alle schriftlich niedergelegten Erinnerungen. Beide Tafelwerke sollten daher in keiner Bibliothek mit Fokus auf die Kriegsgeschichte 1812 fehlen.
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