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Der Namensvetter
 
 
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Der Namensvetter [Gebundene Ausgabe]

Jhumpa Lahiri , Barbara Heller
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
  • Verlag: Blessing (4. September 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896671111
  • ISBN-13: 978-3896671110
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 406.788 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jhumpa Lahiri
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Lahiris Sätze sind einfach, elegant und voller suggestiver Kraft." (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

"Poetisch und kraftvoll!" (Focus )

"Das sensible Porträt eines Heimatlosen, der seine Identität erst ertragen lernen muss." (marie claire ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Voller Ungeduld wartet das bengalische Ehepaar Ashima und Ashoke auf einen Brief von der Großmutter aus Kalkutta. Denn sie muss für den Erstgeborenen des nach Amerika ausgewanderten Paares einen Namen auswählen, so will es die Tradition. Doch welcher Name dem Enkel zugedacht war, wird die Familie nie erfahren. Der Brief ist verloren gegangen und die Großmutter kurz nach der Geburt gestorben. Ashoke nennt seinen Sohn aus einem Impuls heraus Gogol, nach Nikolai Gogol, seinem Lieblingsautor. So beginnt der Junge sein Leben unter falschen Vorzeichen. Eine großes Unglück, glauben seine Eltern, denn nur der richtige, der schicksalhafte Name kann dem Leben Halt geben. Und schließlich wird es das Kind, das in einem fremden Land aufwachsen muss, schon schwer genug haben.

Ashima und Ashoke setzen alles daran, ihren Sohn in der indischen Kultur zu verwurzeln. Doch für Gogol gilt nur eines: Er möchte ein richtiger Amerikaner werden. Er drängt seine Eltern dazu, Thanksgiving zu feiern und isst lieber Roastbeef statt Samosas. Später studiert er Architektur, hat immer wieder neue Freundinnen und trinkt Alkohol - alles gegen den Willen der Eltern. Bis sein Vater stirbt. Mit Ashokes Tod beginnt Gogols so umsichtig konstruierte amerikanische Fassade zu bröckeln.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen In einem fremden Land, 18. April 2005
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Namensvetter (Gebundene Ausgabe)
Ashima hat geheiratet. Einen Bengalen, ebenfalls wie sie, aus Kalkuttas Oberschicht. Natürlich ist es eine arrangierte Hochzeit. Und natürlich wird sie ihrem Mann folgen, auch wenn ihr das schwerfällt. Denn der lebt in den USA, hat einen Job an dem angesehen Massachussetts Institut für Technology (MIT).

Jetzt ist sie schwanger. Und hat ein Problem mit dem Namen. Denn Bengali haben zwei Namen, einen offiziellen, der erst nach langem Überlegen verliehen wird und einen inoffiziellen, eine Art Spitzname, den nur die Angehörigen verwenden.

Das Kind, ein Junge, soll in der bengalischen Tradition aufwachsen, auch wenn es in Amerika geboren wurde. Und so bittet Aschima ihre Großmutter einen Namen auszuwählen und ihr diesen zu schreiben. Doch der Brief geht verloren, die Großmutter stirbt kurz darauf und an dem Jungen bleibt ein Name hängen, den ihm der Vater gegeben hat: Gogol, nachdem großen russischen Schriftsteller.

Gogol wächst in Amerika auf, möchte Amerikaner sein, versteht die Kultur seiner Eltern nicht, weiß nicht, warum sie so anders sind als die Eltern seiner Schulkameraden. Kalkutta ist für ihn ein schwüler, dreckiger Ort, er begleitet seine Eltern ungern dorthin. Seinen Namen hasst er, sobald er kann, lässt er ihn ändern.

Auch die Eltern verlieren nach und nach die Kontakte in die alte Heimat. Zu groß ist die Entfernung, zu selten können sie zurückfliegen, das alles ist in den Siebziger Jahren nicht einfach.

Die Pulitzerpreisträgerin Jahiri hat einen poetischen Roman über eine Einwandererfamilie geschrieben, poetisch, zart, ruhig und doch kann man ihn nicht mehr aus der Hand legen. Meisterhaft schildert sie ihre Personen, deren Konflikte, Wünsche und Hoffnungen, die amerikanische wie die bengalische Welt werden lebendig, die Unterschiede, aber auch das, was verbindet.

Und der Kampf der Menschen um einen Platz, den sie als Heimat empfinden, den sie suchen und oft nicht finden. Dieser Gogol steht wie sein Vater zwischen zwei Kulturen und doch ist ihm der Vater fremder als manch anderer, den er kennt. Er wächst an amerikanischen Schulen auf, sieht mit anderen bengalischen Kindern auf Familienfesten amerikanisches Fernsehen und stolpert durchs Leben, als wäre er wirklich eine Figur von Gogol. Eine, die lebendig geworden ist.

Mit Frauen hat er so seine Probleme, überhaupt tut er sich mit Menschen schwer. Und das ist vielleicht der einzige Kritikpunkt an diesem wunderschönen Buch: Dass die Autorin, die sonst so lebendige Figuren zu zeichnen vermag, bei den Freundinnen Gogols seltsam blasse Gestalten entwirft. Doch ansonsten wird der Leser mit einem Lesevergnügen der ganz seltenen Art belohnt. Ein poetisches Buch, das ein Pageturner ist, ein ruhiger, fast beschaulicher Text, der einem den Atem raubt.

Ein Meisterwerk, ein Muss für jeden, der sich poetische Romane liebt. Ein Muss für jeden Buchliebhaber.

(C) Hans Peter Roentgen

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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gelungener Roman!, 10. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Namensvetter (Gebundene Ausgabe)
Wie lange dauert es, bis man wirklich ankommt in einem fremden neuen Land? Vor dem Hintergrund der hiesigen Debatten um Ausländer-Integration, Green-Cards und Computerfachleute aus Indien mag es hilfreich sein, ein Blick woanders hin zu werfen - z.B. nach Amerika, dem geschichtlichen Einwanderungsland Nr. 1.
In ruhigen und gelassenen Sätzen vermittelt uns Jhumpa Lahiri in ihrem ersten Roman einen gelungenen Einblick in eine indische Akademikerfamilie, die sich in den 60er Jahren aufmachte, als Einwanderer in den USA Fuß zu fassen. Eindrucksvoll erleben wir wie es Kindern der 2. Generation ergeht, die den Spagat zwischen dem traditionellen Elternhaus und dem modernen Amerika bewältigen müssen.
Wer „Kick it like Beckham" mochte, wird auch an dieses Buch interessant finden.
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5.0 von 5 Sternen Einmal angefangen, kann man nicht mehr aufhören, 25. Dezember 2009
Von 
Nathalie Klepper (Frankfurt, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Namensvetter: Buch zum Film (Taschenbuch)
Wie alles von Jhumpa Lahiri ist auch "Der Namensvetter" ein grandioses Werk, meisterhaft geschrieben, fesselnd und wunderbar. Völlig unsentimental und realistisch beschreibt Lahiri die Zerrissenheit eines Vertreters der 2. Generation bengalischer Einwanderer. Alles ist so wirklich, so lebensnah. Die Autorin ist meiner Meinung nach wirklich das beste, was die zeitgenössische amerikanische Literaturwelt zu bieten hat. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Jedem, der sich für das Lebensgefühl von Immigranten interessiert, sei dieser Roman wärmstens ans Herz gelegt!
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