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Napola - Elite für den Führer
 
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Napola - Elite für den Führer

Max Riemelt , Tom Schilling , Dennis Gansel    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 7,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Max Riemelt, Tom Schilling, Devid Striesow
  • Regisseur(e): Dennis Gansel
  • Komponist: Normand Corbeil
  • Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Highlight
  • Erscheinungstermin: 25. August 2005
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (60 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0009S6QSS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.057 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

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Zwischen den viel beachteten Der Untergang und Sophie Scholl – Die letzten Tage kam zur Jahreswende 2004/2005 ein weiterer deutscher Film über die Nazi-Zeit in die Kinos, der sich jedoch – im Gegensatz zu seinen thematisch verwandten Kompagnons – einem Aspekt des Dritten Reichs widmete, der bisher noch keine filmische Aufarbeitung erfahren hatte: Dennis Gansels Napola – Elite für den Führer erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft in einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt – Internats-ähnliche Kaderschmieden, in denen das NS-Regime seinen ebenso folgsamen wie skrupellosen Nachwuchs heranzüchtete.

Im Zentrum steht der mittellose Berliner Nachwuchs-Boxer Friedrich (Max Riemelt in einer beeindruckenden Vorstellung), der die Napola als einzige Chance sieht, seine erhoffte Sportkarriere wahr machen zu können. Erst der sensible Albrecht (Tom Schilling), Sohn des Gauleiters Heinrich Stein (Justus von Dohnányi), öffnet Friedrich nach und nach die Augen über die systematische Gehirnwäsche, der sie in dieser „Erziehungsanstalt“ ausgesetzt sind. Für die Beiden beginnt ein ideologischer Kampf innerhalb dieses Mikrokosmos des unmenschlichen Nazi-Regimes, dessen tragisches Ende vorprogrammiert zu sein scheint. Auch wenn Regisseur und Drehbuch-Autor Gansel mehr aus seinem unverbrauchten Setting hätte machen können, weiß sein Mahnmal für den geistigen Widerstand der Jugend dennoch durch hohe Dramatik und das eindringliche Spiel seiner Hauptakteure zu begeistern. Wohl auch wegen der Unverbrauchtheit seines Sujets umschifft Napola erfolgreich das „Alles schon mal gesehen“-Gefühl bei vielen anderen Filmen über die Nazi-Zeit, und bietet gerade für junge Leute wichtige Denkanstöße, die Napola lange nachwirken lassen. -- Frank-Michael Helmke

Produktbeschreibungen

Deutschland, 1942 Der 16-jhrige Friedrich besucht gegen den Willen seiner Eltern ein Nazi-Elite-Internat. Erst der Einfluss eines sensiblen Mitschlers lsst in ihm Zweifel am System aufkeimen. Der mit dem Deutschen Filmpreis 2003 fr das beste Drehbuch ausgezeichnete Film erzhlt mit groer atmosphrischer Dichte von dem Zwiespalt der Heranwachsenden zwischen Freundschaft, Selbstfindung, Akzeptanz und den Forderungen nach blindem Gehorsam, Opferbereitschaft und Vaterlandstreue.

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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Beindruckende Abrechnung mit totalitären Erziehungssystemen, 28. September 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Napola - Elite für den Führer (DVD)
Ein Hinweis vorab: diese Rezension enthält _keine_ Spoiler, es wird also nichts verraten, was die Spannung beim Ansehen schmälern könnte.

Der Film spielt im Jahr 1942. Wir beobachten die Erlebnisse des sechzehnjährigen Friedrich, der aufgrund seiner hervorragenden Leistungen beim Boxen als Schüler in einer Napola aufgenommen wird, einer jener Internatsschulen, die im dritten Reich gegründet wurden, um Führungsnachwuchs für den NS-Apparat heranzuziehen. Dabei hatten die Schüler jede menschliche Regung wie Gewissen und Mitgefühl abzulegen und sich bedingungslos der NS-Ideologie und ihren verblendeten Anführern unterzuordnen. Als Friedrich dies erkennt, wird seine anfängliche Begeisterung von Zweifeln getrübt. Er freundet sich mit Albrecht, dem Sohn des Gauleiters, an. Albrecht ist ein Schöngeist und beginnt bald offen gegen das System zu rebellieren, während Friedrich sich widerwillig anpasst und unter dem Einfluss der Erzieher mehr und mehr verroht. Die Freundschaft dieser beiden ungleichen Charaktere ist das zentrale Motiv des Films. Je deutlicher die jugendlichen Protagonisten erkennen, dass sie missbraucht werden, desto gespannter stellt sich der Zuschauer die Frage, welche Konsequenz die Jungen daraus ziehen werden und ob es den perfiden Erziehern gelingen wird, den Willen der Schüler zu brechen.

In stimmigen, düsteren Bildern wird der Schulalltag dargestellt, bei dem nicht die geistige Bildung, sondern der militärische Drill im Vordergrund steht. Beklemmend authentisch erlebt der Zuschauer mit, was es heißt, Tag und Nacht von sadistischen Ausbildern bis aufs Blut gepeinigt zu werden. Die Rollen sind hervorragend besetzt: Friedrich, der naiv-sympathische Draufgänger, wird von Max Riemelt überzeugend dargestellt, während Tom Schilling den sensiblen, nachdenklichen Albrecht spielt. Auch Martin Goeres als Stubenkamerad mit Bettnäss-Problem und Michael Schenk als menschenverachtender Ausbilder wissen zu überzeugen.

Technisch gibt es an der DVD wenig auszusetzen, das Bild ist perfekt, der Sound gut, wenn auch die Dialoge manchmal schwer zu verstehen sind, vor allem wenn geflüstert oder im Hintergrund gejubelt wird. Hörgeschädigte werden keine Freude an dem Film haben, weil es keine Untertitel gibt.

Besonders hervorzuheben ist das Bonusmaterial. Neben den üblichen weggefallenen Szenen gibt es nämlich ein Making-of, das in Form eines Produktions-Tagebuchs gehalten ist und mit seiner Länge von gut 30 Minuten selbst schon als (Kurz)Film durchgehen würde. Hier lernt man die Hauptdarsteller einmal ohne ihre Uniformen kennen und erfährt einige interessante Details über die Dreharbeiten.

Fazit: Dieser Film ist eine Abrechnung mit dem totalitären System des Nationalsozialismus. Es wird nichts verherrlicht oder beschönigt. Um den Alltag in der Napola realistisch darzustellen, wird auch zu brutalen Bildern gegriffen - zwar nicht im Sinne von Splatter-Szenen, aber in Form ungeschminkter körperlicher und psychischer Gewalt, und es kommen Menschen durch Schusswaffengebrauch zu Tode. Wer da zart besaitet ist, sollte sich diesen Film nicht antun. Auch gibt es die eine oder andere Szene, die empfindsamere Gemüter zu Tränen rühren wird - Gefühlsduselei kann man dem Film aber dennoch nicht vorwerfen.

Konsequenterweise wurde auch auf Komik vollständig verzichtet. Angesichts der Thematik haben die Produzenten der Versuchung widerstanden, den für Pennäler-Filme typischen Klamauk einzubauen. Der Botschaft des Films kommt diese Ernsthaftigkeit nur zugute - 5 Sterne!

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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Triumph des Denkens !, 26. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Napola - Elite für den Führer (DVD)
Friedrich Weimer (Max Riemelt) erhält die Chance seines Lebens. Aus einfachen Verhältnissen stammend wird der 17-jährige Amateurboxer nach einem Kampf von einem Talentsucher eingeladen eine Eliteschule zu besuchen, welche ihm neben professionellem Boxtraining auch eine hohe akademische Ausbildung anbieten könnte. Der junge Berliner nimmt die Gelegenheit war und stellt sich damit gegen den Willen seines Vaters, der ihm die Möglichkeit verwehren möchte mehr aus seinem Leben zu machen. Auf der Schule lernt Martin den introvertieren Albrecht Stein (Tom Schilling) kennen. Zwischen beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft, die bald eine harte Bewährungsprobe zu bestehen hat als Albrecht an der Politik der Schule Anstoß nimmt.

Was sich hier bis jetzt wie eine typische Aufsteiger-Geschichte gelesen hat, stellt sich im Film durch den politischen Hintergrund anders dar.

Die Handlung spielt in Deutschland während des zweiten Weltkriegs. Bei der Schule in die es Daniel verschlägt handelt es sich um eine Kaderschmiede der Nazis, eine sogenannte 'National politische Erziehungs-Anstalt' (NAPOLA), in der für Hitlers tausendjähriges Reich die kommende Elite herangezogen werden soll. In der ersten Hälfte des Films wird dieser Aspekt nur als Aufhänger verwendet. Es wird der Blickpunkt ganz auf Friedrichs Werdegang gelegt, ohne dass Kritik am bestehenden System geübt wird. Der Regisseur Dennis Gansel hat bewußt diese Art der Dramaturgie gewählt, um dem Zuschauer die damalige Faszination der Menschen an den Nazis vor Augen zu führen. An der Sympathiefigur Friedrich wird gezeigt wie leicht junge Menschen sich zu einem nach außen hin makellosem politischen System hingezogen fühlen können.

Gerade das ist ein Aspekt der in ähnlichen Filmen zur Bewältigung der NS-Vergangenheit bisher viel zu kurz gekommen ist. Erst in der zweiten Hälfte des Films, nach einer Jagd auf entflohene Kriegsgefangene kommen den Protagonisten Zweifel an Sinn und Moral der Anstalt.

Der Film ist ein Lehrstück für das Eintreten zu persönlichen Idealen auch gegen eine erdrückende fehlgeleitete Mehrheit.

Zum Bonusmaterial: Hervorzuheben ist ein sehr informatives Audiokommentar des Regisseurs, die kommentierten 'Deleted Scenes' und das MakingOf in der auch ein ehemaliger Schüler der NAPOLA zu Wort kommt.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Vergangenheitsbewältigung auf hohem Niveau, 4. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Napola - Elite für den Führer (DVD)
Nach "Der Untergang" und "Sophie Scholl" war dies der dritte deutsche Spielfilm der Jahre 2004/2005, die sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Deutschlands beschäftigten.

Griffen die beiden erstgenannten Filme auf real existierende Figuren zurück, basiert "Napola" auf Augenzeugenberichten ehemaliger Napola-Schüler und Fachliteratur über die Grundsätze der National-sozialistischen Bildungspolitik.

In dem gründlich recherchierten Film treffen die beiden Jugendlichen Friedrich und Albrecht in einer sogenannten Napola (National-Politischer-Landesschulanstalt) aufeinander. Zwischen ihnen, dem "Vorzeige-Arier" Friedrich und dem schöngeistigen Albrecht, entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft.

Der Film wiegt den Zuschauer am Anfang in einer trügerischen Sicherheit. Abgesehen von den schwarzen Uniformen, dem Drill des cholerischen Sportlehrers und dem sadistischen Gruppenführer gewinnt man anfangs den Eindruck, dass sich die Abläufe in einer Napola wenig von dem Leben eines Internatsinsassen z. B. eines kirchlichen Trägers unterscheiden.

Durch seinen neuen Freund lernt Friedrich eines Tages dessen Vater, den Gauleiter Heinrich Stein, kennen. Dieser verachtet seinen schmächtigen Lyrik-schreibenden Sohn und bewundert den kraftvollen, athletischen Boxer Friedrich, ja geht zeitweise sogar so weit, dass er diesen seinem Sohn vorzieht.

Doch völlig unvorbereitet trifft den Zuschauer dann mit voller Wucht der Climax des Films. Wie so häufig werden die Schüler zu einer Nachtübung geweckt. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass es diesmal ernst wird: sie werden als Helfer bei der Jagd nach entflohenen Gefangenen eingesetzt. Völlig unerfahren und auf sich selbst gestellt verliert die Gruppe die Nerven, als sie auf die Gefangenen trifft und eröffnet das Gewehrfeuer, dass 5 Menschen sofort tötet. Als sie sich den Toten nähern, stellen sie fest, dass es sich bei den Erschossenen um Kinder und Jugendliche in ihrem Alter handelt. Albrecht versucht verzweifelt, den einzigen Überlebenden medizinisch zu versorgen. Sein Vater tritt jedoch herbei und erschießt kaltblütig auch dieses Kind...

Allen Beteiligten ist ihr hohes Engagement anzumerken. Die schauspielerischen Leistungen sind exzellent. Vor allem Max Riemelt als Friedrich, Tom Schilling als Albrecht und Justus von Dohnanyi als Gauleiter Stein liefern eine brillante, erschütternde Vorstellung.

Welcher Aufwand vom Regisseur betrieben wurde, zeigt sich alleine daran, dass er drei Jahre benötigt hat, alleine um das Drehbuch fertig zu stellen. Über 600 Jugendliche wurden für die Rollen von Friedrich und Albrecht gecastet, bis man glaubte, die Idealbesetzung zu haben - und man hat sich darin nicht getäuscht.

Als Beigaben auf der DVD befindet sich noch der sehr informative Audio-Kommentar des Regisseurs sowie ein fast 40-minütiges Dreh-Tagebuch, dass weitere, beim ersten Anschauen verborgen gebliebene Aspekte des Films beleuchtet.
Die schon beinah obligatorischen Deleted Scenes runden die Specials ab. Die unter dem Menü-Punkt Interviews versteckten Schnipsel hätte man sich sparen können. Diese sind so kurz gehalten, dass ausführliche Statements der Darsteller etc. nicht zustande kommen.

Fazit: Besonders empfehlenswert

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