Der Name der Rose: Roman und über 1 Million weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle . Erfahren Sie mehr

Gebraucht kaufen
Gebraucht - Sehr gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 3,38

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Name der Rose: Roman
 
 
Beginnen Sie mit dem Lesen von Der Name der Rose: Roman auf Ihrem Kindle in weniger als einer Minute.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Der Name der Rose: Roman [Gebundene Ausgabe]

Umberto Eco , Burkhart Kroeber
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (172 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition EUR 9,99  
Sondereinband EUR 9,90  
Gebundene Ausgabe, 1. Januar 1982 --  
Taschenbuch EUR 9,95  
Audio CD, Audiobook EUR 19,99  
Unbekannter Einband --  
Hörbuch-Download, Ungekürzte Ausgabe EUR 13,95 oder GRATIS im Probeabo von Audible.de

Hinweise und Aktionen

  • Valentinstags-Special: Zusätzlich zu Ihrem Amazon-Einkauf jetzt das Album Classical Music from Romantic Movies für nur 1 EUR herunterladen. Alle Infos zur Aktion.



Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 46 (1. Januar 1982)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446133631
  • ISBN-13: 978-3446133631
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,7 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (172 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 135.094 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Umberto Eco
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Umberto Eco auf Amazon

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Name der Rose
OT Il nome della rosaOA 1980 DE 1982 Form Roman Epoche Postmoderne
Der erste Roman von Umberto Eco, eine Kombination aus intelligentem, glänzend recherchiertem Historienthriller und spannender Verarbeitung der postmodernen Erzähl- und Interpretationstheorie, wie sie der Autor selbst in mehreren Abhandlungen dargestellt hatte, fachte zugleich die Mittelalter-Begeisterung der 1980er Jahre und ein überwältigendes Interesse für die neuere italienische Literatur an.
Inhalt: Der Franziskanermönch William von Baskerville, ein ins Mittelalter versetzter Sherlock Holmes und zugleich das Alter Ego des Autors, kommt im Jahr 1327 gemeinsam mit dem Novizen Adson von Melk, dem späteren Erzähler, in ein fiktives Benediktinerkloster Norditaliens. Hier hat soeben der gewaltsame Tod eines Bruders den Abt in Unruhe versetzt, weil seiner Abtei brisanter Besuch ins Haus steht. Delegationen des Franziskanerordens und des Avignon-Papstes sollen über Glaubensfragen verhandeln, die sich um die Armut Christi drehen. Unter ihnen ist Williams Erzfeind, der Inquisitor Bernard Gui. Wie ein Detektiv macht sich William an die Aufklärung des Todesfalls, dem weitere Morde folgen.
Im Mittelpunkt der verwickelten Ereignisse steht die Suche nach der einzigen Abschrift des in Wirklichkeit nicht erhaltenen zweiten Buches der Poetik von R Aristoteles, das die Komödie und damit das subversive Lachen gerechtfertigt hätte. Räumliches Zentrum ist die Bibliothek oberhalb des Skriptoriums, deren dem Buch auch als Zeichnung beigegebener labyrinthischer Bauplan der universalen Bibliothek bei Jorge Luis R Borges entspricht. Nur wer das Geheimnis dieser Bibliothek und des blinden Mönchs Jorge von Burgos ergründet, entschlüsselt auch die Kette von Verbrechen.
Aufbau: Innerhalb des komplexen Rahmens einer mehrschichtigen Buch- bzw. Manuskriptfiktion wird die eigentliche Handlung, die genau eine Woche dauert, von dem alten Adson aufgezeichnet. Jeder Tag ist in die Zeiten der klösterlichen Hauptgebete untergliedert. Dieses Zeitgerüst trägt ebenso zur Spannung bei wie die am 4. Tag aufkommende Vermutung, die Todesarten der bisherigen Opfer wiesen auf die Johannes-Apokalypse als Serienmuster hin. Die Hypothese erweist sich als falsch, ist aber von dem eigentlich Verantwortlichen geschickt genutzt worden. William zählt sich zu den Nominalisten, die einen entschieden empiristischen Standpunkt einnehmen, und erliegt dennoch der Verlockung, eine kriminalistische Theorie zu bilden. Der Spurenleser findet zwar Buch und Mörder, aber des Rätsels Lösung ist absurd: »Es gab keine Intrige, und ich habe sie aus Versehen aufgedeckt.« Obgleich William erfolgreich ist, geht die größte Büchersammlung des Abendlandes im apokalyptischen Feuer unter. Typisch für postmodernes Schreiben, das die Literatur als unendlichen Dialog der Bücher auffasst, ist das Montieren zahlreicher Quellen, von denen einige – wie die Offenbarung des Johannes – die Struktur tragen. Andere illustrieren das zeitlich bedingte Wissen der Mönche, wobei Eco, wenn er in verdeckter Form Gedanken moderner Theoretiker zitiert, bewusst anachronistisch verfährt.
Wirkung: Eco selbst hat es in einer Nachschrift (1983) zu seinem Roman abgelehnt, zu einzelnen Fragen Stellung zu nehmen, etwa dem Titel einen eindeutigen Sinn zuzuweisen. Unmittelbar nach dem Erscheinen des Romans entstand eine Vielzahl von Detailstudien der Literaturwissenschaft, die den zahlreichen verbalen und motivlichen Zitaten nachspürte. Den Erfolg des Buches wiederholte die Verfilmung durch Jean-Jacques Annaud (1986). A. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband .

Pressestimmen

"Eco vermochte ein Szenario aufzubauen, das bizarr und rätselhaft, präzise konstruiert und zugleich verwirrend aussieht ... Der Roman ist ein brillantes Vexierspiel und es ist eindrucksvoll, wie außerordentlich gebildet, sprachlich virtuos und amüsant Umberto Eco dieses Spiel zu spielen versteht." Rosalma Salina Borello, Süddeutsche Zeitung, 06.10.82 "...ein Roman, der unterhält und unaufdringlich belehrt, kenntnisreich und intelligent und ein höchst sympathisches Loblied der Unverbohrtheit." Dieter E. Zimmer, Die Zeit, 08.10.82 "Ecos Roman ist voll von gelehrtem Augenzwinkern, das dem belesenen Leser immer wieder signalisiert, wie aktuell das scheinbar so entfernte Mittelalter für unsere Gegenwart ist." Alice Vollenweider, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.1982 "...ein aussergewöhnliches Lesevergnügen." Dr. Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung, 15.10.82 "...ein echter Geheimtip: es gibt noch lesenswerte Bestseller, ab und zu! Ein begeisternder Roman." Matthias Bröckers, die tageszeitung, 25.11.82 "Ein höchst amüsanter Erstling: eine spannende, höchst vergnügliche und intelligente Lektüre. Er ist ein historisches Zeitgemälde, ein Roman über Menschen und ihre Bücher, ein Rätselspiel für Freunde des lateinischen Mittelalters. ... Diese Rose ist eine Rose. Sie wartet auf den Leser. Er möge sie entblättern." Karl-Peter Schwarz, Die Presse, 04.09.1982

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

 

Kundenrezensionen

172 Rezensionen
5 Sterne:
 (117)
4 Sterne:
 (25)
3 Sterne:
 (17)
2 Sterne:
 (5)
1 Sterne:
 (8)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
4.4 von 5 Sternen (172 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Interessanter Hintergrundbericht, 25. Februar 2004
Von 
R.S. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Einige Jahre nachdem er den zweifellos großartigen Roman "Der Name der Rose" fertiggestellt hatte, schrieb Umberto Eco darüber wie dieser Roman entstand und wie Romane überhaupt entstehen. Damit begab er sich vom Erzähler zurück auf die Sichtweise des Wissenschaftlers und man kann wohl sagen ihm ist ein sehr interessanter Hintergrundbericht gelungen.

Der unbedarfte Leser erfährt viel darüber wie der Roman entstanden ist und warum bestimmte Dinge so und nicht anders geschrieben wurden. Eines jedoch vermeidet Eco aus Prinzip - er gibt keine Interpretation, noch nicht mal eine Interpretationshilfe. Er ist der festen Überzeugung, dass der Erzähler seine eigene Geschichte nicht interpretieren darf, und das Bemühen dieses zu vermeiden ist ihm zweifellos gelungen. Wer also von diesem Werk erwartet eine Interpretation des Autors zu erhalten, der wird enttäuscht werden. Wenn man aber mit der richtigen Erwartung herangeht, so ist das Buch jedenfalls ein Gewinn.

Warum nun also nur vier anstelle der fünf Sterne für ein gelungenes Werk. Nun, Eco bleibt mit diesem Werk eigentlich am Rande stehen. Er dringt bei weitem nicht in die Tiefen vor zu denen er zweifellos fähig ist. Ich meine jetzt nicht, dass er sein Werk interpretieren sollte, aber ganz sicher hätte es noch mehr Erwähnenswertes gegeben. Letztlich bleibt bei mir der Eindruck, dass gerade mal ein kurzes Blitzlicht aufleuchtete und vieles im Dunkeln bleibt. Dafür schweift er häufig ab und ergeht sich in einer Einschätzung der Postmoderne und der Änderung der Rezeption in den letzten 30 Jahren. Bestimmt nicht uninteressant, jedoch hätte ich das in diesem Buch nicht gesucht.

Fazit: Man kann dieses Büchlein durchaus empfehlen, da es wirklich sehr interessant zu lesen ist. Einen Stern ziehe ich ab, weil das Gefühl bleibt, dass Eco vieles ungesagt ließ, was jedenfalls erwähnenswert gewesen wäre.

Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Hörspiel der Extraklasse (Audio CD), 27. November 2011
Von 
M. Hoevermann - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose: Hörspiel (Audio CD)
Hörbücher als Lesungen sind gut. Hörspiele, wenn sie so gemacht sind wie dieses, Meisterwerke!

Ein wahrer Film für die Ohren ist die wunderbare Hörspielbearbeitung von Umberto Ecos Historienthriller "Der Name der Rose". Selbst wer Film und Buch nahezu in- und auswendig kennt, wird begeistert sein!

Kann man tatsächlich an die 1000 Seiten Weltliteratur zu einem gelungenen Hörspiel auf 340 Minuten verknappen, ohne die sorgfältig recherchierte, literarische Vorlage aus den Augen zu verlieren? Ja, man kann! Unter der Regie von Otto Düben erwacht die mittelalterliche Welt - trotz gewisser Verkürzungen - detailgetreu und überzeugend zu neuem Leben.

Das Hörspiel entstand bereits 1986 als Gemeinschaftsproduktion von BR, SWF und NDR. Dieses Alter hört man ihm nicht an! Was die Stimmen angeht, jagt eine Meisterleistung die nächste, und die Hintergrundgeräusche sind derart realistisch, dass man sich fühlt, als sei man vor Ort mit dabei. Eine Inszenierung auf höchstem Niveau! Auf sechs CDs erwarten rund fünfeinhalb Stunden purer Hörgenuss!

Für lange Autofahrten ist dieses Hörspiel allerdings nicht uneingeschränkt zu empfehlen: Es eignet sich, wenn man es entweder bereits kennt, ein zuverlässiges Navi an Bord hat oder aber den Weg notfalls auch blind zurücklegen könnte. Die Aufmerksamkeit wird beim Hören einfach dermaßen gebannt, dass anspruchsvolle sonstige Tätigkeiten auf der Strecke bleiben. Man kann nicht anders, man lauscht fasziniert.

Hier waren Kenner am Werk, sowohl hinter als auch vor den Kulissen.

Die Handlung

Im Jahre 1327 begibt sich der Franziskaner William von Baskerville als Sonderbeauftragter des Kaisers mit einer heiklen Mission in ein norditalienisches Benediktinerkloster an den Hängen des Apennin. An seiner Seite der Novize Adson von Melk, der spätere Erzähler der Geschehnisse. Nur sieben Tage umfasst ihr Aufenthalt, doch diese sieben Tage haben es in sich: Mehrere rätselhafte Todesfälle ereignen sich. Unfälle? Morde? Was steckt dahinter? In bester Sherlock-Holmes Manier begibt sich William von Baskerville, früher ein Inquisitor, auf Spurensuche. Sein Weg führt schließlich in die Bibliothek, an den Ort, an dem sich alles entscheiden wird...

Charaktere und Sprecher

Die Stimme des Erzählers überzeugt voll und ganz: Eindringlich und glaubwürdig führt Heinz Moog als greiser Adson durch die Handlung. Wärme, Ruhe und Lebenserfahrung kommen allein durch seine Stimme zum Ausdruck. Man hört, dass er sich dem Lebensende nähert, vorher aber noch etwas Wesentliches mitzuteilen hat.

Unterbrochen wird seine Schilderung durch lebendige, direkte Einschübe, die Szenerie und Ereignisse plastisch werden lassen. Wie eine vertonte Erinnerung. Der junge Adson, gesprochen von Christian Schulz, soll eigentlich 17 Jahre alt sein, klingt stimmlich allerdings deutlich älter. Dennoch: Die Unsicherheit und Schüchternheit des Novizen setzt der Sprecher herausragend um!

Pinkas Braun leiht seinem Meister, William von Baskerville, die Stimme. Intelligent, überlegen, kritisch ' besser kann man die Rolle des Franziskanermönchs nicht besetzen! Auch die gewisse Überheblichkeit, die er an den Tag legt, erinnert an Sherlock Holmes.

Ebenfalls zu hören ist Helmut Stange als Kellermeister Remigius von Varagine. Vor dem inneren Auge entsteht sofort das entsprechende Bild des für die Verpflegung zuständigen Mönchs: wohlgenährt, Nase und Wangen vom Weingenuss gerötet - und plauderfreudig.

Beachtlich ist die Leistung Wolfgang Reichmanns, der den Außenseiter Salvatore glaubwürdig in Szene setzt. Das allein nur mit der Stimme zu bewerkstelligen, ist große Kunst!

Fazit: Dieses Hörspiel sollte man sich keinesfalls entgehen lassen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


34 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wenn sich Theoretiker an der Praxis versuchen ..., 3. März 2004
Von 
R.S. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose: Roman (Gebundene Ausgabe)
... dann kann das durchaus auch großartig ausgehen. Umberto Eco, seines Zeichens ein ganz wesentlicher Vertreter der Semiotik, lange Jahre ein führender Kritiker in Italien, hat es geschafft, sein theoretisches Wissen darüber wie man gute Bücher schreibt in die Praxis umzusetzen.

Bei der Rezension dieses Werkes kommt man eigentlich nicht umhin es mit dem gleichnamigen Film zu vergleichen. Dieser Vergleich fällt wie so häufig eindeutig zugunsten des Buches aus. Wenngleich ich den Film immer sehr gemocht habe, hatte ich immer sehr viele unklare Punkte in der Handlung entdeckt, die ich irgendwie nicht ganz miteinander verflechten konnte. Im Buch gibt es diese Probleme nicht; Eco erschafft ein Bild des mittelalterlichen Klosterwesens das seinesgleichen sucht. Dies aber ist letztlich nur die Rahmenhandlung für das wirklich gelungene Bild der mittelalterlichen Machtkämpfe innerhalb der Kirche ebenso wie zwischen Papst und Kaiser. Wenngleich sich Eco auch seitenlang mit Details beschäftigt so muss man dennoch festhalten, dass die Story sehr dicht ist.

"Ich wollte einen Mönch vergiften", hat Eco später gemeint und das sei der Ausgangspunkt für dieses Werk gewesen. Nun er hat mehrere Mönche vergiftet und eine interessante Kriminalhandlung als Hintergrund geschaffen. Aber Eco konnte es nicht lassen und musste diese Kriminalhandlung natürlich in einen für den Geist sehr fordernden Bereich ansiedeln - letztlich wird die Kriminalhandlung zum Nebenschauplatz. Die Schilderung der größeren Konflikte übernimmt sehr bald die Führung und macht das Buch damit so unendlich kostbar. Besonders interessant ist die Herausarbeitung der vielen religiösen Strömungen der Zeit, etwas das in der Verfilmung gänzlich ausgelassen wird. Beachtenswert ist jedenfalls auch die Art und Weise wie Eco es schafft die Verstocktheit der damaligen Amtskirche aufzuzeigen ohne dabei ins niveaulose abzugleiten.

Weiters sollen hier die beiden Protagonisten kurz beschrieben werden. Da ist einerseits William von Baskerville der seine Vorlage zweifellos in Sherlock Holmes findet, er ist ein exzellenter Beobachter der die holmsche "Deduktion" in exakt der gleichen Weise betreibt. William ist auch weit über den Aberglauben seiner Zeit erhaben, fast möchte man sagen er ist ein aufgeklärter Mensch der Neuzeit und kein Ordensbruder des Mittelalters - aber in Wahrheit gelingt Eco der Hochseilakt, die Figur des William ist kein Anachronismus. Andererseits ist der Icherzähler Adson von Melk zu erwähnen. Er schreibt zwar das Buch als Greis, aber nur selten kommt diese große Lebenserfahrung durch. Die meiste Zeit sieht man die Handlung durch die Augen eines Novizen - der täglich die Welt verwundert kennen lernt.

Die sprachliche Qualität des Werkes ragt deutlich aus der Masse heraus, Eco versteht es mit Worten zu spielen. Das Werk ist natürlich kein Roman, den man nebenher einfach liest - das Lesen dieses Buches fordert schon ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit. Dennoch bleibt es aber immer lesbar im Sinne von verständlich und nachvollziehbar. Ecos sprachliche Gewandtheit stellt eine enorme Herausforderung auch an den Übersetzer dar. Diesem muss man daher ebenfalls ein großes Kompliment aussprechen.

Das Gesamturteil kann nur so ausfallen, dass ich diesem Buch ohne Einschränkungen die Höchstnote zuteil werden lasse. Interessante Story, lehrreiche aber nicht belehrende "Hintergrundberichterstattung", ausgezeichnete Recherche, sauber abgeschlossene Handlungsstränge ohne dem Leser seiner Phantasie zu berauben, sprachlich höchstklassig - mehr kann man von einem Roman nicht erwarten.

Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
Die neuesten Kundenrezensionen











Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Rezensionen-Sammlung nicht zu gebrauchen!!! 1 06.12.2011
Alle Diskussionen  
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten

Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an

Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar