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Kommentar: Deutsche ERSTAUSGABE. Originalpappband mit Originalumschlag Köln : DuMont, 2001. 428 Seiten. 22 cm. Noruwei no mori. FRISCHES, SEHR schönes Exemplar der deutschen ERSTAUSGABE.
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Naokos Lächeln Gebundene Ausgabe – 2001

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 428 Seiten
  • Verlag: Dumont; Auflage: 1. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770156099
  • ISBN-13: 978-3770156092
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (123 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 764.412 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Haruki Murakamis Karriere begann 1974 an einem warmen Frühlingstag: Während eines Baseballspiels kam ihm die Inspiration zu seinem ersten Roman. Es war der Start einer beeindruckenden literarischen Laufbahn des 1949 in Kyoto geborenen Autors. Nach seinem Abschluss an der Waseda-Universität in Tokio betrieb er zunächst eine kleine Jazzbar. Später verbrachte er mehrere Jahre als freier Schriftsteller und Dozent in Princeton, USA. Murakamis Leidenschaft für die Literatur kennt, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen - übersetzt er doch auch berühmte Kollegen wie John Irving ins Japanische.

Produktbeschreibungen

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Über den Staffellauf, der Leben heißt
Haruki Murakamis Liebesroman Naokos Lächeln ist ein schöner Kinoabend.

In den Büchern von Haruki Murakami geht es zu wie in den Filmen von Eric Rohmer. Schöne Menschen plaudern in angenehmer Umgebung ununterbrochen über Leben, Sex, Liebe und Tod und haben dabei keine Mühe, die richtigen Worte zu finden. Dabei halten sie sich alle für etwas ganz Besonderes.

Nur der Protagonist Watanabe glaubt, er sei ein Durchschnittsmensch mit Durchschnittsintellekt und Durchschnittskörper und merkt gar nicht, welche abstrusen Charaktere er um sich versammelt. Zum Beispiel Nagasawa, eine Art japanischer Casanova, der Nacht für Nacht losziehen muss, um Mädchen aufzureißen, während die schönste Frau zu Hause auf ihn wartet. Oder seine Kommilitonin Midori, die beide Eltern bis zum Krebstod pflegte und die sich nun nackt vor das Foto ihres Vaters setzt, um ihm zu zeigen, dass sie inzwischen eine Frau geworden ist. Midori würde sich nichts lieber wünschen, als dass Watanabe beim Onanieren an sie denke.

Die schöne Naoko dagegen hat andere Probleme. Freiwillig eingeschlossen in eine Nervenklinik versucht sie, den frühen Tod ihres Freundes Kizuki loszuwerden. Beide sind zusammen aufgewachsen und haben alles gemeinsam gelebt. Es war nie eine Frage gewesen, mit einem anderen Menschen zu leben. Doch plötzlich hatte sich Kizuki umgebracht, und sie war übrig geblieben. Wie einen Staffelstab gibt sie ihr Schicksal an Watanabe weiter, der Naoko liebt und den sie dennoch auf dieselbe Art verlassen wird, wie sie es einst wurde.

Der Leser merkt bei allem sehr schnell, dass zwischen der Entscheidung, beim Onanieren an jemanden zu denken und miteinander das Leben zu verbringen, kein großer Unterschied besteht. Dass es immer nur darum geht, dass man sich in der Welt versichert und jemanden findet, der einem die eigene Existenz abnimmt.

Haruki Murakami, der in Japan Millionenauflagen verkauft, schreibt darüber ein leichtes und gleichzeitig trauriges Buch, todernst und mit einem guten Schuss klugen Kitsches. Aber das hätte man eigentlich nicht anders erwartet. --Jana Hensel

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Haruki Murakami wurde 1949 in Kyoto, Japan geboren und wuchs in Kobe auf. Nach abgeschlossenem Studium verließ er 1975 die Waseda-Universität in Tokio, wo er anschließend sieben Jahre lang Eigentümer einer kleinen Jazz-Bar war. Sein erster Roman, „Hear the Wind sing“ (1979), brachte ihm den Gunzou-Förderpreis ein. Zusammen mit „Pinball“, 1973 (1980, beide wurden nur ins Englische übersetzt) und „Wilde Schafsjagd“ (1982, dt. 1991), für den er mit dem Norma-Förderpreis ausgezeichnet wurde, bildet dieser Roman die sogenannte „Trilogie der Ratte“. Zu Murakamis weiteren Veröffentlichungen zählen „Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt“ (1984, dt. 1995), „Naokos Lächeln“ (1987, dt. 2001), „Tanz mit dem Schafsmann“ (1988, dt. 2002), „Gefährliche Geliebte“ (1992, dt. 2000), „Der Elefant verschwindet“ (1993, dt. 1995) und „Wie ich eines Tages im April das 100%ige Mädchen sah“ (dt. 1996). Von 1991 an lebten Murakami und seine Ehefrau vier Jahre lang in den USA, wo er in Princeton lehrte und den Roman „Mister Aufziehvogel“ verfasste (1994–95, dt. 1998), für den er den Yomiuri-Literaturpreis erhielt. Nach dem Erdbeben von Hanshin und dem Gas-Attentat auf die Tokioter U-Bahn von 1995 kehrte Murakami nach Japan zurück, wo er zunächst Opfer des Attentats und schließlich auch Mitglieder der Aum-Shinrikyo-Sekte interviewte. Die Interviews erschienen in Japan in zwei Bänden; der zweite, „The Place that was promised“ (1998), wurde mit dem Preis der Kuwabara Takeo-Akademie ausgezeichnet. Eine Auswahl aus beiden Büchern wurde 2002 als deutschsprachige Ausgabe unter dem Titel „Untergrundkrieg“ veröffentlicht. Von Haruki Murakami erschienen seitdem „Sputnik Sweetheart“ (1999, dt. 2002), „Nach dem Beben“ (1997, dt. 2003), „Kafka am Strand“ (2002, dt. 2004), die Kurzgeschichtensammlung „Blinde Weide, schlafende Frau“ (dt. 2006), der Roman „Afterdark“ (dt. 2005) und das Sachbuch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede" (dt. 2007). Zu den jüngsten Veröffentlichungen zählen die „1Q84“-Trilogie (2010–2011), die von Kat Menschik illustrierten Erzählungen „Schlaf“, „Die Bäckereiüberfälle“ und „Die unheimliche Bibliothek“ (2009 – 2013) sowie die Neuübersetzung von Murakamis literarischem Durchbruch „Gefährliche Geliebte“ unter dem neuen Titel „Südlich der Grenze, westlich der Sonne“ (2013). Zuletzt erschien der Nummer-1-Bestseller „Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki“ (2014). Zu den Preisen, die Murakami in jüngerer Zeit erhielt, gehören der Frank O’Connor Internationale Kurzgeschichtenpreis (Irland, 2006) der Franz-Kafka-Preis (Tschechien, 2006) und der Asahi-Preis (Japan, 2006). Zudem hat Murakami Werke diverser amerikanischer Autoren ins Japanische übertragen, darunter Bücher von F. Scott Fitzgerald, Raymond Carver, John Irving und Raymond Chandler. Seine eigenen Werke wurden bislang in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt a. M. Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburo Oe, Yoko Ogawa, Hikaru Okuizumi und Haruki Murakami. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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69 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Curak al'Kar am 28. März 2006
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
In "Naokos Lächeln" erzählt ein junger Student, names Toru, seine Geschichte. Sein Leben wurde durch den Selbstmord seines besten Freundes aus der Bahn geworfen, genauso wie das der Freundin seines Freundes, Naoko. Als die beiden Schicksalsgenossen sich Jahre später in Tokyo wiedertreffen, entsteht eine ganz besondere Beziehung zwischen den beiden, und Toru fängt an sich für Naoko verantwortlich zu fühlen, bis dahin dass er sich in sie zu verlieben glaubt. Wenn die beiden zusammen sind führen sie ein Leben abseits der Gesellschaft, zu der sie sich auch nicht zugehörig fühlen.
Zeitgleich lernt Toru noch eine weitere Studentin kennen, die ihn durch ihre seltsame Art in ihren Bann zieht und mit der er gerne zusammen ist. Oder er zieht mit seinem ebenso eigenartigen Freund abends um die Häuser um mit Frauen ins Bett zu kommen.
So lebt Toru vor sich hin, ohne zu wissen wo sein Leben überhaupt hinsteuert, wird nur von Schicksalsschlägen hin- und hergeschleudert.
Obwohl Klappentext und inhaltliche Darstellungen zu der Vermutung Anlass geben, dass sich die Geschichte um eine typische Dreiecksbeziehung dreht, ist dem absolut nicht der Fall. Die Frage, für welche der beiden Frauen sich der Protagonist entscheiden wird, kommt im Grunde nie wirklich auf. Vielmehr erlebt man hier voneinander getrennt verlaufende Liebesgeschichten.
Murakami versucht auch nicht irgendeinen Spannungsbogen aufzubauen, welcher dann in einem dramatischen Moment seinen Höhepunkt erreicht. Nein, er sorgt von Anfang an für Klarheit.
Der Reiz des Romans ist nicht so leicht zu erfassen. Er manifestiert sich auf sehr subtile Weise.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von ATREYU am 2. Mai 2013
Format: Taschenbuch
Bei NAOKOS LÄCHELN war ich auch wie zuvor schon ihn anderen Büchern von Haruki Murakami nach ein paar Seiten begeistert. Dieser einfach ausgedrückt angenehme Schreibstil, die wenigen Worte die er benötigt um eine Person bildhaft vor einem erscheinen zu lassen und auch die schönen Dialoge zwischen den Geschlechtern geben seinen Geschichten immer wieder eine schöne Note. Persönlich was mich auch selbst betrifft, mag ich es auch dass seine Protagonisten des Öfteren Jazz/Rock hören, gerne Whisky trinken und natürlich nicht zu vergessen die Kunst des guten Essens. Die Geschichten handeln oft von Verlust und sie berühren einen meist auch zutiefst.

Auch in Naokos Lächeln geht es wieder um Verlust, den Verlust eines sehr guten Freundes, Liebe, Verantwortung, das Erwachsenwerden und das Leben an sich. Der 37 Jahre alte Toru Watanabe sitzt in einer Boing 747 die langsam zur Landung auf Hamburg ansetzt. Aus den Lautsprechern ertönt der Beatles Song „Norwegian Wood“ der ihn schlagartig in seine frühere Studienzeit, in den sechziger Jahren zurückversetzt. Eine Zeit in der er mit Kizuki und dessen Freundin Naoko bestens befreundet war. Ein schweres Schicksal durchschnitt diese innige Freundschaft und so versuchen Toru und Naoko getrennt einen Neuanfang in Tokyo. Wie es der Zufall will begegnen die zwei sich in der Stadt wieder und es beginnt erneut eine erste freundschaftliche Annäherung bei Sonntagsspaziergängen durch die Straßen von Tokyo. Mehr möchte ich hier nicht erzählen.

Fazit: Eine wunderbar geschriebene Geschichte eines jungen, Musik und Literatur begeisterten Studenten, der zwischen zwei Frauen unterschiedlicher Natur hin und hergerissen ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von PMelittaM am 16. Juni 2013
Format: Taschenbuch
Ein Beatles-Song bringt Toru Watanabe dazu, sich fast zwanzig Jahre zurückzuerinnern. Als 19jähriger war er gerade zur Universität gekommen. Einige Zeit vorher hatte sich sein bester Freund getötet und nun trifft er dessen Freundin Naoko wieder. Naoko, psychisch labil, wird seine erste große Liebe. Doch auch andere Frauen kreuzen seinen Weg, seine lebenslustige und sehr offenherzige Kommilitonin Midori, die ältere Reiko und Hatsumi, die Freundin eines Mitbewohners.

Das Buch wurde bereits 1987 erstmals veröffentlicht (in Deutschland erst 2001), die erinnerten Geschehnisse stammen also aus dem Ende der 60er Jahre. Toru erzählt seine Geschichte in Ich-Form selbst, sein Erwachsenwerden, seine Liebesbeziehungen. Toru kommt mir dabei, obwohl erst 19 Jahre alt (im Laufe des Buches wird er 20), sehr reif vor. Möglicherweise liegt das am Kulturkreis, in dem er aufwuchs, das kann ich leider nicht beurteilen. Es tut seinem Charakter und der Geschichte jedoch sehr gut, dass er nicht als unreifer Teenager handelt. Für mich ist Toru der sympathischste Charakter des Buches, seine Handlungen erscheinen mir grundsätzlich am nachvollziehbarsten, wozu die gewählte Ich-Form ein übriges tut, denn wir nehmen direkt teil an Torus Fühlen und Handeln.

Die Frauen dagegen mag ich, außer Hatsumi, die aber sowieso nur eine Nebenrolle spielt, deutlich weniger. Sie sind es auch, die eher irrational handeln, was teilweise auch daran liegt, dass sie nicht unbedingt psychisch stabil sind. Interessant finde ich sie allesamt, gerade auch wegen ihrer Probleme und Macken.

Auf Grund des Alters der Protagonisten spielt Sexualität eine große Rolle im Buch.
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