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Nanking-Massaker 1937/38: Japanische Kriegsverbrechen zwischen Leugnung und Überzeichnung
 
 
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Nanking-Massaker 1937/38: Japanische Kriegsverbrechen zwischen Leugnung und Überzeichnung [Taschenbuch]

Uwe Makino
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Was ist bei und nach der Eroberung der chinesischen Hauptstadt durch Kaiserlich Japanische Truppen tatsächlich passiert? Gab es ein "Auschwitz im Osten" mit über 300.000 zivilen Toten? Oder ist das alles anti-japanische Propaganda? Welche Strategien der Leugnung gibt es bis heute? Wie steht es um die Vergewaltigungen? Gab es andere Kriegsverbrechen in nennenswertem Umfang? Ist die Disziplin der japanischen Truppen zusammengebrochen? Welche Rolle spielten die Ausländer? Wie sind die Urteile des Tokyoter Militärtribunals zu bewerten, das immerhin zwei Angeklagte wegen der Verbrechen in Nanking hinrichten ließ?
Eine allgemein verständliche Darstellung aus neutraler Sicht, abgerundet durch die Einführung des langjährigen Ostasien-Korrespondenten der "Süddeutschen Zeitung", Gebhard Hielscher.Was ist bei und nach der Eroberung der chinesischen Hauptstadt durch Kaiserlich Japanische Truppen tatsächlich passiert? Gab es ein "Auschwitz im Osten" mit über 300.000 zivilen Toten? Oder ist das alles anti-japanische Propaganda? Welche Strategien der Leugnung gibt es bis heute? Wie steht es um die Vergewaltigungen? Gab es andere Kriegsverbrechen in nennenswertem Umfang? Ist die Disziplin der japanischen Truppen zusammengebrochen? Welche Rolle spielten die Ausländer? Wie sind die Urteile des Tokyoter Militärtribunals zu bewerten, das immerhin zwei Angeklagte wegen der Verbrechen in Nanking hinrichten ließ?
Eine allgemein verständliche Darstellung aus neutraler Sicht, abgerundet durch die Einführung des langjährigen Ostasien-Korrespondenten der "Süddeutschen Zeitung", Gebhard Hielscher.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Uwe Makino schreibt über ein packendes Thema und recherchiert hervorragend. Dieses Buch öffnet dem historisch interessierten Leser ein Fenster in die Vergangenheit durch welches man auf dramatische, vergangene Ereignisse blicken kann. Als in Deutschland aufgewachsener Leser wurde man in der Nachkriegszeit über Kriegsverbrechen kaum und später, wenn überhaupt, dann hauptsächlich über deutsche Kriegsverbrechen informiert. Von Verbrechen die von den sogenannten Verbündeten begangen wurden, hat man nur selten etwas erfahren. Uwe Makino schreibt sachlich und sehr verständlich, er beleuchtet die widersprüchlichen Ansichten zu diesem Massaker und relativiert die noch vorhandenen Berichte und Veröffentlichungen darüber. Ein mutiges Buch, welches der notorischen Leugnerfraktion in Japan sicher nicht genehm sein wird. Mutig auch deshalb, weil Uwe Makino, als in Japan lebender Ausländer, vor Ort für seine Publikation gerade steht. Dieses Buch wird nicht nur, aber sicher besonders, in den von den damaligen Ereignissen betroffenen asiatischen Ländern, grosse Beachtung erfahren.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Uwe Makino behandelt das "Massaker von Nanking", einen Massenmord der von der japanischen Armee an chinesischen Kriegsgefangenen und Zivilisten um den Jahreswechsel 1937/38 verübt wurde. Das alles geschieht wissenschaftlich fundiert und kühl abwägend. Die Ergebnisse sind entsprechend stichhaltig. Allerdings berührt es gerade bei der betont kühl-distanzierten Schilderung mehr als merkwürdig, wie emotional Makino sich immer wieder gegen das Buch von Iris Chang wendet. (Ähnlich argumentiert er ganz nebenbei auch in einer Kritik bei amazon gegen ihr Buch.) Die Polemik gegen Chang ist beinahe so eine Art roter Faden in seinem Buch. Chang erhebt aber auch gar keinen wissenschaftlichen Anspruch und so bleibt von seinen zahlreichen Vorwürfen letztlich eigentlich nur ihre Schätzung der Opferzahlen übrig (und ihr amerikanischer Buchtitel), bei der sie sich aber durchaus an andere Forscher anlehnt und auch Makino präsentiert ja eine breite Palette der Angebote von der fast vollständigen Leugnung der Untaten bis hin zu "Überzeichnungen", auch wenn er selbst sich dann dem (unteren) "Mittelfeld" anschließt (30.000 bis 60.000 Todesopfer). Damit liegt er auch sehr dicht an den Schätzungen der damaligen Augenzeugen, wie John Rabe. Allerdings kann auch Makino das Grundproblem aller Schätzungen, nämlich die Ausgangszahl der Bevölkerung von Nanking nicht lösen (waren es eher 700.000 Menschen oder doch nur 200.000?). Aufgrund mangelhafter Quellen wird sich dies wohl auch nie mehr klären lassen. Makino versäumt es auch nicht, die japanischen Leugner billiger Tricks und regelrechter Lügen zu überführen und seine Überlegungen sind auch durchaus begründet. Aber wer beide Bücher gelesen hat, wird kaum umhinkönnen, gerade das was Chang als "zuviel" vorgeworfen wird, bei Makino als "zuwenig" zu bemängeln. Die Schrecken und der Terror bleiben in seiner Darstellung seltsam blass, mehrmals mokiert er sich darüber, daß Chang vom "von Blut geröteten Fluss" schreibt (nebenbeibemerkt unter Berufung auf Augenzeugen), aber seine Toten sind doch nur blutleere Zahlen auf Papier. Das mag einer wissenschaftlichen Darstellung angemessen sein, verstellt aber den Zugang davor, wie die westlichen Augenzeugen das Geschehen wahrgenommen haben (ganz zu schweigen von den Opfern). Letztlich bleibt auch der Mord an über 30.000 Menschen (oder die Vergewaltigung von Zigtausend Frauen) ein Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes und da berührt es schon merkwürdig, wenn der Frage, ob die Tötung von Kriegsgefangenen überhaupt als Mord einzustufen ist, breiter Raum eingeräumt wird. Das alles wird sicher den Motiven der Täter gerecht, verstellt aber eben auch den Zugang zu den Opfern. So bleibt Makino offensichtlich genauso wie Chang in familiäre Verknüpfungen eingebunden, sie durch ihre Eltern auf Seiten der Chinesen, er durch seinen Schwiegervater auf Seiten der Japaner. Fazit: Am besten beide Bücher lesen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Zum 70. Jahrestag der Besetzung von Chinas Hauptstadt Nanjing durch japanische Truppen legt Makino diese Darstellung vor. Ihr Kerngegenstand sind die damals von den japanischen Soldaten begangenen Gräueltaten, die als Nanking-Massaker bekannt wurden und in ihrem Ausmaß vor allem hinsichtlich der Zahl der Todesopfer heftig umstritten sind. Der Autor fasst den Forschungsstand zu den Aspekten dieses Themas zusammen, unterzieht die Argumente aus dem gesamten Meinungsspektrum von der Leugner- bis zur Überzeichnerfraktion einer kritischen Revision und Würdigung und bereichert unser Verständnis des Geschehens um neue Perspektiven. Unvoreingenommen und unbeirrt von den Tabus und falschen Symbolen, die die Nanking-Debatte vor allem in Japan, aber auch in China prägen, steuert der Autor durch eine Fülle von Fakten, die er vor dem Leser ausbreitet, und von Argumenten, die er umsichtig bewertet. Ungeachtet kleinerer Einschränkungen lässt sich festhalten, dass Makino der weiteren Debatte um das Nanking-Massaker ein neues, angemesseneres Niveau vorgibt, unter das niemand mehr zurückfallen sollte.
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