Iwanowski ist ohne Zweifel der Namibia-Papst - mehr Einzelheiten wird man in kaum einem anderen Buch finden. Trotzdem fehlt dem Individualreisenden einiges: zum Beispiel genauere Beschreibungen von Straßenzuständen, detailliertere Routenbeschreibungen auch für diejenigen die nicht in der Horde mit anderen oder mit dem Roadbook eines Veranstalters unterwegs sind. Aber um die geht es Iwanowski wahrscheinlich gar nicht. Nachdem auf jeder Seite buchstäblich mindestens einmal der Hinweis zu lesen ist, daß man sich nähere Informationen bei Iwanowskis Reisebüro holen soll, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß es letztlich wohl am meisten darauf ankommt eine Reise beim Autor zu buchen oder zumindest ein Auto zu mieten oder irgendwie sonst Geld bei der Firma Iwanowski zu lassen. Das trübt den Eindruck der Unabhängigkeit und objektiven Beschreibung in ärgerlichem Ausmaß und dasselbe unangenehme Gefühl hat man auch wenn hinten seitenweise Inserate von Guesthouses und Lodges enthalten sind, die wenige Seiten vorher vom "objektiven" Reisebuchautor beschrieben werden. Mag sein, daß dieser Eindruck täuscht, er schadet dem weitgehend guten Inhalt des Buches in jedem Fall. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)